Mehr als 300 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege durch Hügel und Täler setzen in Finnentrop einen markanten Akzent. Dazu kommen Herrenhäuser, Kirchen und Eisenbahnrelikte mit unterschiedlichen Baugeschichten. Finnentrop ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Zug gut erreichbar; prüfen Sie die Fahrpläne für Ihre Anreise separat. Wenn Sie ein Hotel in Finnentrop suchen, können Sie zuerst überlegen, ob Wandern, Baugeschichte oder beides Ihren Aufenthalt prägen soll. So steht bei der Auswahl ein konkretes Reisethema im Vordergrund, ohne dass aus den langen Wegen ein festes Tagesprogramm wird.
Wandern auf langen Routen
Der Finnentroper Rundwanderweg ist ungefähr 90 Kilometer lang. Der Sauerland Höhenflug führt über 23 abwechslungsreiche Kilometer durch Finnentrop und bietet auf erhöhten Abschnitten Ausblicke und unmittelbare Naturerlebnisse. Die beiden Angaben helfen, den jeweiligen Zuschnitt einzuordnen: Die eine bezeichnet die ungefähre Länge eines Rundwanderwegs, die andere den Verlauf des Höhenflugs durch Finnentrop.
Beide Routen lassen sich in Abschnitten gehen und mit SGV-Fernwanderwegen zu individuellen Schleifen verbinden. Damit können Sie eine Etappe statt der gesamten Strecke planen. Für den Finnentroper Rundwanderweg steht eine GPX-Datei zum Download für GPS-fähige Mobilgeräte bereit; prüfen Sie die Download-Verfügbarkeit vor der Reise. Die Möglichkeit, Teilstücke zu wählen und Wege zu kombinieren, gibt der Wanderplanung Spielraum, ohne Sie auf eine einzige Streckenlänge festzulegen.
Herrenhäuser, Kirchen und Baugeschichte
In mehreren Ortsteilen stehen regionale Bauernhäuser mit Schmuckgiebeln aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Schloss Ahausen ist ein ländliches Herrenhaus aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, errichtet auf den Fundamenten einer Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Haus Bamenohl entwickelte sich aus einer Wasserburg zu einem barocken Herrenhaus; sein Turm kam 1870 hinzu. Schloss Lenhausen nahm ebenfalls seinen Ausgang von einer Wasserburg des 14. Jahrhunderts und wurde im 17. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut. Die drei Baugeschichten zeigen unterschiedliche Wege vom mittelalterlichen Burgbau zum späteren Herrenhaus oder Schloss.
Auch die Kirchen setzen eigene historische Akzente. Mariä Himmelfahrt in Schönholthausen ist eine Hallenkirche des 18. Jahrhunderts mit romanischem Westturm und reicher barocker Ausstattung. Die 1900 errichtete St.-Antonius-Einsiedler-Kirche in Heggen bewahrt im vorderen Bereich eine romanische Kapelle. Die alte Eisenbahnbrücke in Lenhausen, eine ausgewiesene Sehenswürdigkeit, wurde zwischen 1859 und 1861 gebaut. So reicht die Baugeschichte von mittelalterlichen Ursprüngen bis zu einem Verkehrsdenkmal des 19. Jahrhunderts.
Radroute und saisonaler Besuch
Auch mit dem Rad lässt sich Eisenbahngeschichte entdecken. Ein Einstiegspunkt des SauerlandRadrings liegt knapp außerhalb Lenhausens auf einer ehemaligen Bahntrasse; die etwa 83 Kilometer lange Schleife verläuft durch das Frettertal. Entlang des SauerlandRadrings sind Signale, Prellböcke, Waggons und eine restaurierte Dampflok als Eisenbahnrelikte erhalten. Einzelne Objekte können verlegt oder verändert werden. Damit gehören Radroute und Bahnrelikte zu einem anderen thematischen Zugang als die Wanderwege.
Der Fledermaustunnel in Finnentrop bietet im Sommer besondere Eindrücke und dient im Winter als Rückzugsort für Fledermäuse. Da der Zugang saisonal ist, prüfen Sie vor einem Besuch die Zugangs- und Schließzeiten.
Weitere Reiseziele entdecken: Deutmecke, Fretter, Wenden, Kirchhundem, Lennestadt, Attendorn, Olpe, Drolshagen.
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