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Zwischen dem Lennetal und den Wiblingwerder Höhen entfaltet Nachrodt-Wiblingwerde zwei unterschiedliche landschaftliche Seiten. Die Ortsteile Nachrodt, Einsal und Opperhusen liegen entlang des Lennetals, während sich die übrigen Ortsteile über das Wiblingwerder Plateau verteilen. Wiblingwerde gilt innerhalb der Gemeinde als staatlich anerkannter Erholungsort. An der Klarashöhe liegt ein Aussichtspunkt über der Lenne. Flussraum und Höhen bilden unterschiedliche geografische Bezugspunkte für die Entdeckung des Gemeindegebiets.

Wandern und Natur entdecken

Das Wegenetz bietet zwei räumliche Maßstäbe: Acht SGV-Qualitätswanderwege erstrecken sich über die Gemeinde, während 32 markierte lokale Rundwanderwege auf den Wiblingwerder Höhen verlaufen. Bei der Auswahl können Sie sich deshalb zuerst am Landschaftsraum orientieren: an Wegen über das Gemeindegebiet oder an Rundwegen auf den Höhen.

Der Waldlehrpfad setzt einen naturkundlichen Schwerpunkt. Stationen und Informationstafeln erläutern einheimische Bäume, Sträucher und Tiere. Für Gruppen, Kindergärten und Schulklassen lassen sich geführte Spaziergänge nach vorheriger Anmeldung arrangieren. Wer sich für heimische Pflanzen und Tiere interessiert, findet damit einen anderen thematischen Zugang als bei Aussichtspunkten und historischen Bauwerken.

Quellen, Kirchen und Mühlen

Johannisborn ist das älteste Kulturdenkmal von Nachrodt-Wiblingwerde. In heidnischer Zeit galt die Quelle als heilig; später diente ihr Wasser als Taufwasser für die Johannis-Kirche in Wiblingwerde. Die St.-Johannes-Kirche in Wiblingwerde wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als spätromanische Hallenkirche errichtet und 1316 erstmals erwähnt. Der Begriff Hallenkirche bezeichnet eine Bauform, bei der Mittelschiff und Seitenschiffe annähernd gleich hoch sind.

Die Brenscheider Kornmühle ist erstmals 1593 belegt. Zu ihrem regelmäßigen Programm gehören Brotbackvorführungen und ein kleiner Landmarkt. Beim saisonalen Mühlenbacktag werden an diesem Markt regionale Produkte angeboten; prüfen Sie vor dem Besuch die Termine.

Die Ölmühle bewahrt eine andere technische Seite der Mühlengeschichte. Erhalten sind ein oberschlächtiges Wasserrad und ein hölzernes Getriebe, mit denen Raps zur Ölgewinnung gemahlen und gestampft wurde. Oberschlächtig beschreibt, dass das Wasser von oben auf das Rad trifft. Die Ölmühle kann jederzeit von außen besichtigt werden; Innenbesuche und Vorführungen sind nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Einblick in die Ortsgeschichte

Die Langenstück-Arbeitersiedlung ergänzt die Ortsgeschichte um ein Zeugnis des industriellen Arbeitens und Wohnens. Sie wurde zwischen 1904 und 1913 für Beschäftigte der Phoenix-Berg- und Hüttenwerke errichtet. Die Siedlung ist frei zugänglich und kann jederzeit von außen besichtigt werden. Da die Häuser bewohnt sind, bleibt die Besichtigung auf die Außenansicht beschränkt.

Weitere Kulturthemen im Märkischen Kreis

Im übergeordneten Reiseziel Märkischer Kreis ist Burg Altena ein Denkmal von nationaler Bedeutung und war Standort der ersten und damit ältesten ständigen Jugendherberge der Welt. Auch das Deutsche Drahtmuseum im Märkischen Kreis bietet einen eigenen kulturhistorischen Schwerpunkt: Es behandelt die Technikgeschichte des Drahtes sowie seine Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte; Experimentierstationen laden zum Mitmachen ein.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkischer Kreis.

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