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Kapellen und die Böhmeaue setzen in Böhme unterschiedliche Schwerpunkte: Baugeschichte und geschützte Landschaft. Suchen Sie Hotels in Böhme, können diese Themen helfen, den Fokus Ihres Aufenthalts zu wählen. Im übergeordneten Reiseziel Heidekreis kommen weitere, eigenständige Kultur- und Naturthemen hinzu.

Kapellen mit eigener Baugeschichte

Die Kapelle bei Böhme 3 wurde 1716 erbaut und geweiht. Sie liegt am Endpunkt der ursprünglichen westlichen Hofeinfahrt. Als massiver achteckiger Zentralbau trägt sie ein Mansarddach mit Ziegeldeckung über einem Sandsteinsockel. Eine hölzerne Kuppel überspannt den Innenraum. Zur Ausstattung aus der Erbauungszeit zählen eine umlaufende Empore, einfaches Gestühl und ein hölzerner Kanzelaltar. Im Untergeschoss befindet sich eine Familiengruft.

Eine andere Bauzeit markiert die St.-Vitus-Kapelle in Bierde. Sie wurde 1861 nach einem Entwurf des hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) erbaut. Ihre originale Ausstattung aus der Erbauungszeit ist erhalten. 1891 kam eine kleine einmanualige Orgel von Furtwängler und Hammer hinzu; sie befindet sich auf einer Holzempore im nördlichen Querhaus. So lassen sich Bauzeit und spätere Ergänzung unterscheiden: 1861 bezeichnet den Kapellenbau, 1891 die Orgel.

Böhmeaue und Flussregelung

Das Landschaftsschutzgebiet Böhmeaue umfasst etwa 1.712 Hektar und erstreckt sich unter anderem auf die Gemeinde Böhme, dort auf die Gemarkungen Bierde und Böhme. Es umfasst auch das FFH-Gebiet Nr. 77 „Böhme“. Die Flächenangabe bezieht sich auf das Landschaftsschutzgebiet insgesamt; Bierde und Böhme sind die darin genannten Gemarkungen der Gemeinde.

Auf dem Flussabschnitt der Böhme von Bad Fallingbostel bis zur Ortschaft Böhme gilt während der Sperrzeit vom 1. März bis 15. Juli eine eng begrenzte Regelung: Auf Antrag kann die untere Naturschutzbehörde für organisierte Veranstaltungen, etwa von Schulen und Jugendeinrichtungen, ihr Einvernehmen erteilen, sofern der Gewässerschutz nicht beeinträchtigt wird. Das ist keine pauschale Freigabe zum Paddeln. Prüfen Sie vor einer Paddelplanung die aktuellen Regeln auf der Seite der zuständigen Behörde.

Weitere Kulturthemen im Heidekreis

Für eine weiter gefasste Reiseplanung bietet der Heidekreis eigenständige kulturhistorische Themen. Der Hof der Heidmark in Bad Fallingbostel wurde 1642 erbaut, 1936 abgetragen und im Liethwald wieder aufgebaut. Er ist denkmalgeschützt und eines der ältesten Gebäude im Landkreis Heidekreis. Schloss Ahlden wurde 1579 an der Alten Leine erbaut und ist mit der Verbannung der Kurprinzessin Sophia Dorothea verbunden. Das Kloster Walsrode ist das älteste der berühmten Heideklöster. Zusammen zeigen diese Ziele unterschiedliche historische Bezüge: Wiederaufbau, Schlossgeschichte und klösterliches Erbe.

Landschaft und Wege im Heidekreis

Ein weiterer, eigenständiger Landschaftsschwerpunkt im Heidekreis ist der Wilseder Berg im nördlichen Teil der Region. Er ist 169 Meter hoch und die höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene. Die Umgebung ist nahezu autofrei: Pkw-Verkehr ist nur über Zufahrtsstraßen zu Parkplätzen an Orten rund um das Naturschutzgebiet möglich; ansonsten bewegt man sich dort zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Prüfen Sie die Parkmöglichkeiten vor Ihrer Planung. Im Heidekreis gibt es außerdem kilometerlange ausgeschilderte Routen zum Radfahren, Wandern, Nordic Walking und Reiten. Einzelne Routen können sich ändern, daher lohnt sich ein aktueller Blick auf die konkrete Strecke.

Weitere Reiseziele entdecken: Häuslingen, Schneverdingen, Buchholz, Bomlitz, Walsrode, Siedlung Am Krummen Winkel, Tewel, Lindwedel

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Heidekreis.

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