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Wer Pennigsehl kulturell kennenlernen möchte, findet in der Lebuinkapelle einen konkreten lokalen Anknüpfungspunkt. Ihre Baugeschichte lässt sich mit einer weiteren Landschaft im näheren Umfeld und mit eigenen Kultur- und Ausflugsthemen im übergeordneten Reiseziel Nienburg ergänzen.

Die Lebuinkapelle: Baugeschichte in Pennigsehl

Die Lebuinkapelle in Pennigsehl wurde am 18. Juli 1965 von LSup. Johannes Schulze eingeweiht. Sie ist nach einem angelsächsischen Missionar des 8. Jahrhunderts benannt. Errichtet wurde die Kapelle 1963–65 nach einem Entwurf des Architekten Carl Christian Siebert aus Hannover. Die zeitliche Abfolge führt vom Bau über die Einweihung bis zur späteren baulichen Entwicklung: Der rechteckige Ziegelbau hat einen Anbau an der Nordseite und eine spätere Erweiterung im Nordosten. So stehen Namensgebung, Entstehungszeit und Bauform als unterschiedliche Aspekte derselben lokalen Geschichte nebeneinander.

Landschaft im näheren Umfeld

Die Mainscher Heide ist eine besondere Landschaft am Sudholzer Weg in Liebenau und liegt im näheren Umfeld des Reiseziels. Damit kommt zum kulturhistorischen Thema der Kapelle ein eigener Landschaftsbezug hinzu. Die Ortsangabe Liebenau hilft, diesen Bezug geografisch einzuordnen, ohne die Heide Pennigsehl zuzuschreiben.

Kultur und Ausflüge im übergeordneten Reiseziel Nienburg

Im übergeordneten Reiseziel Nienburg zeigt das Museum Nienburg in drei historischen Gebäuden die Entwicklung des Mittelweserraums von der Anwesenheit der ersten Menschen bis zur Gegenwart. Hauptgebäude des Museums ist der Fresenhof, ein Burgmannshof aus dem 16. Jahrhundert. Zum Museum gehören außerdem das Spargelmuseum, der Biedermeiergarten und ein Lapidarium; die klassizistische Villa gibt vertiefende Einblicke in das 19. Jahrhundert. Die Themen reichen damit von früher Besiedlung bis zu späteren historischen Epochen.

Auch die Altstadt von Nienburg verbindet verschiedene Bauformen: Fachwerkfassaden, Weserrenaissance-Fassaden und Ziegelmauerwerk prägen ihr Bild. Sie gehört zu einer historischen Stadt mit 1.000-jähriger Geschichte. Wer sich für Bau- und Kulturgeschichte interessiert, findet im übergeordneten Reiseziel weitere unterschiedliche Schwerpunkte: Das Kloster Schinna liegt im Ortsteil Schinna der Gemeinde Stolzenau und ist ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung. Das Kloster Loccum ist ein 1163 erbautes Ordenshaus. In Bücken besitzt die Stiftskirche St. Maternian et St. Nicolai Kunstschätze, darunter ein Triumphkreuz aus dem Jahr 1230 und reich bebilderte Glasfenster aus dem 13. Jahrhundert.

Einen anderen Zugang zur Vergangenheit bietet der Dinosaurier-Park Münchehagen in Rehburg-Loccum. Dort sind mehr als 300 Dinosaurier-Trittsiegel zu sehen, die von einer Zeit vor etwa 140 Millionen Jahren zeugen. Insbesondere für kleine Kinder gibt es Mitmach-Aktivitäten, darunter die Ausgrabung eines 25 Meter langen Skeletts. Die Trittsiegel und das Mitmach-Angebot setzen unterschiedliche Akzente: hier Spuren aus ferner Erdgeschichte, dort eine praktische Aktivität.

Für eine Tour auf dem Rad ist eine 23,6 Kilometer lange Rundtour auf dem Weser-Radweg zwischen Landesbergen und Stolzenau beschrieben. Prüfen Sie vor der Fahrt die Routenbedingungen. Auf dem Wasser bietet die Flotte Mittelweser Rund-, Erlebnis- und Charterfahrten auf Weser und Aller an, mit Abfahrten ab Nienburg oder Verden. Wenn eine Fahrt Teil Ihrer Planung werden soll, lohnt sich ein Blick auf den Fahrplan des Anbieters.

Weitere Reiseziele entdecken: Liebenau, Rehburg-Loccum, Brokeloh, Nienburg, Marklohe, Mittelweser, Bad Rehburg, Grafschaft Hoya

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