Zum Inhalt

Freistatt verbindet Moorlandschaft und Ortsgeschichte: Das Schutzgebiet bringt unterschiedliche Moorlebensräume zusammen, während Planetenweg, Feldbahn und Gedenkstätte verschiedene Themen des Ortes aufgreifen. Wenn Sie Natur und Geschichte auf einer Reise verbinden möchten, bietet Freistatt dafür mehrere klar benannte Anknüpfungspunkte.

Moorlandschaft und Vogelwelt

Das Schutzgebiet umfasst die vier Teilräume Nördliches Wietingsmoor, Freistätter Moor, Mittleres Wietingsmoor und Sprekelsmeer. In den wiedervernässten Abschnitten liegen offene Wasserflächen, torfmoosreiche Wollgraswiesen und Moorheiden. Zugleich sind weite Teile des Freistätter Moors von umfangreicher landwirtschaftlicher Grünlandnutzung geprägt. Diese unterschiedlichen Merkmale geben dem Landschaftsbild mehrere Facetten, von wiedervernässten Moorbereichen bis zu genutztem Grünland.

Für Vögel ist das Schutzgebiet ein wichtiges Brut- und Rastgebiet. Kraniche nutzen die Grünlandflächen zur Nahrungssuche und als Rastplätze; einige Wasserflächen dienen ihnen während der Ruhephasen als Schlafplätze. Grünland und Wasserflächen erfüllen damit unterschiedliche Funktionen für die Tiere.

Planetenweg und Freistätter Feldbahn

Der 3,3 Kilometer lange Planetenweg verläuft mit Informationstafeln entlang der Feldbahnstrecke zwischen Freistatt und Heimstatt. Die Freistätter Feldbahn bringt Besuchergruppen ins Moor. Ihre heutige Strecke folgt derselben Trasse wie die historische Linie über den alten Moordamm zwischen den beiden Orten.

Weg und Bahn unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt: Am Planetenweg gehören Länge und Informationstafeln zur Beschreibung, während die Feldbahn Besuchergruppen ins Moor bringt und zugleich eine historische Streckenführung aufgreift. Wenn Sie die Feldbahn in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Fahrttermine.

Freistatts Jugendfürsorgegeschichte

Die Jugendfürsorgegeschichte in Freistatt begann 1899. Bis 1911 boten vier Häuser im Ort Platz für rund 250 Jungen im Alter von 14 bis 21 Jahren. In Haus Moorhort befindet sich eine öffentliche Gedenkstätte zu dieser Geschichte. Zu ihrer Darstellung gehören Ausstellungstafeln, historische Dokumente, Fotografien und Exponate. So verbindet dieser Ort eine konkrete historische Zeitangabe mit verschiedenen Formen der Erinnerung. Im Landkreis Diepholz setzt das Kreismuseum Syke einen breiteren historischen Zeitrahmen: Es präsentiert Alltagsleben von der Steinzeit bis an die Schwelle zur Gegenwart und ergänzt so die lokale Perspektive.

Sinnesgarten und Moorkirche

Der Sinnesgarten ist eine parkähnliche, vielfältige Anlage, die Hören, Sehen, Riechen und Tasten anspricht. Damit setzt er einen anderen Schwerpunkt als Moorlandschaft und Ortsgeschichte: Im Vordergrund steht die Wahrnehmung über vier Sinne. Auch das „Alten Backhaus“ gehört zum Besucherbereich in Freistatt.

In der Moorkirche finden regelmäßig Gottesdienste statt; ihre Gemeinderäume werden außerdem für Veranstaltungen genutzt. Wenn Sie die Feldbahn, einen Gottesdienst oder eine Veranstaltung in Ihre Reise einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Fahrt- und Veranstaltungstermine.

Weitere Reiseziele entdecken: Lembruch, Stemshorn, Lemförde, Campen, Wagenfeld, Heiligenrode, Weyhe, Kirchdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Diepholz.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.