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Industriegeschichte in der Jahrhunderthalle, ein Anschauungsbergwerk in 20 Metern Tiefe und weitläufige Parkanlagen: Bochum bietet sehr unterschiedliche Anlässe für einen Aufenthalt. Bei der Planung hilft es, zuerst den eigenen Schwerpunkt zu setzen – etwa Führungen, Ausstellungen und Shows oder Zeit im Grünen.

Industriegeschichte in Jahrhunderthalle und Bergbau-Museum

Das Besucherinformationszentrum im Pumpenhaus der Jahrhunderthalle Bochum bietet Informationen über die Halle und die umliegende Kulturlandschaft. Führungen führen durch die Hallen, die Unterwelten und den Westpark. Dabei werden Besuchenden auch Teile früherer Versorgungsschächte unterhalb der ehemaligen Gaskraftzentrale des Bochumer Vereins gezeigt. Sie geben Einblick in die Geschichte des Bochumer Vereins und die damaligen Betriebsabläufe.

Der Westpark ist ein Landschaftspark auf der ehemaligen Industriebrache des Bochumer Vereins rund um die Jahrhunderthalle. Er wird als Freizeit- und Veranstaltungsfläche genutzt. Damit treffen hier die Geschichte des Industriestandorts und eine heutige Nutzung als Park aufeinander. Wer sich für historische Fahrgeschäfte interessiert, findet in der Jahrhunderthalle außerdem den Historischen Jahrmarkt: Er hat sich zu einer festen Institution im Veranstaltungskalender entwickelt. Zu den Fahrgeschäften gehören eine Raupenbahn aus dem Jahr 1926 und ein historisches Riesenrad; das Angebot richtet sich an die ganze Familie. Prüfen Sie bei der Planung die aktuellen Veranstaltungstermine.

Im Deutschen Bergbau-Museum vermittelt ein nachgebildetes Anschauungsbergwerk in 20 Metern Tiefe einen Eindruck vom unterirdischen Streckennetz, das etwa 2,5 Kilometer umfasst. Ein Seilfahrtsimulator lässt die Einfahrt in einem Förderkorb nachempfinden. Von der Aussichtsplattform des Museums reicht der Blick über die Stadtgrenze Bochums hinaus. Diese Kombination aus unterirdischer Anschauung, Simulation und Aussicht gibt dem Museumsbesuch mehrere unterschiedliche Perspektiven auf den Bergbau.

Shows, Gärten und Aussichtspunkte

Das Zeiss Planetarium Bochum zeigt Astronomie- und Musikshows, Live-Konzerte und Hörspielaufführungen. Zum Programm gehören auch spezielle Shows für Kinder, Schulklassen oder Gruppen. Damit bietet sich neben den historischen Orten ein anderes Format für den Aufenthalt; welche Vorstellung passt, richtet sich nach dem jeweiligen Interesse. Der Bismarckturm im Stadtpark Bochum setzt einen weiteren Akzent: Der 33 Meter hohe Turm wurde 1909 zu Ehren Otto von Bismarcks errichtet und 1910 eingeweiht. Seine Galerie dient als Aussichtsplattform; von dort reicht der Blick weit über das mittlere Ruhrgebiet.

Der Botanische Garten an der Ruhr-Universität Bochum umfasst mehr als 13 Hektar. Zu seinen Bereichen gehören ein Tropenhaus, eine geobotanische Abteilung und der in Zusammenarbeit mit der Universität Shanghai angelegte Chinesische Garten. Für die Anfahrt ist die U-Bahn-Linie U35 über die Haltestellen Lennershof oder Uni-Center eine Möglichkeit; von beiden Haltestellen sind es zu Fuß jeweils nur wenige Minuten. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor der Fahrt.

Parks und Wege für draußen

Die Bochumer Parkroute verbindet den Bochumer Stadtpark, den Schlosspark Weitmar, den Westpark und den Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum. Sie stellt damit mehrere unterschiedliche Grünräume in einen gemeinsamen Zusammenhang. Am Kemnader See gibt es Wander- und Fahrradwege sowie die asphaltierte Skate-Strecke Ruhr-Inline. Das Eisenbahnmuseum Bochum liegt direkt am Ufer der Ruhr und unmittelbar neben dem Ruhrtalradweg – ein konkreter Anknüpfungspunkt für alle, die ihren Aufenthalt auch mit dem Rad planen.

Wer mehrere Programmpunkte vorsieht, sollte außerdem Zeit für Wege, Mahlzeiten und Pausen einplanen, statt den Tag nur mit Besichtigungen zu füllen.

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