Bad Westernkotten bietet unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Sole in den Hellweg-Sole-Thermen, Spazierwege und Zeugnisse der Salz- und Baugeschichte. Bei der Planung können Sie zunächst entscheiden, ob Sie vor allem die Thermen, einen Weg durch die Umgebung oder die kulturgeschichtlichen Stationen kennenlernen möchten. Die Strecken unterscheiden sich deutlich in ihrer Länge.
Sole und Angebote im Kurpark
Die Hellweg-Sole-Thermen bieten Baden in Bad Westernkötter Natursole bei 32 bis 34 °C. Ihre Wasserfläche umfasst über 1.300 m²; hinzu kommen sechs textilfreie Themensaunen in einer 1.200 m² großen Saunalandschaft. So sind Solebad und Saunabereich zwei konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt.
Auch im Kurpark stehen verschiedene Einrichtungen für Aktivitäten im Freien bereit. Die Kneippanlage verfügt über Fuß- und Armbecken, die von April bis Oktober mit Bad Westernkottener Solewasser gefüllt sind. Der Barfußpfad umfasst acht Felder mit unterschiedlichen Naturmaterialien, darunter einen Bereich mit originalem Bad Westernkottener Badetorf. Der Fitnessparcours besteht aus neun Geräten mit unterschiedlichen sportlichen Herausforderungen.
Spaziergänge nach Streckenlänge
Der etwa 6 km lange Muckenbruch-Marsch führt durch den Kurpark und entlang des Forellenwegs. Über die Brücke an der Gieseler geht es bis in das Naturschutz- und Moorabbaugebiet Muckenbruch; der Rückweg verläuft über den Ortskern und die Kurpromenade zum Brunnen vor den Hellweg-Sole-Thermen. Der Weg umfasst damit Abschnitte im Kurpark, an der Gieseler und im Muckenbruch.
Für einen kürzeren Rundgang ist der etwa 3 km lange Historische Landwehr-Rundgang eine Alternative. Er führt an einem erhaltenen Abschnitt der 1506 um Westernkotten errichteten Landwehr entlang. Der etwa 7 km lange Lobetags-Prozessionsweg beginnt an der Kirche St. Johannes Evangelist und führt zu vier Lobetagslinden: Josefslinde, Friedhofslinde, Antoniuslinde und Franziskuslinde. Die angegebenen Längen bieten einen konkreten Vergleich für die Wahl zwischen diesen Wegen; beim Prozessionsweg gehören außerdem Kirche und Lindenstationen zur Orientierung.
Naturraum Muckenbruch
Östlich von Bad Westernkotten liegt in der näheren Umgebung das Naturschutzgebiet Muckenbruch. Es erstreckt sich über 92 ha zwischen Westernkotten und Bökenförde in ehemaligen Überschwemmungsgebieten der Gieseler, der Pöppelsche und der Flachsröte. Zum Gebiet gehören ein kleines Kalkflachmoor und eingebettete Quellbereiche. Diese seltene Standortkombination gibt dem Muckenbruch neben seiner Rolle als Ziel des gleichnamigen Marsches einen eigenen landschaftlichen Schwerpunkt.
Salzgeschichte und technische Denkmäler
Die zwei Gradierwerke wurden Ende 1984 in die Denkmalliste der Stadt Erwitte aufgenommen und gelten als kulturgeschichtliche beziehungsweise technische Baudenkmäler. Ein anderes Zeugnis der örtlichen Technikgeschichte ist die Schäferkämper Wassermühle, ein technisches Kulturdenkmal mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern. Der Königssood war ursprünglich ein königlicher Salzsiedeplatz und bildete bis 1845 das wirtschaftliche Zentrum Westernkottens.
Weitere Einblicke bieten die Wunderkammer in der Kurhalle und der Kornspeicher. Die Wunderkammer zeigt Exponate aus Natur, Geschichte, Technik und Kunst. Der Kornspeicher ist ein zweistöckiger Fachwerkspeicher aus dem späten 17. Jahrhundert, der ursprünglich vom historischen Weringhof in Bad Westernkotten stammt. Zusammen mit den Gradierwerken und dem Königssood ergänzen diese Orte den Schwerpunkt Sole um verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte und Baukultur.
Busverbindung
Kurgäste können die Buslinie R61 zwischen Erwitte, Bad Westernkotten und Lippstadt kostenlos nutzen. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Angaben zur kostenlosen Nutzung der R61 durch Kurgäste.
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