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Am Rand des beliebten Naherholungsgebiets Königsforst verbindet Köln-Brück Waldthemen mit einer Ortsgeschichte, die am Flehbach sichtbar wird. Für die Reiseplanung ergibt sich eine Wahl zwischen Zeit im geschützten Waldgebiet und Entdeckungen im Ort: Der Schwerpunkt kann auf Wander-, Rad- oder Reitwegen liegen, auf Tierbeobachtungen oder auf historischen Bauwerken und Spuren am Marktplatz.

Wege und Wildtiere im Königsforst

Der Königsforst ist ein rund 2.519 Hektar großes, geschütztes Waldgebiet im Osten Kölns. Zahlreiche Wander-, Rad- und Reitwege eröffnen verschiedene Möglichkeiten, die Erholungslandschaft zu erleben. Wer gern selbst zwischen unterschiedlichen Wegen wählt, findet hier einen anderen Schwerpunkt als auf einer fest beschriebenen Radtour.

Die Tour „Mit dem Rad im Königsforst“ führt durch die Brücker Hardt und am Waldlehrpfad vorbei zum Wildgehege Brück. Der Waldlehrpfad in Brück stellt verschiedene Baum- und Straucharten der gemäßigten Zonen vor. Im Wildgehege können Hirsche, Rehe und Wildschweine beobachtet und gefüttert werden. So führt die Radtour an einem Lernpfad entlang bis zu einem Ort, an dem Tierbeobachtung und Füttern möglich sind. Da sich Routenbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, diese vor der Fahrt zu prüfen.

Flehbach und historische Wege

Am Brücker Marktplatz lässt sich der Verlauf des Flehbachs unter dem Pflaster anhand von Markierungen erkennen. Auch die alte Handelsstraße Brüderstraße ist mit diesem Ort verbunden: Sie führte von Köln-Deutz nach Westfalen und verlief am Marktplatz über eine Brücke. Diese überspannte viele Jahrhunderte lang den Flehbach und die zugehörige sumpfige Aue. Markierungen im Pflaster und die historische Straßenführung machen damit unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte am selben Platz sichtbar.

Stromaufwärts und stromabwärts vom Brücker Marktplatz wurde der Flehbach renaturiert. Ziel war es, den ursprünglichen Charakter eines Tieflandbachs wiederherzustellen. Der Bach erscheint so sowohl als Teil der historischen Landschaft am Marktplatz als auch im Zusammenhang mit der Renaturierung seiner Abschnitte ober- und unterhalb davon.

Kirchen, Mühle und Siedlung am Wald

Die heutige katholische Pfarrkirche St. Hubertus in Brück wurde zwischen 1930 und 1931 errichtet. Eine Kapelle, die 1708 in Brück erbaut wurde, hatte ab 1716 den heiligen Hubertus als Schutzpatron. Beide Daten geben unterschiedliche historische Bezugspunkte für den Namen St. Hubertus in Brück; sie beschreiben nicht denselben Bau.

Von dem Haus der Erker Mühle stehen heute nur noch die Außenmauern. Die Erker Mühle ist als oberschlächtige Mahl- und Getreidemühle benannt; Wilhelm Busch wird als ihr Eigentümer angegeben. Der Blick auf diesen Ort verbindet somit den heutigen Zustand der baulichen Reste mit seiner benannten Mühlenfunktion.

Auch die Siedlung am Klausenberg bietet einen markanten Ortsbezug: Zwei Torbogenhäuser kennzeichnen ihren Eingang, und die Siedlung liegt unmittelbar am Wald. Zur Verkehrsgeschichte gehört, dass Brück 1906 durch eine Kleinbahn an Köln angebunden wurde, die der heutigen Linie 1 entspricht. Dieser historische Bezug ergänzt die Entdeckungen zu Wald, Flehbach und Ortsbau um die Geschichte der Verbindung mit Köln.

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