Kehrum verbindet Kirchengeschichte, stille Andachtsorte und ein gemeinschaftlich gefeiertes Schützenfest. Auch das landwirtschaftlich geprägte Umland gehört zum Ortsbild. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann überlegen, ob Kirchenkunst, Vereinsleben oder die Landschaft den Aufenthalt thematisch prägen soll.
Kirchenkunst und Andachtsorte
Die St.-Hubertus-Kirche in Kehrum wurde 1968 eingeweiht. In den 1970er Jahren arbeitete Aloys Klingen eng mit dem Architekten Toni Hermanns zusammen. Für St. Hubertus entwarf und realisierte Klingen den Tabernakel mit Stele, den Ambo und die Apostelleuchter. So stehen neben dem Einweihungsjahr auch konkrete Namen und liturgische Werke im Mittelpunkt der lokalen Kirchengeschichte. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet darin einen spezifischen Zugang zu Kehrum, der über ein einzelnes Baudatum hinausgeht.
Hinter der St.-Hubertus-Kirche liegt der Marien-Bildstock, ein Ort der stillen Einkehr für Radfahrer und Einheimische. Das Birgitten-Heiligenhäuschen liegt an der Landstraße in Kehrum, an der Grenze zu Uedem. Es ist über 150 Jahre alt und dient manchen Radfahrern als kurzer Gebetsstopp. Die beiden Orte unterscheiden sich damit sowohl durch ihre Lage als auch durch den jeweiligen Bezug zu Einkehr und Gebet.
Vereinsleben, Landschaft und Denkmäler
Die Vereinsgemeinschaft in Kehrum feiert jedes Jahr gemeinsam das Schützenfest. Die Termine variieren von Jahr zu Jahr; wenn Sie Ihre Reise an diesem Fest ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin für das gewünschte Reisejahr. Das wiederkehrende Ereignis gibt dem örtlichen Vereinsleben einen gemeinsamen jährlichen Anlass, ohne dass sich daraus ein gleichbleibendes Datum ergibt.
Kehrum liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen B57 und B67, während das Umland landwirtschaftlich geprägt ist. Diese beiden Aspekte bieten unterschiedliche Bezugspunkte für die Ortswahl: die Lage im Straßennetz und den Charakter der umliegenden Landschaft. Sie können bei der Suche nach einer Ferienwohnung abwägen, ob Sie Ihren Aufenthalt eher mit den kulturellen Themen im Ort oder mit dem ländlichen Umfeld verbinden möchten.
Auch ein konkretes Baudenkmal gehört zum Ortsprofil: Der Pachlandshof an der Reeser Str. 30 in Kehrum ist als Denkmal gemäß § 3 eingetragen. Als Datum ist der 24.04.1984 vermerkt. Zusammen mit der Kirche und den Andachtsorten ergänzt dieser Eintrag die unterschiedlichen historischen Bezüge Kehrums.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Kalkar
Im übergeordneten Reiseziel Kalkar gibt es weitere eigenständige kulturgeschichtliche Themen. Das Ortsbild von Grieth am Rhein ist unter anderem von der spätgotischen Pfarrkirche St. Peter und Paul geprägt. In Kalkar besitzt die St. Nicolai Kirche neun spätgotische Schnitzaltäre, Skulpturen, Malereien und zeitgenössische Glaskunst in 22 Fenstern. Damit treffen innerhalb Kalkars unterschiedliche kirchliche Kunstformen und Ortsbilder aufeinander.
Das Rathaus von Kalkar wurde von 1438 bis 1445/46 im Stil der Backsteingotik erbaut. Es diente der Stadtverwaltung und dem Handel und war außerdem Gerichtsort. Bauzeit und frühere Funktionen geben dem Rathaus eine eigene historische Dimension, die sich von den kirchlichen Kunstwerken unterscheidet. Die Stadtwindmühle bildet mit einer Brauerei und einem Biergarten ein Ensemble. Zusammen ergeben diese Beispiele ein vielfältiges Architektur- und Kulturprofil für Kalkar, das klar vom lokalen Profil Kehrums zu unterscheiden ist.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kalkar.