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Das Grafenschloss, die Museumsdruckerei und das Kulturzentrum Martinskirche zeigen drei unterschiedliche Seiten Hoyas: die Geschichte der Grafen, die Entwicklung des Buchdrucks und heutige Kulturveranstaltungen. Auch die Weser prägt die lokalen Themen – als frühere Schutzlandschaft des Schlosses und als Bezugspunkt für eine Radtour. So können Sie bei der Planung zwischen Geschichte, Kultur und Bewegung unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Schloss und Altstadtgeschichte

Das Grafenschloss zu Hoya entstand um 1213 als Stammburg der Grafen von Hoya in Form einer Wasserburg. Heute beherbergt es eine Ausstellung zur Geschichte der Grafen und des Schlosses. Das restaurierte Ensemble beherbergt außerdem die Tourist-Information; prüfen Sie vor der Anreise deren aktuelle Serviceangebote.

Das Heimatmuseum Grafschaft Hoya liegt in der Altstadt rechts der Weser, in der Nachbarschaft des Kulturzentrums Martinskirche. Damit stehen zwei unterschiedliche Themen nebeneinander: Im Schloss geht es um die Grafen und ihre Burg, im Heimatmuseum um die Geschichte der Grafschaft. Diese Unterscheidung hilft, die Ausstellungen nach dem eigenen Interesse einzuordnen.

Historische Druckkunst

Die Museumsdruckerei Hoya setzt einen anderen Akzent. Sie zeigt historische Druckerpressen und Zubehör rund um den Buchdruck und vermittelt einen Eindruck von dessen mehr als 500-jähriger Geschichte mit Bleisatz. An zwölf Arbeitsplätzen können Schülerinnen und Schüler selbst drucken. Wenn Sie diese Möglichkeit einplanen, klären Sie die Besuchsarrangements vorab. Im Vergleich zur Schlossausstellung steht hier stärker die Technik des Druckens im Mittelpunkt.

Martinskirche: Kultur mit begrenztem Zutritt

Das Kulturzentrum Martinskirche, Hoyas Wahrzeichen, liegt auf einem ehemaligen Weserwerder. Die Hauptteile der heutigen Kirche stammen jedoch aus dem Jahr 1750. Heute wird die Martinskirche für Konzerte und Lesungen genutzt. Auch standesamtliche Trauungen mit bis zu 100 Gästen sind möglich; ein Umtrunk kann hinzukommen.

Der Zutritt zur Martinskirche ist nur im Rahmen von Veranstaltungen oder Gästeführungen möglich. Da sich das Veranstaltungsprogramm ändern kann, prüfen Sie die Termine, wenn Sie einen Besuch im Inneren planen. Die Martinskirche verbindet so eine historische Baugeschichte mit einer heutigen kulturellen Nutzung, ohne dass der Zugang jederzeit offensteht.

Park, Wochenmarkt und Weser-Radweg

Am östlichen Ortsausgang von Hoya liegt der 33.000 Quadratmeter große Bürgerpark. Er wurde mit exotischen Bäumen im Stil eines englischen Landschaftsparks gestaltet. Im Park befindet sich außerdem der Rest eines Weser-Altarmes, der früher eine natürliche Schutzfunktion für das Schloss der Grafen von Hoya und den alten Stadtkern hatte. Der Altarm stellt damit einen Bezug zwischen Landschaft und Stadtgeschichte her.

In der Altstadt findet wöchentlich ein Wochenmarkt mit regionalen Produkten statt. Wenn der Markt für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie den aktuellen Termin. Für eine Radtour verläuft die rund 50 Kilometer lange Rundtour Hoya–Verden entlang des Weser-Radwegs. Park und Markt stehen für andere Schwerpunkte als die Strecke zwischen den beiden Orten; prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Routenbedingungen.

Orientierung für den Aufenthalt

Südlich der Altstadt von Hoya liegen auf der linken Weserseite ein Wohnmobilstellplatz und ein Sportboothafen; beide sind zu Fuß erreichbar. Zusammen mit der Tourist-Information im restaurierten Schlossensemble bieten diese Angaben Orientierung zu unterschiedlichen Anlaufpunkten.

Weitere Reiseziele entdecken: Eystrup, Gandesbergen, Hämelhausen, Schweringen, Hassel, Hoyerhagen, Bücken, Hilgermissen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grafschaft Hoya.

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