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Der Giebichenstein ist neben dem Findling in Tonnenheide in Nordrhein-Westfalen der größte Findling in Norddeutschland. Zusammen mit Waldwegen, Grabhügeln und einer historischen Mühle gibt er Stöckse ein klares Profil für die Planung eines Aufenthalts: Landschaft und Kultur lassen sich hier als unterschiedliche Interessen an einem Reiseziel betrachten.

Giebichenstein und Umgebung

Der Findling wiegt schätzungsweise 330 Tonnen. Er ist 7,5 Meter lang, 4,5 Meter breit und 3,7 Meter hoch; ein Meter davon liegt unter der Erde. Die Angaben machen den Maßstab des Steins anschaulich und erklären, warum er im Mittelpunkt des Ortsbildes steht. In seiner Sichtweite liegt ein freigelegter Steinkranz ohne Decksteine. So treffen an diesem Bezugspunkt ein besonders großer Findling und eine weitere markante Steinsetzung aufeinander.

In der Nähe des Giebichensteins befindet sich auch der Stöckser See, ein durch Ausbaggern angelegtes Gewässer. Das Waldgebiet Krähe erstreckt sich beidseits der Kreisstraße 3 und umfasst Wald, Moor und Heide. Diese verschiedenen Landschaftselemente geben dem Umfeld eigene Akzente: Der See ist ein Gewässer, während die Krähe ein größeres Gebiet mit mehreren Landschaftsformen bezeichnet.

Wege zu Fuß und mit dem Rad

Für eine kurze Runde gibt es im näheren Umfeld einen etwa einen Kilometer langen Rundweg durch den Wald, der an verschiedenen Grabhügeln vorbeiführt. Die ungefähre Länge hilft bei der Planung des Zeitumfangs, ohne eine Gehzeit vorzugeben. Wer längere oder andere Aktivitäten bevorzugt, findet im nahe gelegenen Waldgebiet Krähe beschilderte Wege, die sich zum Walken, Wandern und Radfahren eignen.

Auch die STEINreich-Tour durch die Gemeinde Stöckse lässt sich nach eigenem Zuschnitt angehen: Sie kann an jedem sehenswerten Punkt begonnen oder beendet sowie ganz oder teilweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Davon zu unterscheiden ist ein rund drei Kilometer langer Radweg, der 2022 vom Ortsausgang Stöckse durch das Waldgebiet Krähe bis zur gleichnamigen Siedlung gebaut wurde. Diese liegt auf halber Strecke nach Nienburg. Die Gemeinde-Tour bietet Wahlmöglichkeiten beim Start und Umfang; der Radweg ist durch seine Länge und die genannten Endpunkte beschrieben.

Mühle und Kultur im übergeordneten Reiseziel Nienburg

In Wenden, einem Ortsteil der Gemeinde, wurde die Ahrbecker Bockwindmühle 1870 errichtet. Sie ist als Kulturdenkmal anerkannt und verfügt über drei Mahlgänge: einen großen, einen kleinen und einen Graupengang. Das verbindet eine konkrete historische Datierung mit den technischen Bestandteilen der Mühle, ohne die Denkmaleigenschaft mit einer Aussage über heutige Besuche oder den Betrieb gleichzusetzen.

Im übergeordneten Reiseziel Nienburg eröffnen sich weitere Kulturthemen. Das Museum Nienburg zeigt in drei historischen Gebäuden die Entwicklung des Mittelweserraums von der Anwesenheit der ersten Menschen bis zur Gegenwart. Sein Hauptgebäude ist der Fresenhof, ein Burgmannshof aus dem 16. Jahrhundert. Zum Museum gehören außerdem das Spargelmuseum, der Biedermeiergarten und ein Lapidarium; die klassizistische Villa gibt vertiefende Einblicke in das 19. Jahrhundert. Auch das Stadtbild Nienburgs setzt eigene historische Akzente: In der Altstadt verbinden sich Fachwerkfassaden, Weserrenaissance-Fassaden und Ziegelmauerwerk, in einer Stadt mit 1.000-jähriger Geschichte.

Für eine andere Art des Ausflugs bietet die Flotte Mittelweser Rund-, Erlebnis- und Charterfahrten auf Weser und Aller an, mit Abfahrten ab Nienburg oder Verden. Eine weitere Möglichkeit ist die 23,6 Kilometer lange Rundtour auf dem Weser-Radweg zwischen Landesbergen und Stolzenau. Damit stehen zwei verschiedene Bewegungsformen mit klar benannten Ausgangspunkten beziehungsweise Endpunkten zur Wahl. Prüfen Sie vor einer Planung den Fahrplan des Anbieters und vor einer Radtour die aktuellen Routenbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Heemsen, Liebenau, Raddestorf, Brokeloh, Nienburg, Steimbke, Bad Rehburg, Rodewald.

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