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Für die Wahl eines Reiseziels bietet Tüddern zwei klar unterscheidbare Themen: die Bau- und Kunstgeschichte der St.-Gertrudis-Kirche und die Feuchtwald-Lebensräume des Tüdderner Fenns. Dazu kommt ein Routenbezug über die Grünroute. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann die Ortswahl an den eigenen Interessen ausrichten – an Kirchenkunst, Naturschutz oder einer längeren Etappe.

St.-Gertrudis-Kirche: Kunst und mehrere Bauphasen

Die St.-Gertrudis-Kirche birgt eine Holzskulptur der Anna Selbdritt von Jan van Stevenswert aus dem Jahr 1513. Das Werk gibt der örtlichen Kirchenkunst einen konkreten historischen Bezugspunkt. Auch die Baugeschichte lässt sich anhand mehrerer Zeitangaben betrachten: Um 1500 wurde an die Saalkirche St. Gertrud ein polygonaler Chor angebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Chor abgerissen; an seiner Stelle entstand 1937/38 eine dreischiffige Anlage.

Die Skulptur von 1513 liegt zeitlich nach dem Choranbau um 1500 und vor dem späteren Abriss des Chors. Damit stehen Kunstwerk und Baugeschichte für verschiedene Etappen, statt die Kirche auf ein einzelnes Baudatum zu reduzieren. Für Kulturinteressierte entsteht so ein konkreter Schwerpunkt rund um ein benanntes Werk, seinen Künstler und die Veränderungen am Kirchenbau.

Tüdderner Fenn: Wald und Feuchtlebensräume

Das Tüdderner Fenn ist ein bestehendes Naturschutzgebiet und eine zusammenhängende Waldfläche zwischen Tüddern und Süsterseel. Es liegt auf einem Bruch- und Auenstandort. Noch gut ausgebildete Reste des Erlen-Bruchwaldes prägen das Gebiet; es ist ein wertvoller Standort und Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen und Tiere der Nass- und Feuchtwälder.

Damit setzt das Fenn einen anderen thematischen Akzent als die Kirche: Im Mittelpunkt stehen hier die Waldfläche, ihr feuchter Standort und ihre Bedeutung als Lebensraum. Wer Kulturgeschichte und Naturthemen gegeneinander abwägt, findet in Tüddern also zwei unterschiedliche Ansätze für die Reiseplanung, ohne sie zu einem einzigen Besichtigungsprogramm zusammenfassen zu müssen.

Grünroute und Bauernmuseum Selfkant

Die knapp 70 Kilometer lange Etappe 2 der Grünroute führt von Aachen nach Tüddern und endet dort. Die Streckenlänge gibt der Reiseplanung einen eigenständigen Routenbezug. Prüfen Sie vor einer Tour den aktuellen Verlauf.

Das Bauernmuseum Selfkant in Selfkant-Tüddern verfügt über eine 2.000 m² große Ausstellungsfläche. Der Oldtimer Traktorentreff des Bauernmuseums findet alle zwei Jahre statt. Wenn Sie das Museum oder das Treffen einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten beziehungsweise den konkreten Veranstaltungstermin.

Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Selfkant

Auch das übergeordnete Reiseziel Selfkant hat eigene landschaftliche und kulturgeschichtliche Bezugspunkte. In Hillensberg liegt der 100,4 Meter hohe Schlouner Berg, von dem sich eine gute Aussicht in Richtung Niederlande und über das Maastal bietet. Ein in seiner ursprünglichen Form erhaltener Hohlweg führt dort zum Schlouner Berg, dem einzigen Berg im Selfkant.

Zu den historischen Themen im übergeordneten Reiseziel Selfkant gehören außerdem die Isenbrucher Kapelle und Millen. Die Kapelle ist ein gotischer Bau aus Mergelstein, der Unbefleckten Jungfrau geweiht und stammt aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Millen entwickelte sich durch die Reliquien des heiligen Quirinus bereits 1126 zum Wallfahrtsort. Diese Beispiele ergänzen den Blick auf Selfkant, während Tüdderns eigene Schwerpunkte bei St.-Gertrudis-Kirche, Tüdderner Fenn und Grünroute liegen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wassenberg, Bocket, Heinsberg, Übach-Palenberg, Holzweiler, Waldfeucht, Gangelt, Selfkant.

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