Für eine Reise nach Würselen bieten sich verschiedene Schwerpunkte an: die Geschichte der Burg Wilhelmstein, das lange gepflegte Brauchtum der Jungenspiele und Ausflüge ins Grüne. Diese Themen setzen unterschiedliche Akzente – von einem jährlich wiederkehrenden Festtermin über ein sommerliches Kulturprogramm bis zu Routen im Stadtwald. So lässt sich der Aufenthalt daran ausrichten, was Sie vor Ort besonders interessiert.
Burg Wilhelmstein: Geschichte und Sommerprogramm
In Bardenberg ließ Graf Wilhelm V. im 14. Jahrhundert Burg Wilhelmstein hoch über dem Wurmtal auf den Ruinen einer Vorgängeranlage errichten, die der Kölner Erzbischof bereits 1216 erbaut hatte. Der Standort lag an der ehemaligen Grenze zwischen dem Herzogtum Jülich und dem Aachener Reich. Die Freilichtbühne der Burg bietet alljährlich in den Sommermonaten ein Kulturprogramm mit Konzerten, Musicals, Comedy, Kabarett und Open-Air-Kino. Einzelne Aufführungen wechseln; wenn Sie ein bestimmtes Genre interessiert, prüfen Sie am besten die Veranstaltungstermine für Ihren Besuch. Zur Burg gehört außerdem eine Minigolfanlage.
Jungenspiele und Würselener Wahrzeichen
Das Brauchtum der Jungenspiele wird in Würselen seit mindestens 1620 gepflegt. Jährlich drei Wochen nach Pfingsten erreichen die Jungenspiele mit der großen Kirmes ihren Höhepunkt. Dabei ziehen sie durch die Straßen; zuvor findet vor der Pfarrkirche St. Sebastian ein akrobatisches Fahnenschwenken statt. Die Kirche wurde vor 870 n. Chr. gegründet, gilt als bekanntestes Wahrzeichen Würselens und wird von den Würselenern liebevoll „Dom“ genannt. Wer den Aufenthalt auf die Jungenspiele abstimmen möchte, kann die Zeitangabe als Orientierung nutzen und die konkreten Veranstaltungstermine prüfen.
Ein dauerhaftes Motiv dieses Brauchtums ist der Jungenspielbrunnen nahe dem Würselener Rathaus. Der 1991 aufgestellte Brunnen zeigt Motive der Jungenspiele und wurde vom Aachener Künstler Bonifatius Stirnberg geschaffen. Er ist ein Anziehungs- und Treffpunkt für Jung und Alt. Auch das Kulturzentrum Altes Rathaus verbindet lokale Kultur mit einem historischen Gebäude: Es ist denkmalgeschützt und beherbergt im Erdgeschoss die öffentliche Stadtbibliothek. Im Obergeschoss liegen fünf multifunktionale Räume, ein Ausstellungsbereich und ein Veranstaltungssaal mit 200 Sitzplätzen.
Wurmtal und Wege im Grünen
Stadtgarten, Stadtwald und Wurmtal bilden grüne Erholungsräume in Würselen, die sich zum Wandern, Radfahren und Reiten eignen. Für einen Aufenthalt im Stadtwald gibt es vier ausgeschilderte Routen von 1,5 bis 5 Kilometern Länge. Sie beginnen an Parkplätzen und eignen sich zum Wandern, Joggen oder Naturgenießen. Die unterschiedlichen Längen geben eine konkrete Orientierung bei der Auswahl; prüfen Sie die Routendetails vor dem Ausflug noch einmal.
Das Naturschutzgebiet Wurmtal eignet sich ebenfalls für Freizeit zu Fuß, mit dem Rad oder zu Pferd. Das Wurmtal und das Broichbachtal erstrecken sich über die Stadtgebiete von Würselen, Herzogenrath und Alsdorf. Für Spaziergänge und Ausflüge gibt es dort ein gut ausgeschildertes, barrierefreies Knotenpunktsystem; jede Wegkreuzung ist nummeriert. Auch für längere Radtouren ist Würselen angebunden: Die Stadt ist Teil des überregionalen Radroutennetzes, und die Vernetzung in der StädteRegion Aachen ermöglicht Touren über die Stadtgrenzen hinaus.
Sauna, Freizeit und saisonale Küche
Das AQUANA bietet eine Indoor- und Outdoor-Saunalandschaft. Im Außenbereich gehören ein Saunagarten mit Teich und Liegeterrassen dazu. Als Attraktion für jüngere Gäste gibt es außerdem ein Piratenschiff. Damit umfasst das Angebot sowohl Sauna-Bereiche als auch eine eigene Attraktion für ein jüngeres Publikum.
Zur kulinarischen Auswahl in Würselen zählt das Restaurant Burg Wilhelmstein. Dort wird saisonal abgestimmte Küche mit regionalen Spezialitäten angeboten, darunter Salate, Fleisch- und Fischgerichte sowie vegetarische Kompositionen. Wenn Sie Ihren Besuch mit einer Vorstellung oder einem saisonalen Gericht verbinden möchten, prüfen Sie die jeweiligen Termine und Angebote vorab.
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