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Am Übergang vom westlichen Emsuferwall zum Dollart liegt Pogum; zum Ort gehört ein kleiner Muhdehafen. Das Angelgewässer Wymeerer Sieltief, die Kirche mit ihren unterschiedlichen Zeitschichten und eine frühere Sommertradition eröffnen mehrere Zugänge zum Ort. Dazu kommen ein Aussichtspunkt in der näheren Umgebung und eine Radroute im weiteren regionalen Umfeld. So lässt sich der Aufenthalt nach Wasser, Kultur oder Radfahren gewichten.

Angeln am Wymeerer Sieltief

Das Wymeerer Sieltief ist ein Angelgewässerabschnitt zwischen der Schafwegbrücke in Pogum und dem Siel Dyksterhusen. Mit etwas Glück lassen sich dort Aal, Hecht, Karpfen, Zander, Weißfisch, Schleie oder Scholle fangen. Die Angelgewässer am Wymeerer Sieltief sind grundsätzlich jederzeit erreichbar; es gelten die gesetzlichen Schonzeiten.

Angelerlaubniskarten für das Wymeerer Sieltief erhalten Sie in der Tourist-Information Ditzum, Sielstr. 13, gegen Vorlage eines Sportfischereischeins. Für eine Pause bieten die Rastplätze am Schöpfwerk Pogum mehrere Einzelbänke, Tisch-Bank-Kombinationen und eine Rasthütte. Die Ausstattung umfasst damit Plätze zum einzelnen Sitzen ebenso wie Möglichkeiten, an einem Tisch zu verweilen.

Kirche und örtliche Traditionen

Die evangelisch-lutherische Saalkirche von Pogum stammt aus dem Jahr 1776. Ihre Orgel wurde bereits 1758/59 von Johann Adam Berner erbaut und ist damit älter als der Kirchenbau. Außerdem enthält die Kirche Grabplatten aus dem 11. Jahrhundert, die als die ältesten Ostfrieslands gelten. Baujahr, Orgel und Grabplatten stehen so für unterschiedliche historische Zeitschichten an einem Ort.

Das Dörphus Pogum kann von Einzelpersonen oder Gruppen gemietet werden. Geöffnet ist es bei besonderen Veranstaltungen, etwa einer Maifeier, an Silvester und bei einem Badewannenrennen. Eine eigene frühere Tradition ist das mit Pogum verbundene Kreierrennen: Es wurde regelmäßig im Sommer veranstaltet und zog am Dollart bis zu 1.000 Zuschauer an.

Aussicht und Radroute im weiteren Umfeld

In der näheren Umgebung von Pogum bietet die ehemalige Bohrinsel bei Dyksterhusen einen schönen Blick über die Meeresbucht Dollart. Einen anderen Maßstab hat die Internationale Dollard Route: Im weiteren regionalen Umfeld verläuft der etwa 300 Kilometer lange Radwander-Rundkurs durch die niedersächsischen Landkreise Leer und Emsland sowie durch die niederländische Provinz Groningen. Der Aussichtspunkt ist ein einzelner Blickort in der Nähe, während die Route eine weit größere Radstrecke beschreibt.

Historische Orte im übergeordneten Reiseziel Jemgum

Im übergeordneten Reiseziel Jemgum ergänzt ein eigener historischer Schwerpunkt den Blick auf Pogum. Der frühere Hafen von Jemgum entstand an einem alten Priel, der von der Ems ins Hinterland führte; heute befindet sich dort der Marktplatz. Auch mehrere Bauwerke sind mit konkreten Jahreszahlen verbunden: Das Alba-Haus in Jemgum stammt aus dem Jahr 1576, das ehemalige Waagengebäude aus dem Jahr 1589. Die Mühle in Jemgum ist eine Galerieholländermühle aus dem Jahr 1756; die Kirche dort wurde im 13. Jahrhundert als Kirche der Johanniter-Kommende erbaut.

Inhaltlich anders ausgerichtet ist das Milch- und Molkereimuseum Jemgum. Anhand von Exponaten sowie ergänzenden mündlichen und schriftlichen Informationen erklärt es die Zusammenhänge von Milchproduktion, Verarbeitung und Konsum. Damit umfasst der regionale Kulturbezug sowohl Bau- und Ortsgeschichte als auch die Geschichte der Milchwirtschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Critzum, Ditzum, Hatzum

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jemgum.

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