Zum Inhalt

Rischenau bietet zwei unterschiedliche Einblicke in seine Geschichte: die historische Mühlentechnik und Ortsgeschichte an der Paradiesmühle sowie erhaltene Gebäude des früheren Guts im Bereich Biesterfeld. Das Kulturprofil reicht damit von der Nutzung einer Mühle bis zu Spuren früherer Gutshofgebäude. Welche dieser Themen Sie besonders interessiert, kann Ihren Blick auf den Ort prägen.

Mühlenmuseum und Einkehr an der Paradiesmühle

Am Rand von Rischenau liegt die Paradiesmühle. Sie bewahrt historische Mühlentechnik und ist Mühlenmuseum sowie privates Heimatmuseum. Dessen Schwerpunkt liegt auf Rischenau und der früheren Grafschaft Lippe-Biesterfeld. Technikgeschichte und Ortsgeschichte stehen hier also nebeneinander: Die Mühle bewahrt nicht nur ihre historische Technik, sondern widmet sich auch der Geschichte des Ortes und der ehemaligen Grafschaft.

In die Anlage integriert sind ein Restaurant, ein Café und ein Gasthof. Zum Angebot gehören Speisen und Getränke sowie hausgemachte Kuchen und Torten. So verbindet die Paradiesmühle ihr Museumsthema mit Gastronomie an einem Ort. Für die Reiseplanung ist das eine besondere Kombination: Mühlentechnik, lokale Geschichte und Einkehr sind verschiedene Seiten desselben Besuchsziels.

Gebäude aus dem früheren Gut in Biesterfeld

Im Bereich Biesterfeld in Rischenau sind drei Gebäude des früheren Guts erhalten: das ehemalige Försterhaus, das Mägdehaus und das teilweise erhaltene Brau- und Brennereigebäude. Letzteres wurde nach einem Brand später zur Reithalle umgebaut. Die drei Gebäude stehen für unterschiedliche frühere Nutzungen. Besonders am Brau- und Brennereigebäude wird zudem ein Wandel der Nutzung sichtbar: Auf den Brand folgte der Umbau zur Reithalle, während Teile des Gebäudes erhalten blieben.

Kräuterangebote von April bis Oktober

An der Paradiesmühle werden geführte Kräuterwanderungen und Kräuterworkshops saisonal von April bis Oktober angeboten. Gruppenarrangements sind auf Anfrage möglich. Wenn Sie eine bestimmte Führung oder ein Gruppenangebot in Ihre Planung aufnehmen möchten, klären Sie den Termin und die Absprache am besten vorab. Das saisonale Zeitfenster gibt dabei einen konkreten Anhaltspunkt für die Reisezeit.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Paradiesmühle gilt als über die S-Bahn-Stationen Bad Pyrmont oder Lügde sowie über die Bushaltestelle Rischenau „Alte Post“ erreichbar. An der Haltestelle verkehren die Buslinien 595, 760, 761, 762 und 774. Da sich Linien ändern können, prüfen Sie die Verbindungen vor der Fahrt.

Weitere Kultur- und Wegeziele im übergeordneten Reiseziel Lügde

Lügde hat ein eigenes historisches Stadtkernprofil: Die etwa 1.500 Meter lange Stadtmauer ist vollständig erhalten und umgibt den gesamten historischen Stadtkern. Sie gehörte zur ehemaligen Stadtbefestigung und diente dem Hochwasserschutz. Zum historischen Bild zählen auch Wehrtürme und Fachwerkhäuser. Das Dechenheim befindet sich im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus der Stadt. Die St.-Kilianskirche ist eine romanische Kirche, die um 1150 und damit vor der Stadtgründung errichtet wurde; sie gilt als Wahrzeichen Lügdes und zählt zu den ältesten Baudenkmälern Westfalens.

Am Rand der historischen Altstadt Lügdes liegt der Emmerauenpark. Dort gibt es einen Abenteuerspielplatz, das Café „Ankerplatz“ mit Biergarten sowie den „Emmer Beach“ mit Bade- und Strandbereich. Alle Wege im Park können gut mit einem Rollstuhl befahren werden. Bei den Einrichtungen empfiehlt sich ein saisonaler Check, bevor Sie Ihren Besuch planen.

Für einen Spaziergang durch die Kernstadt ist der kleine Stadtrundgang ein 2,62 Kilometer langer, leichter Rundweg. Der ebenfalls leichte Qualitätsweg Klosterweg Falkenhagen ist mit 4,90 Kilometern länger und beginnt und endet am Kloster Falkenhagen. Der Vergleich der Streckenlängen hilft bei der Wahl des zeitlichen Umfangs; prüfen Sie die Routenparameter vor der Abfahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Hummersen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lügde.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.