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Hembergen verbindet den Emsauenradweg mit einer langen kirchlichen Geschichte und einem historischen Baudenkmal. Für die Reiseplanung können Sie dadurch zwei unterschiedliche Schwerpunkte setzen: den Verlauf der Radroute durch Dorf und Landschaft oder die Geschichte rund um St. Servatius und den Schafstall. Weitere Natur- und Kulturthemen des übergeordneten Reiseziels Emsdetten lassen sich davon getrennt betrachten.

Der Emsauenradweg durch Hembergen

Der Emsauenradweg führt entlang der Ems durch Hembergen, über Austum und durch das Naturschutzgebiet „EmsAue“. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Rastmöglichkeiten. Die EmsAue liegt an dem Abschnitt der Route, der durch Hembergen und über Austum führt; Fluss, Dorf und Schutzgebiet sind damit in einem benannten Streckenverlauf verbunden. Wenn Sie den Radweg als Schwerpunkt wählen, können Sie diese Orts- und Landschaftsbezüge gemeinsam einordnen. Die Rastmöglichkeiten gehören ebenfalls zur Routenbeschreibung und lassen sich bei der Planung unterwegs berücksichtigen.

St. Servatius und der Schafstall

Die St.-Servatius-Kirche steht in Hembergen. Die ehemals selbständige Gemeinde St. Servatius ist mehr als 800 Jahre alt und gehört zu den ältesten Gemeinden des Bistums. Im Kirchturm hängen die ältesten Glocken von Emsdetten, aus den Jahren 1504 und 1696. Damit verweist die Kirche sowohl auf die lange Geschichte der Gemeinde als auch auf zwei konkrete Jahreszahlen, die bis heute mit dem Bauwerk verbunden sind.

Ein weiteres historisches Zeugnis ist der Schafstall in Hembergen. Er ist als Baudenkmal in Emsdetten verzeichnet und wurde 1781 errichtet. Der Schafstall gilt als seltenes Beispiel seiner Art und als das einzige entsprechende Stück in der Samtgemeinde. Kirche und Schafstall bieten so unterschiedliche kulturhistorische Anknüpfungspunkte: St. Servatius steht für die Geschichte einer ehemals selbständigen Gemeinde, der Schafstall für ein datiertes und als Baudenkmal verzeichnetes Gebäude.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Emsdetten

Auch im übergeordneten Reiseziel Emsdetten gibt es Naturthemen, die sich klar von den Hembergener Ortsbezügen unterscheiden. In der Emsdettener Emsaue steht Erholungssuchenden seit dem Abschluss des Projekts „EMSAUE GANZ NAH“ am 29. April 2012 ein Naturerlebnisraum mit barrierefreien Wegen und Stegen sowie Informations- und Verweilorten zur Verfügung. Im Emsdettener Venn führt ein Lehr- und Erlebnispfad zu interessanten Bereichen; Schautafeln informieren Besucherinnen und Besucher. Das Kerngebiet des Venns lässt sich seit 2011 mit dem Fahrrad umrunden. Die Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Der Pfad vermittelt Informationen entlang eines Weges, die Umrundung ist eine Möglichkeit, das Kerngebiet mit dem Rad zu erkunden.

Das Emsdettener Venn bildet zusammen mit den Wiesen am Max-Clemens-Kanal ein rund 500 Hektar großes Natura-2000-Gebiet. Es umfasst einen Hochmoorkomplex mit Torfstichgewässern in unterschiedlichen Regenerations- und Sukzessionsstadien bis hin zum Bruchwald. Diese Landschaftsbeschreibung ergänzt die konkreten Möglichkeiten, das Venn über Lehrpfad oder Fahrrad zu erleben, um die benannten Lebensräume und Entwicklungsstadien.

Für einen kulturellen Schwerpunkt in Emsdetten stehen mehrere Museen mit unterschiedlichen Themen. Das August-Holländer-Museum zeigt die Entwicklung Emsdettens vom agrarisch und handwerklich geprägten Dorf der Bauern und Weber zur Industriestadt. Das Wannenmachermuseum widmet sich der Geschichte des alten Wannenmacherhandwerks, unter anderem mit eingerichteten Räumen und einem thematisch gegliederten Ausstellungsbereich. Im Speicher-Museum werden rund 150 historische Geräte im alten Kornspeicher aus dem 17. Jahrhundert gezeigt, Emsdettens ältestem noch stehendem Gebäude. So reichen die Themen von der Stadtentwicklung über ein Handwerk bis zu historischen Geräten in einem alten Speichergebäude.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Emsdetten.

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