Eine Burg auf 678 Metern, Wanderwege mit Blicken über die Eifel und Motorsportgeschichte an der Nordschleife: Nürburg bietet mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung. Ob Sie sich für historische Bauwerke, unterschiedliche Streckenlängen oder Erlebnisse rund um den Nürburgring interessieren – die Schwerpunkte lassen sich gut voneinander unterscheiden.
Burgruine und Kirche: Geschichte über mehrere Jahrhunderte
Die Nürburg wurde im 12. Jahrhundert von den Grafen von Are errichtet. Sie steht auf einem Basaltkegel und ist mit 678 Metern die höchstgelegene Burg in Rheinland-Pfalz. Der Basaltfelsen wurde bereits um 954 als „Mons nore“ erwähnt. So begegnen Ihnen an der Burg sowohl eine frühe historische Erwähnung des Felsens als auch der Bau aus dem Hochmittelalter.
Der 20 Meter hohe Bergfried der Burgruine kann bestiegen werden. Von dort reicht der Blick über die Hocheifel, umliegende Dörfer und die Nordschleife. Prüfen Sie den Besucherzugang vor Ihrer Anreise. Auch die St.-Nikolaus-Kirche bietet einen Blick auf verschiedene Bauzeiten: Eine Kirche in Nürburg ist erstmals für 1202 belegt; die heutige Kirche hat einen gotischen Chor aus dem 15. Jahrhundert. Ihr barockes Langhaus und der Turm wurden 1816/17 errichtet.
Wanderwege mit unterschiedlichen Streckenprofilen
Die rote Wanderroute bietet Panoramablicke über die Eifel und führt an einer ehemaligen Skisprungschanze am nördlichen Burghang vorbei. Auf der gelben Route folgen Sie Abschnitten der Nordschleife: Antoniusbuche, Tiergarten und Hatzenbach. Außerdem passiert sie aufgelassene Steinbrüche, aus denen Baumaterial für den Bau der Nordschleife stammte. Die Wege verbinden damit unterschiedliche Blickwinkel auf die Landschaft und die Geschichte rund um die Rennstrecke.
Für die Streckenplanung geben zwei weitere Angaben einen klaren Längenvergleich: Die Kleine Burgrunde ist 0,8 Kilometer lang, während die Grüne Hölle der Nordschleife über 20,8 Kilometer folgt. Das sind sehr unterschiedliche Distanzen; orientieren Sie Ihre Auswahl an der gewünschten Streckenlänge und prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Routenbedingungen.
Motorsport ansehen oder selbst fahren
Die etwa 1,5-stündige Backstage Tour des Nürburgrings führt in ausgewählte Bereiche und gibt Einblicke in die Motorsportgeschichte. Zu den genannten Stationen zählen Boxen, Boxengasse, Medienzentrum, Fahrerlager und Siegerpodium. Wenn Sie lieber selbst fahren möchten, bietet der Nürburgring touristische Fahrten auf der Nordschleife und der Grand-Prix-Strecke an – mit dem eigenen Auto oder Motorrad. Führung und Fahrt setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Informieren Sie sich vorab über Fahrzeiten und Betriebsregeln.
Auch auf dem Rad gibt es einen Bezug zur Nordschleife: Die Mountainbike-Route „Durch die Grüne Hölle“ verläuft rund um sie. Das 24-Stunden-Mountainbike-Rennen Rad am Ring findet rund um Nürburg statt und startet am Nürburgring-Paddock. Wenn ein Veranstaltungstermin Teil Ihrer Planung ist, prüfen Sie die aktuellen Daten.
Winterangebote und Gruppenplanung
Je nach Schneelage wird am Burgberg gerodelt. Als Startpunkte dienen die Burgstraße und der Parkplatz An der Steintränke. Rund um Nürburg werden außerdem Langlaufloipen unterschiedlicher Länge gespurt; ein Ausgangspunkt dafür ist der Parkplatz an der Graf-Ulrich-Halle. Diese Angebote sind an winterliche Bedingungen gebunden, planen Sie sie daher abhängig von der Schneelage.
Für eine Gruppenplanung kommt die kommunale Burgweiherhütte knapp außerhalb von Nürburg infrage. Sie hat Toiletten, Strom und Wasser und ist für Gruppen von 10 bis 40 Personen ausgelegt. Die Hütte ist mit dem Auto erreichbar, Parkplätze liegen in der Nähe. Klären Sie Buchung und Verfügbarkeit der Ausstattung vorab.
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