In Hamm treffen industrielle Geschichte, markante Bauwerke und unterschiedliche Möglichkeiten für Kultur, Radfahren und Erholung aufeinander. Für die Reiseplanung können Sie deshalb zunächst den Schwerpunkt setzen: Eine benannte Radtour führt zu Sehenswürdigkeiten, während Museen, Tempel, Parks und das Maximare ganz eigene Themen bieten. So lässt sich die Suche nach einer Unterkunft an den Interessen für den Aufenthalt ausrichten, ohne aus den verschiedenen Angeboten eine einzige Route machen zu müssen.
Hamm mit dem Fahrrad und per Bahn erkunden
Die 32 Kilometer lange PANORAMA-ROUTE verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und zeigt unterschiedliche Facetten der Stadt. Sie beginnt an der Radstation des Hammer Bahnhofs und führt zum Maximilianpark und zum Glaselefanten. Die Beschilderung erkennen Sie am weißen Fernglas-Logo auf blauem Grund. Davon zu unterscheiden ist das größere Angebot von rund 170 Kilometern ausgeschilderter Radrouten, die durch Hamm führen und Natur, Kultur und Freizeitattraktionen verbinden. Die beiden Angaben beantworten verschiedene Planungsfragen: Die PANORAMA-ROUTE ist eine konkrete Tour, die rund 170 Kilometer beschreiben das Radroutennetz.
Auch der Bahnverkehr bietet Verbindungen zu Zielen in mehreren Richtungen. Vom ICE-Bahnhof Hamm bestehen Fernverkehrsverbindungen unter anderem nach Berlin, München, Frankfurt und Basel. Im Nahverkehr gibt es unter anderem Direktverbindungen nach Münster, Kassel, Köln und Düsseldorf; diese werden in den Hauptverkehrszeiten meist stündlich angeboten. Prüfen Sie für Ihren Reisetag den Fahrplan, besonders wenn Sie eine bestimmte Verbindung einplanen.
Glaselefant und Tierpark
Der Glaselefant im Maximilianpark macht die industrielle Vergangenheit des Ortes anschaulich: Die begehbare Plastik entstand 1984 aus der Kohlenwäsche der ehemaligen Zeche Maximilian. Eine Fahrt durch den gläsernen Rüssel führt auf 35 Meter Höhe. Von dort reicht der Panoramablick über das Parkgelände, Hamm und das grüne westfälische Umland. Der Glaselefant gilt als weltweit größtes Gebäude in Tiergestalt. Auch die Entstehung des Parks gehört zur Geschichte des Geländes: Der Maximilianpark wurde 1984 auf dem ehemaligen Zechengelände anlässlich der ersten Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens angelegt.
Im Tierpark Hamm leben rund 400 Tiere aus etwa 60 Arten. Sieben Gehege sind begehbar; dazu zählen Bereiche mit Bennett-Kängurus, Alpakas und Wellensittichen. Die Zusammensetzung der Gehege kann sich im Lauf der Zeit verändern. Damit lässt sich der Tierparkbesuch von einem Blick auf die Parkgeschichte oder die Aussicht vom Glaselefanten unterscheiden: Hier stehen Tierarten und begehbare Gehege im Mittelpunkt.
Museum, Tempel und Stadtgeschichte
Das Gustav-Lübcke-Museum präsentiert auf etwa 4.000 Quadratmetern rund 13.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte. Die große zeitliche Spannweite gibt dem Museumsbesuch einen anderen Fokus als die konkreten Bauwerke der Stadt. Im Zentrum von Hamm steht die evangelische Pauluskirche, ein historisches Wahrzeichen. Ihr älterer Teil blickt auf eine mehr als 700-jährige Vergangenheit zurück.
Ein weiteres markantes Bauwerk ist der Sri Kamadchi Ampal Tempel. Sein 700 Quadratmeter großer Innenraum umfasst sieben Schreine, die mit mythologischen Figuren und Ornamenten reich verziert sind. Das Gopuram im südindischen Stil ist 17 Meter hoch; der Tempel misst 27 mal 27 Meter und wird als Europas größter erbauter tamilischer Tempel bezeichnet. Seine zeitliche Einordnung reicht ebenfalls in die jüngere Stadtgeschichte: Der Tempel besteht seit 1989 in Hamm und befindet sich seit 1997 in Hamm-Uentrop. So stehen in Hamm historische Baugeschichte und ein Tempel mit eigener Architektur und Geschichte nebeneinander.
Wasser, Sauna und Erholung
Das Maximare bündelt verschiedene Wasserangebote: Dazu gehören ein überdachtes 50-Meter-Sportbecken, eine Aquawelt mit Wellen- und Erlebnisbecken, die 100 Meter lange Eventrutsche RIOMare, eine 95 Meter lange Reifenrutsche, ein Kleinkindbereich, ein Kalt-Warm-Becken und ein Whirlpool. Das Sauna Resort setzt einen anderen Schwerpunkt. Es umfasst sieben verschiedene Saunaarten im Innen- und Außenbereich sowie einen 3.500 Quadratmeter großen Saunagarten. Wer zwischen Schwimm- und Saunaangeboten abwägt, kann die Ausstattung der beiden Bereiche als unterschiedliche Optionen für den Aufenthalt betrachten.
Lippe, Landschaft und Schloss Oberwerries
Auch die Landschaft an der Lippe prägt das Angebot in Hamm. Der Erlebensraum Lippeaue umfasst etwa 195 Hektar und einen ungefähr fünf Kilometer langen, naturnah umgestalteten Flussabschnitt mit Feuchtwiesen, Auwäldern und Kleingewässern. Der Lippepark wiederum liegt am ehemaligen Schacht Franz. Sein 42 Hektar großes Gelände wurde zu einem barrierefreien Stadtpark mit besonderen Attraktionen ausgebaut. Die Teilbereiche des Lippeparks sind durch Brücken über die Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal verbunden.
Schloss Oberwerries liegt an der Lippe inmitten eines Landschaftsschutzgebiets und gilt als beliebtes Ausflugsziel. Das Herrenhaus wurde zwischen 1685 und 1692 errichtet. Damit ergänzt das Schloss die Landschaftsperspektive um ein konkretes historisches Bauwerk; die Lippeaue und der Lippepark stehen dagegen für unterschiedliche Formen gestalteter beziehungsweise naturnah umgestalteter Freiräume.
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