Dollendorf liegt in der Kalkeifel. Der Dollendorfer Kreuzweg führt vom nördlichen Dorfrand nach Schloßthal; zwei benannte Wanderungen ergänzen das Angebot um längere Strecken mit ungefähren Gehzeiten. Dazu kommen historische Bauwerke und eine Kapelle mit einer besonderen Fastentradition. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Wandern und Ortsgeschichte gestalten.
Kreuzweg, Dorfkern und Burgruine
Der Dollendorfer Kreuzweg beginnt an der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist und umfasst neun Fußfälle. Er verläuft vom Nordrand Dollendorfs nach Schloßthal. Als eingetragenes Baudenkmal ist er in der Liste der Baudenkmäler in Blankenheim unter Nr. 77 mit dem Datum 15.07.1988 verzeichnet. Zugleich gilt er als wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereichs Dollendorf, Ahrhütte. Wegverlauf, Ausgangspunkt und Denkmaleinordnung machen ihn zu einem zentralen kulturellen Ziel in Dollendorf.
Auch der Dorfkern bietet einen Blick auf die örtliche Baugeschichte: Dort stehen einige typische Winkelgehöfte aus dem 18. und 19. Jahrhundert, errichtet aus Bruchstein und Fachwerk. Häufig sind nur die giebelständigen Wohnstallhäuser erhalten. Die Burgruine Dollendorf ist vor Ort unter dem volkstümlichen Namen „Finger Gottes“ bekannt. Ihr teilweise erhaltener Turm war ursprünglich etwa 20 Meter hoch; außerdem sind die Grundrisse der Burg erhalten. Informationstafeln erläutern die früheren Besitzer und die historische Bedeutung der Anlage.
Kapelle und Wanderungen
Die Kapelle St. Antonius von Padua entstand im 18. Jahrhundert. Die Antonius-Feldkapelle liegt auf einer kleinen Anhöhe zwischen Dollendorf und Schloßthal und wurde 1701 von Maximilian Philipp, Graf zu Manderscheid und Blankenheim, erbaut. Mit ihr verbunden sind Fußprozessionen an den Dienstagen der Fastenzeit, bei denen eine Andacht zu Ehren des heiligen Antonius von Padua gefeiert wird.
Für Wanderungen stehen zwei Strecken mit unterschiedlichen Zeitbudgets zur Auswahl. Die Wanderung „Wacholderheide“ ist 10,3 Kilometer lang, dauert etwa drei Stunden und startet in Schloßthal, 53945 Blankenheim-Dollendorf. „Stille im Buchenwald“ umfasst insgesamt 16,2 Kilometer und dauert etwa viereinhalb Stunden. Startpunkt ist P1 an der Grundschule Antoniushof in 53945 Blankenheim-Dollendorf.
Der Vergleich hilft bei der Tagesplanung: „Stille im Buchenwald“ bedeutet eine längere Strecke und mehr Gehzeit als die Wanderung „Wacholderheide“. Beide Zeitangaben sind ungefähr. Prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Wegbedingungen, denn sie können sich ändern.
Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Blankenheim
Im übergeordneten Reiseziel Blankenheim liegen eigene Kultur- und Ausflugsziele. Die Grafenburg in Blankenheim wurde ursprünglich um 1115 als Höhenburg errichtet und im Lauf der Zeit von einer mittelalterlichen Wehranlage zu einem barocken Schloss umgebaut. Zu den Sehenswürdigkeiten in Blankenheim gehören außerdem das Eifelmuseum sowie das Hirten- und das Georgstor.
Für Wander- und Radrouten ist die Ahrquelle in Blankenheim ein gemeinsamer Orientierungspunkt: Dort beginnen der Ahr-Steig und der Ahr-Radweg; die siebte Etappe des Eifelsteigs führt an der Quelle vorbei. Die RadBus-Linie 899 „Oberes Ahrtal“ fährt zwischen Blankenheim und Ahrbrück. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise.
Eine weitere saisonale Möglichkeit in Blankenheim ist der Geisterzug. Er findet jährlich am Karnevalssamstag statt und startet um 19:11 Uhr an der Apotheke in der Ahrstraße. Wer als „Geist“ mitzieht, benötigt ein weißes Bettlaken und eine Pechfackel. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die konkreten Veranstaltungstermine und Arrangements.
Weitere Reiseziele entdecken: Ahrdorf, Freilingen, Ripsdorf, Reetz, Lommersdorf.
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