In Brand lassen sich Ortsgeschichte und Kultur an sehr unterschiedlichen Themen entdecken: am Brander Dom, am Brander Stier und auf der Bühne von Theater Brand. Ein Viadukt an einer Fernradroute setzt einen anderen Akzent. So können Sie vor der Reise entscheiden, ob Kirchenkunst, Ortsgeschichte, Theater oder Radfahren Ihren Schwerpunkt bilden soll.
Kirchenkunst und Baugeschichte
Die St.-Donatus-Pfarrkirche, lokal als „Brander Dom“ bekannt, wurde 1880 bis 1883 wiederaufgebaut. Sie ist eine 55 Meter hohe, dreischiffige Hallenkirche. Zu den Kirchenschätzen gehören ein Wendelinusreliquiar von 1897 und farbige Chorfenster aus den Jahren 1952 und 1954. Die Datierungen geben dem Besuch unterschiedliche Anhaltspunkte: Wiederaufbau, Reliquiar und Fenster stehen für verschiedene Abschnitte der Bau- und Ausstattungsgeschichte. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet hier sowohl den Kirchenraum als auch konkrete Ausstattungsstücke.
Theater und Ortszeichen
Theater Brand ist ein Gemeinschaftstheater mit eigener Spielstätte. Das wechselnde Repertoire umfasst Komödien, Kabarett, Kriminalstücke, Musicals, Improvisation und Performance. Regelmäßig gibt es außerdem Kinder- und Jugendtheatergruppen. Damit bietet das Theater einen anderen Zugang zu Kultur als die historischen Kirchen und Ausstattungsstücke: Hier stehen verschiedene Bühnenformen im Mittelpunkt. Wenn Sie einen Theaterbesuch einplanen möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine, denn das Programm verändert sich.
Auf dem Marktplatz von Brand steht der Brander Stier, eine 1976 aufgestellte Bronzeskulptur. Als lokales Symbol drückt er Brands bürgerschaftliche Identität aus. Das Werk verbindet einen konkreten Ort im öffentlichen Raum mit einer jüngeren Jahreszahl der Ortsgeschichte. So lässt sich die Skulptur anders einordnen als die ältere Kirchenarchitektur oder die Theaterproduktionen.
Kapelle und Vennbahnviadukt
In Niederforstbach steht eine Kapelle. Sie steht an der alten Pilgerroute nach Kornelimünster und wird von Anwohnern gepflegt.
Das Vennbahn-Brückenviadukt im Rollefbachtal stammt aus dem Jahr 1884. Eine Fernradroute auf der ehemaligen Bahnlinie zwischen Aachen und Luxemburg führt über das Bauwerk; von dort gibt es Ausblicke über das Tal. Bei diesem Thema treffen frühere Bahntrasse, heutige Radroute und ein historisches Viadukt zusammen. Es unterscheidet sich damit von den ortsbezogenen Kulturthemen rund um Kirche, Theater und Skulptur.
Aachen als übergeordnetes Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Aachen kommen weitere historische und kulturelle Themen hinzu. Im Aachener Dom wurde Karl der Große im Jahr 814 bestattet; bis 1531 war der Dom im Mittelalter Krönungsort deutscher Kaiser. Die Domschatzkammer präsentiert mehr als zwölf Jahrhunderte sakraler Kunst, die den Dom seit der Zeit Karls des Großen geprägt hat. Das Couven Museum macht den Alltag des Aachener Großbürgertums vom Rokoko bis zum Biedermeier sichtbar. Im Ludwig Forum wird internationale zeitgenössische Kunst in einem ehemaligen Schirmfabrikgebäude gezeigt, und die Carolus Thermen verbinden moderne Architektur mit Aachens jahrhundertealter Badekultur.
Für die Orientierung in Aachen: Der Dom liegt mitten in der Altstadt und ist vom Hauptbahnhof etwa 15 Gehminuten entfernt. Auch der Elisenbrunnen liegt inmitten der Altstadt und ist zu Fuß sowie mit dem Bus gut erreichbar. Prüfen Sie vor einer Fahrt mit dem Bus die aktuellen Verbindungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Vetschau, Kornelimünster.
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