Eine ausgeschilderte Runde beginnt und endet im Ortszentrum, die Hasselbachrunde startet und endet am Parkplatz Solchbachtal, während die Bachtäler-Höhenroute mit einer Etappe nach Simonskall beginnt. Zweifall bietet damit unterschiedliche Wanderformen. Für Ihre Planung ist vor allem wichtig, ob Sie eine Runde oder eine Strecke mit anderem Etappenziel wählen.
Wanderungen mit unterschiedlichen Profilen
Der ausgeschilderte Rundwanderweg der IG Unser Dorf Zweifall ist 15,5 km lang. Er beginnt und endet im Ortszentrum; kürzere Teilstücke sind ab 3 km möglich. Der Auf- und Abstieg betragen jeweils 255 Höhenmeter, und die Strecke verläuft überwiegend auf breiten Forstwegen. So können Sie zwischen einem Teilstück und der vollständigen Ortsrunde wählen.
Die Hasselbachrunde ist als mittelschwer eingestuft und 13,1 km lang. Ihr Start- und Zielpunkt ist der Parkplatz Solchbachtal in 52222 Stolberg-Zweifall. Eine andere Wahl ist die Bachtäler-Höhenroute: Sie beginnt in Zweifall, und ihre erste Etappe führt über 15,5 km nach Simonskall. Zunächst verläuft sie am Hasselbach und am Gieschetbach entlang. Obwohl Ortsrunde und Etappe gleich lang sind, unterscheiden sie sich darin, wo sie beginnen und wohin sie führen.
Startpunkte und Orientierung
Der Rundwanderweg der IG Unser Dorf Zweifall beginnt am Alten Schulhof gegenüber der katholischen Kirche, Döllscheidter Straße 2. Zeitlich uneingeschränkte Parkplätze befinden sich am Ortseingang von Zweifall aus Richtung Vicht. Die ÖPNV-Haltestelle heißt Zweifall Kirche. Wenn Sie einen Startpunkt auswählen, können Sie diese Angaben der Ortsrunde den jeweils eigenen Startpunkten der Hasselbachrunde und der Bachtäler-Höhenroute gegenüberstellen.
Wasser und Holz als Teil der Ortsgeschichte
Zweifall entstand aufgrund seiner günstigen Lage am Zusammenfluss von Vicht und Hasselbach. Wasser spielte auch für die Arbeit im Tal eine Rolle: Die ersten Sägewerke wurden zunächst mit Wasserkraft, später mit Dampf und Strom angetrieben. Am Klapperweg zeugen Mühlgräben, Weiher und alte Wehre entlang der Vicht davon, wie Wasser zur Grundlage für Handwerk und frühe Betriebe wurde sowie gezähmt, geteilt und geleitet wurde.
Rund um Zweifall entstanden ab dem 16. Jahrhundert zahlreiche Meilerplätze. Als sichtbare Spuren sind dunkle, runde Vertiefungen im Waldboden erhalten. Am Rand des Ortes liegen außerdem die Spuren des ehemaligen Junkershammers, einer Hammerschmiede aus dem 17. Jahrhundert, die mit der Kraft der Vicht betrieben wurde. Auch die gut erhaltenen Reitwerke gehören zur örtlichen Handwerksgeschichte; besichtigt werden können sie bei einer geführten Wanderung.
Kirche, Sägewerk und Wald
Die evangelische Kirche in Zweifall wurde 1683/84 erbaut und zählt zu den ältesten originären lutherischen Gotteshäusern der Region. Am Schlussstein des Torbogens über dem Portal steht die Inschrift „Gottes Wort bleibt ewig“. Das macht die Kirche auch durch ein konkretes Baudetail interessant: Der Satz ist nicht nur eine Widmung, sondern Teil des Portalbereichs.
Im Museumssägewerk Zweifall stammt das Sägegatter aus dem Jahr 1934; gebaut wurde es in Aue in Sachsen. Zur Ausstellung gehören historische Werkzeuge für die Holzernte sowie Geräte zum Vermessen und Kennzeichnen von Holz. Bilder zeigen die Entwicklung des Holztransports vom Pferdeeinsatz bis zum Lkw. Eine Medienstation bündelt acht Kurzfilme, unter anderem zu Sägegattertechnik, Waldarbeit früher und heute, Waldfunktionen und Köhlerei.
Zum weiteren Ortsbild gehören ein Waldlehrpfad und eine 34 m lange Bank, die als längste Bank der Welt beschrieben wird. Sie wurde aus einem einzigen Stamm einer Douglasie gefertigt. Wer sich für die Verbindung von Wald, Holzarbeit und regionaler Geschichte interessiert, findet in Zweifall damit verschiedene Themen neben den Wanderrouten.
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