Die Motorfähre zwischen Ditzum und Petkum macht die Überfahrt zu einem konkreten Teil der Reiseplanung: Sie dauert etwa 20 Minuten und befördert Fußgänger, Radfahrer sowie bis zu drei Pkw. In Petkum kommen die Fährverbindung, das Deichvorland an der Unterems und eine Kirche mit Bau- und Kunstgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte zusammen. Überlegen Sie bei der Wahl einer Ferienwohnung zuerst, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem an Landschaft, Routen oder Kultur ausrichten möchten.
Anreise und Wege vor Ort
Am Anleger der Petkum-Fähre gibt es Pkw-Parkplätze. Die nächste Bushaltestelle ist etwa zehn Gehminuten entfernt. Wenn Sie die Überfahrt in Ihre Anreise einplanen, prüfen Sie vorab den Fahrplan; die ungefähre Dauer von 20 Minuten beschreibt die Überfahrt selbst.
Deichvorland und Routen
Das 200 Hektar große Petkumer Deichvorland erstreckt sich an der Unterems von Jarßum bis Gandersum. Gemeinsam mit angrenzenden Bereichen im Landkreis Leer wurde es durch die Verordnung vom 30. Mai 2017 zum Naturschutzgebiet „Unterems“ zusammengefasst. Am Fährhafen Petkum/Ditzum steht nahe dem Schutzgebiet ein Wartehäuschen. Seine Gestaltung zeigt die Wappen beider Orte, die in der Region bedrohten Vogelarten Rotschenkel und Säbelschnäbler sowie Motive der umgebenden Landschaft.
Für Radtouren ist die saisonale Wegeführung wichtig: Der Radweg im Petkumer Deichvorland, der sogenannte Teekabfuhrweg, ist vom 1. Juli bis zum 30. September geöffnet. Vom 1. Oktober bis zum 30. Juni verläuft die Ausweichroute auf der Binnenseite des Deichs. Die Alternative „Ditzum & Emden“ der Internationalen Dollard Route ist 32,2 Kilometer lang und führt durch Petkum und Ditzum. Eine weitere benannte Tour, „Rund um Ems und Dollart“, führt von Leer durch das Rheiderland über die Ems, Petkum und Kloster Thedinga zurück nach Leer.
Kirche und Petkumer Geschichte
Die Petkumer Kirche stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. Zwischen 1470 und 1480 kam im Osten ein spätgotisches Chorpolygon hinzu; um 1750 wurde die Kirche erneuert. Zu den Details im Inneren zählen ein Taufstein des Bentheimer Typs aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ein Sandsteinrelief aus dem späten 15. Jahrhundert, das als „Epitaph von Petkum“ bezeichnet wird. Auch die Grotian-Orgel in der St.-Antonius-Kirche zu Emden-Petkum ist bemerkenswert: Das Instrument stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zusammen bieten Baugeschichte, Taufstein, Relief und Orgel verschiedene Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlich geprägten Aufenthalt.
Ein weiteres lokales Motiv ist das alte Petkumer Siel, das zu einem Schmuckstück wurde. Solche historischen und landschaftlichen Themen stehen neben der praktischen Routenplanung: Sie können den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts auf die saisonal geführte Strecke legen oder Petkums Baugeschichte in den Mittelpunkt stellen.
Weitere Kultur im übergeordneten Reiseziel Emden
Im übergeordneten Reiseziel Emden präsentiert die Kunsthalle vorwiegend Kunst der Klassischen Moderne und verfügt über eine angeschlossene Malschule. Dat Otto Huus dokumentiert die Karriere des Emder Komikers Otto Waalkes. Auf zwei Etagen zeigt es Fotos und Erinnerungen aus seinem Leben, Filme, bekannte Requisiten aus Kino und Tourneen sowie Auszeichnungen und Preise.
Das Bunkermuseum Emden befindet sich in einem authentischen Bunker in der Holzsägerstraße. Es macht die Zeit vom Beginn des Nationalsozialismus über den Zweiten Weltkrieg bis zum Wiederaufbau Emdens in der Nachkriegszeit nachvollziehbar. Für Gruppen gibt es informative Führungen in verschiedenen Varianten, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten; stimmen Sie die aktuellen Möglichkeiten vorab ab. So lässt sich der lokale Schwerpunkt Petkums um ein ausdrücklich Emden zugeordnetes Kulturprogramm ergänzen.
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