In Oldersum treffen Hafenleben und Seilerhandwerk auf eine grüne Seite des Ortes. Der Hafenweg und das Schöpfwerk geben dem Wasser eine zentrale Rolle; der Park setzt mit Bäumen, Wasserflächen und einem Obstgarten einen anderen Akzent.
Hafenweg und Schöpfwerk
Der etwa 500 Meter lange Oldersumer Hafenweg führt von der Alten Seilerei entlang der Hafenstraße. Vier Hör- und Sehstationen interpretieren lokale Handwerkskunst, Hafenleben und Oldersum auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und Niederländisch. Die Route ist dauerhaft angelegt; der Betrieb von Audio und Stationen kann von Wartung abhängen. So verbindet der Weg mehrere Themen des Ortes mit einer mehrsprachigen Vermittlung.
Das Hafenviertel und das Schöpfwerk bilden gemeinsam ein landschaftliches Motiv am Wasser. Zugleich hat das Schöpfwerk eine technische Funktion: Seine großen Binnenschleusentore können, abhängig vom Wasserstand, gespeichertes Wasser in die Ems ablassen. Die Tore können sich also öffnen, müssen es aber nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt. Für den Blick auf Oldersum gehören damit sowohl die Uferlandschaft als auch die wasserabhängige Funktion des Schöpfwerks zum Bild.
Alte Seilerei und Oldersumer Park
Das Museum Alte Seilerei in Oldersum zeigt Seilerhandwerk anhand eines restaurierten Seilergewerks mit Maschinen und Werkzeugen. Die Ausstattung macht das Handwerk konkret nachvollziehbar: Im Mittelpunkt stehen nicht nur hergestellte Seile, sondern auch die Arbeitsstätte und die dazugehörigen Geräte. Wenn Sie den Museumsbesuch fest einplanen, prüfen Sie vorher die Besuchsmodalitäten, denn diese können variieren.
Der Oldersumer Park bietet einen Naturspaziergang zwischen Bäumen und Wasserflächen, Outdoor-Fitnessgeräte und einen Anleger, an dem Paddelbootfahrer eine Pause einlegen können. Direkt angrenzend liegt ein Obstgarten mit 80 Apfelsorten. Damit stehen im Park Natur, Bewegung und der Obstgarten nebeneinander; die Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich von der handwerklichen Ausrichtung der Alten Seilerei und des Hafenwegs.
Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Moormerland
Über Oldersum hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Moormerland weitere Themenwege. Der Möncheweg liegt im Ortsteil Jheringsfehn und beginnt an der Rudolfswieke. Informationstafeln entlang des Mönchewegs und des Baumlehrpfads stellen verschiedene Baumarten vor. Einen anderen kulturellen Schwerpunkt setzt die 19 Kilometer lange Frauenleben Tour: Auf sechs Informationstafeln werden Lebensgeschichten bedeutender Frauen aus der Vergangenheit sichtbar. Die Themen reichen damit von Baumarten bis zu historischen Biografien.
Die 31 Kilometer lange Mühlen Route führt durch eine Landschaft, die früher von zahlreichen Mühlen geprägt war; in Moormerland sind noch zwei Mühlen erhalten. Die Mühle Neermoor wurde 1884 als dreistöckiger Galerieholländer erbaut. Führungen werden regelmäßig angeboten. Wenn Sie eine Führung einplanen, bestätigen Sie die Modalitäten am besten vorab.
Auch Wasserwirtschaft ist Thema einer eigenen Route im übergeordneten Reiseziel Moormerland: Die 27 Kilometer lange Siel Route vermittelt, wie Siele in Deichen den Abfluss von Binnenwasser ermöglichen und zugleich dem Meer und Sturmfluten standhalten. Der Vergleich mit dem Oldersumer Schöpfwerk bietet einen thematischen Bezug, ohne die beiden Orte gleichzusetzen. Für einen anderen Umfang steht die 50 Kilometer lange Moormerland Route, die als weiter Rundkurs um das Gemeindegebiet verläuft.
Weitere Reiseziele entdecken: Rorichum, Neermoor.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Moormerland.