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Velpke lässt sich über seine Steinbruchgeschichte, Wege durch die Velpker Schweiz und Orte des Gedenkens kennenlernen. Für die Planung bieten sich unterschiedliche Schwerpunkte an: eine etwa zwei Kilometer lange Route zu Fuß, ein Radrundweg von rund 35 Kilometern und kulturhistorische Stationen im Ort. So können Sie entscheiden, ob Sie Landschaft, Radfahren oder Geschichte in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Sandstein und Wege in der Velpker Schweiz

Der Abbau des Velpker Rhät-Sandsteins erfolgte seit 1640 in zahlreichen Steinbrüchen. Die frühere Steinbruchlandschaft gibt der Velpker Schweiz ihren besonderen geologischen Bezug: Die meist unter Wasser stehenden, aufgelassenen Steinbrüche liegen vor allem westlich und nordwestlich von Velpke und bieten Einblicke in den Ablagerungsraum des Oberen Keupers. Damit verbindet sich die Landschaft mit der langen Geschichte des Sandsteinabbaus, ohne dass beide Themen dasselbe erzählen: Hier geht es einerseits um ein früheres Gewerbe, andererseits um die geologische Beschaffenheit des Gebiets.

In den ehemaligen Steinbrüchen haben sich Gewässerbiotope aus zweiter Hand mit besonderen Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren entwickelt. Das Landschaftsbild der Velpker Schweiz wechselt zwischen Land und Wasser, Hügeln und Tälchen sowie Wald und Röhricht. Seit 1969 ist die Landschaft als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen; die Ausweisung soll ruhige Erholung in der freien Natur ermöglichen. Wer sich für die Gegend interessiert, findet hier also sowohl eine geologische Perspektive als auch vielfältige Landschaftsformen und Lebensräume.

Der Pfad der Velpker Schweiz beginnt am Parkplatz beim Sportplatz Velpke und ist etwa zwei Kilometer lang. Diese Strecke unterscheidet sich deutlich vom Radrundweg Velpker Schweiz: Er verbindet Velpke mit Wolfsburg und Oebisfelde und ist etwa 35 Kilometer lang. Bei der Planung können Sie sich daher zunächst an der gewünschten Aktivität und den angegebenen Streckenlängen orientieren – an einem Weg zu Fuß oder einer längeren Route mit dem Fahrrad.

Kirchengeschichte und Gedenken in Velpke

Auch die Ortsgeschichte zeigt sich an konkreten Daten. Der Bau der Kirche St. Marien in Velpke begann 1927. Am 3. November 1929 wurde sie von Bischof Nikolaus Bares geweiht. Die Angaben markieren zwei unterschiedliche Stationen ihrer Geschichte: den Beginn des Baus und die spätere Weihe.

Ein weiterer Ort der Erinnerung ist der Friedhof in Velpke. Dort wurde am 16. November 1996 eine Gedenktafel enthüllt, die an die ermordeten polnischen und sowjetischen Säuglinge der Ausländerkinder-Pflegestätte Velpke erinnert. Die Inschrift nennt 76 polnische und 15 russische Säuglinge, die 1944 im Kinderheim Velpke an Erschöpfung starben. Der Besuch dieses Gedenkorts bietet einen stillen, ernsten Zugang zur Geschichte des Ortes; die Tafel hält sowohl die Zahlen als auch den Bezug zum Kinderheim fest.

Weitere Kultur im übergeordneten Reiseziel Helmstedt

Im übergeordneten Reiseziel Helmstedt ergänzen Baugeschichte und Museen die Themen rund um Velpke. In Helmstedt wurde das Aula-Gebäude Juleum Novum der ehemaligen Universität von 1592 bis 1597 als palastartiger Renaissancebau errichtet. Das Kreis- und Universitätsmuseum im Juleum zeigt ein Modell der Stadt Helmstedt um 1750 sowie Originale aus der Universitätszeit, darunter eine astronomische Scheibe, einen Globus und Geschirr aus der Universitätsmensa.

In Königslutter gehört der Kaiserdom zu den eindrucksvollsten romanischen Bauwerken Niedersachsens. Der Dom, der Kreuzgang und die Kaiser-Lothar-Linde auf dem früheren Klosterhof bilden eine viel besuchte Sehenswürdigkeit. Im Museum mechanischer Musikinstrumente erklären geführte Rundgänge die Instrumente; nahezu alle sind funktionstüchtig und vorführbereit. Diese kulturellen Ziele liegen im übergeordneten Reiseziel Helmstedt und bieten eigene Anknüpfungspunkte, wenn Sie Ihren Blick über Velpke hinaus richten möchten.

Für Besuche in Helmstedt nennt der aktuelle Zeitplan den Aufstieg auf den Juleumsturm mit 153 Stufen von April bis Oktober an jedem ersten Samstag im Monat zwischen 11:00 und 12:00 Uhr. Kostenlose öffentliche Führungen durch Kloster und Kirche St. Marienberg finden nach den angegebenen Terminen jeden ersten Sonntag im Monat um 14:00 Uhr statt. Prüfen Sie die Termine vor einem Besuch noch einmal, da sich Zeiten und Vereinbarungen ändern können.

Weitere Reiseziele entdecken: Groß Twülpstedt, Söllingen, Bahrdorf, Schöningen, Helmstedt, Süpplingenburg, Lehre, Brunsleberfeld.

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