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Wittlaer ist ein Dorf am Rheinufer mit niederrheinisch-dörflicher Prägung. Landschaft, St. Remigius und die Geschichte der Wassergewinnung bieten unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt; hinzu kommen eine alljährliche Radtour und ein direkter Stadtbahnanschluss. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen Ortsbild, Kulturgeschichte und einem konkreten Fahrradausflug abwägen.

Rhein, Wiesen und Ortsbild

Der Rhein prägt Wittlaers Lage und gehört auch zum Blick, den einige Restaurants bieten: Sie verfügen über schöne Biergärten und bieten einen Blick auf den Fluss. An der Schwarzbachmündung zwischen Kaiserswerth und Wittlaer stehen auf den Wiesen rund 270, überwiegend ältere Kopfweiden. Dieses Landschaftsmerkmal ergänzt den Rheinufercharakter um einen konkreten Bezug zur Mündung.

Ein weiterer Naturbezug ist das Wasserschutzgebiet der Stadtwerke Duisburg in Wittlaer. Es ist weitestgehend naturbelassen und ein geschützter Rückzugsort für zahlreiche Tierarten. Zusammen zeigen die Wiesen an der Mündung und das Wasserschutzgebiet unterschiedliche Aspekte der Landschaft in Wittlaer.

Eine Pilgerroute und eine Radtour

Düsseldorf-Wittlaer ist Station 4 auf Etappe 4, Variante C, des Jakobspilgerwegs von Dortmund nach Aachen. Diese Etappe verläuft von Duisburg nach Kaiserswerth. Die Angabe ordnet Wittlaer in eine benannte Pilgerroute ein, die über den Ort hinausreicht.

Die alljährliche Radtour des Heimatvereins „Wir für Wittlaer“ ist dagegen ein wiederkehrender Ausflug mit Wittlaer als Start- und Zielort. Sie beginnt an der S-Bahn-Haltestelle in Wittlaer und führt über zwölf Kilometer durch Wittlaer und die Umgebung, über attraktive, verkehrsarme Wege. Anschließend verläuft die Strecke am Rhein entlang über Kaiserswerth zurück nach Wittlaer. Für Ihre Planung sind das ein anderer Routenrahmen und ein konkreter örtlicher Verlauf. Genaue Termine und die Route sollten Sie beim Heimatverein prüfen.

St. Remigius und die Wassergewinnung

St. Remigius ist eine kleine Flachbaubasilika. Ihr Westturm stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; das eingezogene Chorgeviert mit halbrunder Apsis entstand im frühen 13. Jahrhundert. Die unterschiedlichen Datierungen geben zwei eigene Anhaltspunkte zur Baugeschichte. In der Kirche befinden sich außerdem Werke von Ewald Mataré aus den 1920er- und 1930er-Jahren: darunter eine Kreuzigungsgruppe, ein Altarkreuz und ein Tabernakel. Damit treffen in St. Remigius mittelalterliche Bauteile und Kunst aus dem 20. Jahrhundert aufeinander.

Das historische Wasserwerk am Wasserwerksweg 60 in 40489 Düsseldorf-Wittlaer ist ein 1910 im Stil der rheinischen Industriekultur entstandener Gebäudekomplex. Dampfkolbenpumpen und Wassergewinnungsanlagen sind dort noch im Original erhalten. Öffentlicher Zugang ist an Veranstaltungen gebunden; prüfen Sie daher vor einem Besuch, ob ein entsprechender Zugang vorgesehen ist.

Im Wasserwerk 3 Wittlaer wird Besucherinnen und Besuchern die historische und heutige Wassergewinnung nähergebracht. Eine Führung beginnt mit einem Vortrag und einem kurzen Film. Beim anschließenden Rundgang wird der Weg vom Brunnen bis zum Filter gezeigt und erklärt. Gruppenarrangements können variieren; stimmen Sie die Einzelheiten vorab ab, wenn Sie Ihre Reise danach planen.

Wittlaer als Übernachtungsort abwägen

Wenn Sie Wittlaer als möglichen Übernachtungsort abwägen, können die örtlichen Themen den Ausschlag geben: Rheinlandschaft, Bau- und Technikgeschichte oder eine der benannten Routen. Der direkte Stadtbahnanschluss ist ein zusätzlicher Anhaltspunkt für die Anreise; prüfen Sie die passende Verbindung für Ihren Reisetag. So lässt sich die Ortswahl an Ihrem Programm und der konkreten Anreiseplanung ausrichten.

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