Metelen liegt in der Parklandschaft des westlichen Münsterlands. Die Landschaft ringsum verbindet sandige Böden, Wald und Feuchtgebiete; innerhalb weniger Kilometer wechseln die Landschaftsbilder. Hinzu kommen bauliche Spuren der Kloster- und Stiftszeit sowie Museen zu Mühlen- und Eisenbahngeschichte. Für die Planung eines Aufenthalts lässt sich der Schwerpunkt deshalb zwischen Ortsgeschichte, Technik und Natur setzen.
Kloster- und Stiftsgeschichte
Metelens Ursprung wird auf ein Kloster zurückgeführt, das Friduwi 889 an der Vechte gründete. Die Katholische Pfarrkirche prägt die Silhouette des Ortes; mit ihrem Bau wurde wahrscheinlich im späten 11. oder frühen 12. Jahrhundert begonnen. Die heutige Pfarrkirche und der Südflügel des Dormitoriums stammen aus der Klosterzeit. Aus der Stiftszeit stammen die Abtei von 1720, die Stiftsmauer und die ehemalige Kurie. Der zeitliche Blick reicht damit von der Klostergründung bis zu den späteren Stiftsbauten.
Auch die Stiftskammer und das Ackerbürgerhaus ergänzen diesen historischen Schwerpunkt. Die Stiftskammer birgt Schätze, die mit Metelens Wirtschafts- und Kulturleben verbunden sind. Das Ackerbürgerhaus lädt Besucher ein, in historischem Ambiente zu verweilen. So stehen neben sakralen Bauwerken auch weitere Facetten der Ortsgeschichte im Blick.
Mühlen und Eisenbahngeschichte
An der Vechte liegt Plagemanns Mühle, die als eine der ältesten Mühlen der Region gilt. Die restaurierte Mühle verfügt über turbinengetriebene Technik und dient als Mühlen- und Gattersägemuseum. Mehr als 700 Exponate machen sie zu einem eigenen Schwerpunkt für alle, die sich für historische Mühlentechnik interessieren. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Besucherinformationen.
Das Eisenbahnmuseum Metelen befindet sich im Bahnhofsgebäude am Bahnhof Metelen Land zwischen Metelen und Wettringen. Zu sehen sind ein altes Stellwerk, eine Lokomotive, eine Draisine und weitere historische Eisenbahnausrüstung. Besucher können außerdem eine originalgetreue Draisine mit eigener Muskelkraft ausprobieren. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, prüfen Sie vorher die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Heide, Wallweg und Radtouren
Der historische Wallweg folgt Metelens alter Befestigung und bietet damit einen Spaziergang mit direktem Bezug zur Ortsgeschichte. Für längere Wege durch die Landschaft ist die Radtour „Rund um Metelen“ ungefähr 27 Kilometer lang. Sie führt durch das Landschaftsschutzgebiet Metelener Heide und das Naturschutzgebiet Strönfeld. Zum Profil der Tour gehören auch der Dino-Zoo und eine Minigolfanlage. Die Minigolfanlage liegt in der Metelener Heide direkt neben dem Dino-Zoo Metelen und gilt als familienfreundlich.
Als längere Alternative verbindet die 62 Kilometer umfassende Triangel-Radverbindung Metelen mit Neuenkirchen, Ochtrup, Rheine, Steinfurt und Wettringen. Der Vergleich hilft bei der Planung: „Rund um Metelen“ ist die kürzere Tour, während die Triangel mehrere Orte verbindet. Für beide Radoptionen sollten Sie vorab die aktuellen Wegbedingungen prüfen; informieren Sie sich bei der Planung der genannten Ausflugsziele auch über die Besuchs- und Öffnungszeiten.
Startpunkt Bahnhof Metelen Land
Der Bahnhof Metelen Land dient als Ausgangspunkt für Spaziergänge oder Radtouren in die Metelener Heide. Dort befindet sich auch das Eisenbahnmuseum. Damit lässt sich der Bahnhof als Orientierungspunkt für zwei unterschiedliche Interessen nutzen: Eisenbahngeschichte im Stationsgebäude und Bewegung draußen in der Landschaft. Der Bahnhof Metelen Land liegt zwischen Metelen und Wettringen.
Für einen Aufenthalt in Metelen können Sie die Schwerpunkte passend zu Ihren Interessen setzen: Klostergeschichte und historische Bauten, Technik in den Museen oder Wege durch Heide und Schutzgebiete. Die genannten Radverbindungen unterscheiden sich dabei vor allem durch ihre Länge und ihre Reichweite zwischen den Orten.
Weitere Reiseziele entdecken: Nordwalde, Mettingen, Ladbergen, Wettringen, Ochtrup, Saerbeck, Recke, Greven.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steinfurt.