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Zum Profil Filsums gehören historische Bauernhäuser und Kirchenausstattung ebenso wie das Filsumer Moor, die Storchenroute und eine handbetriebene Fähre. Diese Themen unterscheiden sich in ihrer Art und ihrem Umfang: Ortsgeschichte wird an konkreten Baudetails greifbar, während die Wege mit klaren Streckenlängen beschrieben sind. So können Sie bei der Planung eigene Schwerpunkte setzen.

Dorfgeschichte und Reitanlage

Der alte Ortskern gilt als typisches ostfriesisches Haufendorf mit historischen Bauernhäusern. Siedlungsform und ältere Bausubstanz geben gemeinsam Einblick in die Dorfgeschichte. In der St.-Paulus-Kirche stammt der Altar aus der Zeit um 1500; die Kanzel trägt die Inschrift „Anno 1660“. Zwischen diesen beiden Zeitmarken liegen rund 160 Jahre. Sie verweisen damit auf unterschiedliche Epochen der Kirchenausstattung, statt ein einziges Baujahr zu markieren.

Filsum hat außerdem eine Reitanlage mit großer Halle und Außenflächen, auf der Turniere auf hohem Niveau stattfinden. Damit kommt neben Dorfkern und Kirche ein eigenes Thema hinzu: Pferdesport.

Moor und Storchenroute

Das Filsumer Moor ist der Rest eines echten Hochmoors. Ein fünf Kilometer langer Rundweg führt um das Moor und bietet Einblicke in Torfschichten, die sich über etwa 3.000 Jahre angesammelt haben und ungefähr drei Meter mächtig sind. Weglänge und Torfschichten eröffnen zwei unterschiedliche Perspektiven: Die eine beschreibt die Strecke, die andere die lange Entstehung des Moores. Auch geschützte Wallhecken bieten Vögeln und Kleintieren Lebensraum.

Die Storchenroute gilt als gut ausgeschildert und familienfreundlich; sie ist 33 Kilometer lang. Zu ihren Merkmalen gehören neun Informationstafeln, Storchennester, ein Nestmodell und ein Beobachtungsturm mit Fernrohr. Filsumer Moor und Filsum Westerende liegen in der Nähe der Route. Die Storchenroute setzt mit ihren Storchenthemen und Beobachtungspunkten einen anderen Akzent als der Rundweg am Moor.

Auch die Streckenlängen unterscheiden sich deutlich: Der Rundweg am Moor umfasst fünf Kilometer, die Storchenroute 33 Kilometer. Wenn Sie zwischen beiden wählen, können Sie also sowohl das Thema als auch die Länge der Strecke berücksichtigen.

Fähre und Bahnorientierung

Eine handbetriebene Fähre verbindet Filsum und Holtland über das Holtlander Ehetief; sie ist für Radfahrer und Fußgänger bestimmt. Für die Storchenroute sind Augustfehn und Leer die nächstgelegenen Bahnhöfe. Damit stehen zwei verschiedene Orientierungspunkte im Raum: die Fährverbindung über das Ehetief und die Bahnbezugspunkte zur Route.

Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Leer

Im übergeordneten Reiseziel Leer ist Schloss Evenburg ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. Es besteht aus Schloss, Park und Vorburg. Seit Mai 2014 ist Schloss Evenburg mit einer Dauerausstellung zum Leben und Wirtschaften einer adligen Familie im 19. Jahrhundert sowie als Zentrum für Gartenkultur geöffnet.

Die Ehemalige jüdische Schule Leer ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte in Trägerschaft des Landkreises Leer. Das Bünting Teemuseum behandelt auf zwei Etagen den Anbau, die Herstellung und die Zubereitung von Tee sowie die Geschichte des ostfriesischen Lieblingsgetränks. Im Heimatmuseum Leer stehen ostfriesische Wohnkultur und die heimische Schifffahrt im Mittelpunkt. Diese Kulturthemen ergänzen die Filsumer Schwerpunkte um eigene Perspektiven innerhalb des übergeordneten Reiseziels Leer.

Weitere Reiseziele entdecken: Neukamperfehn, Jemgum, Firrel, Moormerland, Bingum, Leer, Nortmoor, Weener.

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