Rullstorfs Ortsgeschichte reicht bis in die Zeit um 1150 zurück: Damals wurde der Ort als ursprüngliches Rundlingsdorf mit sechs Höfen gegründet. Zusammen mit der Lüneburger Landwehr und dem archäologischen Fundgebiet Kronsberg ergibt sich ein Geschichtsprofil, das Dorfgründung, historische Befestigung und archäologische Funde verbindet.
Rundlingsdorf, Landwehr und Kronsberg
Die Lüneburger Landwehr verlief ursprünglich von Rullstorf in südlicher Richtung über Neu Wendhausen bis nach Deutsch Evern. In Rullstorf war sie eine um 1480 errichtete Barriere aus Erdwällen und Wassergräben. Verlauf und Bauweise erzählen unterschiedliche Teile ihrer Geschichte: Die Route ordnet die Landwehr räumlich ein, während Wälle und Gräben ihre Form beschreiben.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Rullstorfer Kronsberg, ein rund 24 Hektar großes archäologisches Fundgebiet am Geestrand oberhalb der Elbtalaue. Seine Lage gibt dem Fundgebiet einen klaren Landschaftsbezug. Das ursprüngliche Rundlingsdorf, die historische Landwehr und das archäologische Fundgebiet Kronsberg zeigen unterschiedliche Seiten der Rullstorfer Geschichte.
Funde aus Rullstorf sind auch in Museen zu sehen: Die „Schwanenfibel“ wird im Museum Lüneburg ausgestellt. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob die Ausstellung weiterhin gezeigt wird.
Archäologie im übergeordneten Reiseziel Lüneburg
Auch im übergeordneten Reiseziel Lüneburg gibt es archäologische Ziele mit einem anderen zeitlichen Schwerpunkt. Die Großsteingräber im Schieringer Forst zwischen Barskamp und Walmsburg stammen aus der Jungsteinzeit und wurden zwischen 3000 und 2300 v. Chr. angelegt. Eine Rundwanderung beginnt am Dorfplatz von Walmsburg und führt zu den Gräbern. So lassen sich die prähistorischen Zeugnisse und Rullstorfs Gründung um 1150 als unterschiedliche historische Kapitel betrachten.
Ein anderer Blick auf die Landschaft erwartet Sie am Findlingsring bei Breetze, einem Bleckeder Ortsteil. Die Findlinge veranschaulichen die eiszeitliche Entstehungsgeschichte des Elbe-Urstromtals. Der Findlingsring ist frei zugänglich, Parkplätze stehen zur Verfügung; prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor Ihrem Besuch.
Wege und Aktivitäten in der Region
Im übergeordneten Reiseziel Lüneburg bietet der Lopausee mit Lopaupark in Amelinghausen einen 2,2 Kilometer langen Rundweg für Spaziergänge, Joggen und Nordic Walking. Der Königinnen-Weg ist mit elf Kilometern eine längere Rundwanderung rund um den Heideort Amelinghausen. Der Lopausee-Rundweg ist mit 2,2 Kilometern deutlich kürzer als der elf Kilometer lange Königinnen-Weg.
Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Lüneburg setzen andere Schwerpunkte: Im Kletterwald Scharnebeck reicht das Klettern zwischen Plattformen von drei bis vier Metern Höhe bis auf 15 Meter; der Seilrutschenparcours ist 435 Meter lang. Das Biosphaerium Elbtalaue in Bleckede verbindet eine Aquarienlandschaft und lebende Biber mit mehr als 1.000 m² moderner Ausstellungsfläche. In Scharnebeck steht das Schiffshebewerk Lüneburg, das als größtes Schiffshebewerk seiner Art in Deutschland gilt.
Lüneburg und Amelinghausen planen
Stadt- und Rathausführungen in Lüneburg zeigen Giebel- und Backsteinhäuser, alte Gassen und das Wasserviertel. Eine andere Perspektive bietet der Wasserturm Lüneburg: Seine Aussichtsplattform liegt auf 56 Metern Höhe und eröffnet den Blick über Lüneburg und die Umgebung. Im Turm finden anspruchsvolle Konzerte jeden ersten Sonntag im Monat und bei jedem Vollmond um 20 Uhr statt. Prüfen Sie die Konzerttermine, bevor Sie Ihren Besuch planen.
Im übergeordneten Reiseziel Lüneburg findet das Heideblütenfest in der Samtgemeinde Amelinghausen jährlich im August statt. Zum Programm gehören die Krönung der Heidekönigin und ein großer Festumzug; Termine und Programm können variieren. Für Amelinghausen fährt der Bus 5700 Richtung Soltau vom Lüneburger Hauptbahnhof in etwa 35 Minuten zum ZOB. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Westergellersen, Adendorf, Betzendorf, Neetze, Heiligenthal, Soderstorf, Boitze, Hohnstorf (Elbe).
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