Ense lässt sich über mehrere unterschiedliche Themen erschließen: die Baugeschichte von Haus Füchten, St. Lambertus im Ortsteil Bremen und die Gesteinsgeschichte am Pfarrwald. Dazu kommen Radwege, die durch Landschaften und kleine Ortschaften führen oder zwei benannte Radwege miteinander verbinden. Für die Planung können Sie zwischen historischen Zielen, einem geologischen Schwerpunkt und unterschiedlichen Routenbeschreibungen wählen.
Haus Füchten: Burg, Herrenhaus und Stuckaturen
Im westlichen Teil des Gemeindegebiets liegt Haus Füchten, ein Herrenhaus. Eine Burg an dieser Stelle wurde 1298 erstmals erwähnt, als das Lehen an Ritter Goswin von Soest vergeben wurde. Um 1700 ließ Caspar Diedrich von Droste zu Erwitte die Burg abtragen und am Berghang ein Schloss errichten. Eine Barockbrücke aus dem Jahr 1698 führt zum Haupthaus. Im ersten Obergeschoss ist der große Saal mit figürlichen und ornamentalen Stuckaturen geschmückt. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen: 1298 steht für die erste Erwähnung der Burg, 1698 für die Brücke und um 1700 für Abtragung und Schlossbau.
Kirche und frühere Klosteranlage
In der Ortsmitte des Enser Ortsteils Bremen liegt die kleine, zweijochige Basilika St. Lambertus, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Damit reicht ihre Baugeschichte deutlich weiter zurück als die barocke Brücke von Haus Füchten.
Südöstlich von Niederense befindet sich das Gelände des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Himmelpforten. Fragmente der Grundmauern sind dort erhalten; ein weißes Kreuz markiert den Standort der früheren Abteikirche. Das Gelände lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Die sichtbaren Hinweise auf das frühere Kloster bilden einen anderen historischen Schwerpunkt als die Basilika in Bremen: Hier sind es erhaltene Grundmauerfragmente und eine Markierung des früheren Kirchenstandorts.
Gesteinsgeschichte und Blick ins Ruhrtal
Der ehemalige Steinbruch am Pfarrwald in Ense entstand im frühen 19. Jahrhundert. Am Fuße des Haarstrangs bietet er einen eindrucksvollen Einblick in die Gesteinsgeschichte: Typische Gesteinsschichten des Sauerlands und der Westfälischen Bucht überlagern sich dort. Dieses seltene Phänomen lässt sich an diesem Ort besonders gut erkunden. So führt der Blick hier von Bau- und Ortsgeschichte zu geologischen Zusammenhängen.
Eine weitere Perspektive auf die Landschaft eröffnet die Fürstenbergkapelle auf dem Fürstenberg mit ihrem Blick auf das Ruhrtal. Zusammen mit dem ehemaligen Steinbruch setzt sie einen anderen Akzent als die Kirchen- und Klosterstätten: Im Vordergrund stehen hier Gestein und Aussicht.
Radfahren auf unterschiedlichen Routen
Die Enser-Dörfer-Tour ist eine Radroute durch Landschaften, kleine Ortschaften sowie ruhige Wald- und Wirtschaftswege. Größtenteils folgt sie dem gut ausgeschilderten Radwegenetz Südwestfalen. Die PanoramaRoute führt mitten durch das Gemeindegebiet Ense und verbindet den MöhnetalRadweg mit dem RuhrtalRadweg. Bei der Enser-Dörfer-Tour stehen in der Beschreibung Landschaften und Wegarten im Vordergrund; bei der PanoramaRoute ist es die Verbindung zweier benannter Radwege. So lässt sich die Auswahl an den jeweils beschriebenen Merkmalen ausrichten, ohne eine bestimmte Länge oder Schwierigkeit vorauszusetzen. Prüfen Sie vor der Fahrt aktuelle Routeninformationen, da sich Routendetails ändern können.
Auch der Haarweg, der Windpark Ruhne / Waltringen und das Rasthäuschen sind an das landesweite Radwegenetz angebunden und mit dem Fahrrad erreichbar. Diese Angaben ergänzen die beiden Touren um weitere benannte Ziele für die Routenplanung. Wer Ense auf dem Rad erkundet, kann damit zwischen einer Tour durch Landschaften und kleine Ortschaften, einer Verbindung zwischen zwei Radwegen und den genannten Anbindungen des Radwegenetzes unterscheiden.
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