Bei Melle-Gesmold teilt sich die Hase in zwei Arme: Einer fließt weiter in Richtung Ems und Nordsee, der andere – die Else – über die Weser zur Nordsee. An der Bifurkation treffen also nicht zwei Flüsse aufeinander; hier verzweigt sich ein Fluss in unterschiedliche Abflusswege. Das macht den Ort zu einem besonderen Ausgangspunkt, wenn Sie die Landschaft und die Wege des Wassers näher kennenlernen möchten.
Bifurkation: Radwege, Führungen und Natur
Radfahrer erreichen die Bifurkation direkt über den Else-Werre-Radweg oder die Hase-Ems-Tour. Am Umweltbildungsstandort können historische Führungen, Naturführungen und Keschertouren gebucht werden. Welche dieser Angebote Sie interessiert, hängt davon ab, ob Sie den Ort geschichtlich, mit Blick auf die Natur oder beim Keschern erkunden möchten. Prüfen Sie die Verfügbarkeit der jeweiligen Aktivität vor Ihrer Reise.
Das Grüne Klassenzimmer lädt Schulklassen zum Lernen im Freien direkt in der Natur ein. Kinder können in Hase und Else keschern und Bachflohkrebse unter der Lupe untersuchen. Einmal im Jahr findet an der Bifurkation außerdem der Bifurkationstag mit Aktionen, Führungen, Musik und regionalen Angeboten statt. Wenn Sie diesen Termin einplanen möchten, prüfen Sie das Datum des jeweiligen Jahresprogramms.
Planetenweg und Aussichtsturm
Der Meller Planetenweg zeigt die Sonne und die Planeten sowie die Abstände ihrer Bahnen im Maßstab 1:1 Milliarde. Sein Startpunkt „Sonne“ liegt an der ehemaligen Jugendherberge im Grönenbergpark; der Weg endet an der Sternwarte des Naturwissenschaftlichen Vereins auf dem Oldendorfer Berg. So verbindet die Route die Darstellung astronomischer Größenverhältnisse mit einer klaren Orientierung zwischen Start- und Zielpunkt.
Einen anderen Blick auf die Umgebung bietet die Diedrichsburg: Ihr 26 Meter hoher, mit Zinnen bekrönter Turm verfügt über eine Aussichtsplattform. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis nach Osnabrück. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Zugangsbedingungen.
Museum, Handwerk und Mühlengeschichte
Im Grönegau-Museum Melle werden in einem hierher versetzten historischen Fachwerkensemble frühere ländliche Lebens- und Arbeitswelten präsentiert. Zum Ensemble gehören ein Backhaus, ein Kotten, ein Kornspeicher und eine Remise. Dazu kommen eine Bokemühle zur Flachsverarbeitung sowie vollständig eingerichtete Schuhmacher-, Tischler- und Schmiedewerkstätten. Die verschiedenen Bereiche führen vom ländlichen Alltag bis zu einzelnen handwerklichen Tätigkeiten und ihren Arbeitsräumen.
Auch die Westhoyeler Wallholländerwindmühle vermittelt einen konkreten Bezug zur regionalen Mühlengeschichte: Der Bauern Mölk ließ sie 1870 erbauen. Nach Absprache finden dort von April bis September an jedem vierten Sonntag im Monat Mahl- und Backtage statt. Zum Programm gehören Mahldemonstrationen, Mühlenführungen und das Backen im traditionellen Backhaus. Dabei wird der Weg vom Korn zum Brot anschaulich dargestellt; im Backhaus werden Brot und Kuchen gebacken. Stimmen Sie einen Besuch ab und prüfen Sie vorab das aktuelle Jahresprogramm.
Die Angebote in Melle setzen unterschiedliche Schwerpunkte: An der Bifurkation stehen Flussläufe und Natur im Mittelpunkt, der Planetenweg widmet sich Sonne, Planeten und ihren Bahnabständen, während Museum und Mühle ländliche Lebens- und Arbeitswelten erschließen. So können Sie Ihre Auswahl danach treffen, welches Thema Sie auf Ihrer Reise besonders interessiert.
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