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Bredelem lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: die Sankt-Matthäus-Kirche und ihre Orgel, die Bredelemer Steinkiste sowie Landschaft und Routen nördlich des Ortes. Die historischen Zeitbezüge liegen weit auseinander. Die Kirche wurde bis 1847 erbaut, die Orgel entstand 1847–1848, während die Steinkiste auf eine wesentlich frühere Besiedlung des Dorfgebiets schließen lässt. Eine Rundtour zwischen Langelsheim und Goslar führt über Bredelem und eröffnet einen weiteren Blick auf den Ort als Teil einer längeren Strecke.

Kirche und Orgel: Baugeschichte mit mehreren Etappen

Die Sankt-Matthäus-Kirche ist ein Bau des 19. Jahrhunderts und wurde bis 1847 errichtet. Im Kirchenbau sind auch Reste der Vorgängerkirche erhalten, die beim Brand von 1830 zerstört wurde. So steht neben dem Baujahrhundert ein konkreter Bezug zu einer früheren Kirche: Die Reste gehören zur Baugeschichte des heutigen Kirchengebäudes und verknüpfen sie mit dem Ereignis von 1830. Wer sich für Architekturgeschichte interessiert, findet hier nicht nur eine Datierung, sondern auch mehrere aufeinander bezogene Etappen.

Die von Philipp Furtwängler geschaffene Orgel wurde 1847–1848 gebaut und verfügt über 17 Register. Diese Angaben verbinden den Namen des Erbauers mit einem konkreten Detail zur Ausstattung des Instruments. Zwischen 1998 und 2003 wurde die Orgel auf ihren ursprünglichen Klangzustand restauriert. Für die zeitliche Einordnung lohnt sich die Unterscheidung zwischen Entstehung und Restaurierung: Die Orgelgeschichte umfasst sowohl den Bau als auch eine deutlich spätere Arbeit am Klang.

Die Steinkiste: ein anderer Zeithorizont

Die Bredelemer Steinkiste ist ein Galeriegrab, das 1959 bei Bredelem entdeckt wurde. Das Grab ist etwa 17 Meter lang. Aus ihm lässt sich schließen, dass das Gebiet des Dorfes bereits wesentlich früher besiedelt war. Das Jahr 1959 bezeichnet dabei den Zeitpunkt der Entdeckung, nicht die Zeit dieser früheren Besiedlung. So lassen sich die konkreten Jahreszahlen zu Kirche und Orgel vom weiter zurückreichenden Hinweis der Steinkiste unterscheiden. Wer sich für die Entwicklung des Ortes interessiert, findet in diesem Kontrast zwei verschiedene historische Bezugspunkte.

Landschaft und Routen rund um Bredelem

Nördlich von Bredelem liegen der Appelhorn und das heutige Naturschutzgebiet „Truppenübungsplatz“. Das Schutzgebiet ist aus dem früheren Feldflugplatz aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen. Der Appelhorn bildet einen eigenen benannten Bezugspunkt im Norden, während die historische Herkunft des Schutzgebiets auf den früheren Flugplatz zurückgeht. Wenn Sie einen Besuch des Naturschutzgebiets planen, prüfen Sie zuvor die geltenden Zugangsregeln.

Die Rundtour Langelsheim–Goslar–Langelsheim ist etwa 25 Kilometer lang. Sie führt von Langelsheim über Bredelem und Jerstedt nach Goslar. Die ungefähre Länge bezieht sich auf die gesamte Rundstrecke; der Verlauf ordnet Bredelem in eine Verbindung mit den weiteren genannten Orten ein. Wenn Sie die Tour einplanen, prüfen Sie die aktuelle Routenbeschreibung und die Bedingungen, denn Routendetails können sich ändern.

Ein Rastplatz nahe Bredelem gehört zum Innerste-Radweg. Für die Planung sind das zwei unterschiedliche Orientierungspunkte: Die Rundtour ist über ihre ungefähre Gesamtlänge und den genannten Verlauf beschrieben, der Rastplatz ist dem Innerste-Radweg zugeordnet. So können Sie die Ortsgeschichte, den Schutzgebietsbezug und die Routenangaben entsprechend Ihrem Schwerpunkt einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wolfshagen Im Harz, Lautenthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Langelsheim.

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