Werther (Westf.) lässt sich über verschiedene Wege und Kunstorte erschließen: Der Rundwanderweg verbindet die Innenstadt mit den Ortsteilen, der Böckstiegel-Pfad führt an einem Museum vorbei, und ein Skulpturenpfad verbindet zwei Punkte im Ort. Hinzu kommen buchbare Stadtführungen. Für die Planung ist vor allem interessant, welche dieser unterschiedlichen Perspektiven Ihren Aufenthalt prägen soll.
Wege zu Fuß und mit dem Rad
Der Rundwanderweg Werther, kurz RW, ist rund 31 Kilometer lang und verbindet die Innenstadt mit allen Ortsteilen von Werther. Die Länge macht ihn zu einer ausgedehnten Wanderoption, die Sie als eigenen Programmpunkt einplanen können. An der Arminiusquelle gibt es am Weg eine Raststelle für Genießer. Eine Duftstele lädt dort dazu ein, typische Waldaromen bewusst wahrzunehmen.
Der Radweg R13 bietet eine andere Streckenperspektive: Er ist rund 20 Kilometer lang und verläuft über Wertheraner Gebiet, darunter Rotingdorf, Rotenhagen, Häger und Arrode, sowie teilweise über Bielefelder Gebiet. Die beiden Strecken unterscheiden sich damit sowohl durch die angegebene Länge als auch durch die Art des Weges und die genannten Gebiete. Wer Wandern und Radfahren gegeneinander abwägt, kann diese konkreten Unterschiede für die Auswahl des Tagesprogramms nutzen.
Kunst und Erinnerung im Ort
Der 4,85 Kilometer lange Böckstiegel-Pfad führt am Museum Peter August Böckstiegel-Haus vorbei. Siebzehn leuchtend rote Stelen markieren Orte, die Peter August Böckstiegel wiederholt zu Bildern inspirierten und in seinem Werk auftauchen. Länge und Stationszahl geben der Route einen klaren Rahmen; zugleich verbindet sie die Orte mit dem Werk des Künstlers. Das Museum wurde am 7. April 2018 auf dem Gelände rund um sein ehemaliges Wohnhaus in Werther eröffnet. Wenn Sie einen Museumsbesuch einplanen, prüfen Sie die aktuellen Besuchsregelungen vorab.
Seit 2008 gehört es zu den Aufgaben der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, Leben und Wirken des Künstlers zu vermitteln, sein Werk zu erhalten und zu verbreiten sowie das Künstlerhaus in Werther der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Arbeit der Stiftung und der Pfad setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht das künstlerische Werk im Mittelpunkt, dort führen die markierten Orte zu wiederkehrenden Motiven in Böckstiegels Bildern.
Der stetig wachsende Skulpturenpfad führt vom Stadtpark bis zum HAUS WERTHER. Einen historischen Bezug dazu bildet das Kunstevent „Skulpturenpfad Werther 2003“: Damals waren Werke von Künstlern aus der Region vom Stadtpark entlang der Mühlenwiese bis zur Bürgerbegegnungsstätte HAUS WERTHER installiert. Eine andere Art des Blicks in die Vergangenheit bieten Stelen, die in Werther die Standorte ehemaliger Fotografen kennzeichnen. Sie ermöglichen eine Perspektive auf diese Orte aus dem Blickwinkel der Fotografen.
Auch Karamellbonbons gehören zum bekannten Bezug Werthers. Das ergänzt die Kunst- und Wegethemen um einen kulinarischen Ortsbezug, ohne den Schwerpunkt der Planung von den konkreten Routen und Sehenswürdigkeiten wegzunehmen.
Stadtführungen planen
In Werther können Sie eine Stadtführung bei einer der zehn ausgebildeten Stadtführerinnen und Stadtführer buchen. Gruppenwünsche können berücksichtigt werden; die Termine stimmen Sie direkt mit den Guides ab. Für gehörlose Menschen wird außerdem eine Stadtführung angeboten, bei der sich Sehenswürdigkeiten mithilfe eines von der Stadt bereitgestellten iPads mit Hintergrundinformationen besichtigen lassen, auch in einer Gruppe. Das iPad wird nach vorheriger Reservierung ausgeliehen. Stimmen Sie die Einzelheiten dafür vorab mit der Stadt ab.
Bei der Suche nach einer Unterkunft in Werther können Sie zunächst überlegen, ob die rund 31 Kilometer des RW, die Kunstwege oder eine Stadtführung Ihr Programm prägen sollen. So lässt sich der Aufenthalt an den Themen ausrichten, die Sie vor Ort entdecken möchten.
Weitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel:
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gütersloh.