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In Weibern ist Tuffstein zugleich Baugeschichte, Handwerksthema und roter Faden für Wanderungen durch ehemalige Abbaugebiete. Museumssammlung, Steinbearbeitung und geologische Einblicke im Gelände setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie sich zunächst fragen, ob eher die Kulturgeschichte des Steins oder eine Wanderung im Mittelpunkt stehen soll – oder ob beides Platz findet.

Tuffstein zwischen Baugeschichte und Handwerk

Die Tuffsteintradition Weiberns ist mit römischer und mittelalterlicher Bautätigkeit verbunden. Der vor Ort abgebaute Stein wurde für feine Bildhauerarbeiten und Kirchenbauten verwendet. Damit geht es bei einem Besuch nicht allein um eine Gesteinsart, sondern auch um ihre Verwendung und Bearbeitung. Im Steinmetzbahnhof zeigt ein Museum eine umfangreiche Sammlung von Gesteinen aus der Osteifel und stellt die kulturhistorische Bedeutung des Weiberner Tuffs vor. Am Steinmetzbahnhof ist außerdem ein vom Steinhauerverein gefertigtes Steinbruchmodell zu sehen.

Museum und Steinbearbeitung

Im Steinsägehaus finden in einer Werkstatt Vorführungen und Steinhauerkurse statt. Erkundigen Sie sich vorab nach der Verfügbarkeit der Kurse. Zur Weiberner Museumsinsel am Steinsägehaus gehören eine große überdachte Steinsäge und ein Derrickkran. Das Freilichtmuseum soll die Techniken des Tuffsteinabbaus und die Arbeitsschritte vom Steinbruch bis zu den Werkhütten vermitteln. So stehen neben dem fertigen Werkstoff auch seine Gewinnung und Bearbeitung im Mittelpunkt.

Tuffsteinweg und Steinbrüche

Die Tuffsteinweg-Geopfad-Route O ist eine mittelschwere Wanderung von 17 Kilometern. Sie führt an historischen Steinbrüchen und Tuffsteinhäusern vorbei nach Weibern. Prüfen Sie die Routenangaben vor Ihrer Wanderung, damit die Tour zu Ihrem geplanten Aufenthalt passt.

Am Tuffsteinweg führt ein kurzer Abstecher zu den großen Tuffsteinwänden an der Lärchenley. Die Route setzt sich zur Bimsgrube Wolf auf Hatzenfeld fort und bietet dort einen geologischen Einblick in die vulkanische Osteifel. Außerdem erreicht der Tuffsteinweg den stillgelegten Tuffsteinbruch Alter Berg in Weibern, wo offenliegende Steinbruchwände zu sehen sind. Die verschiedenen Stationen zeigen den Tuffstein sowohl als Landschaftsmerkmal als auch als Material, das in Weibern genutzt und bearbeitet wurde. Im übergeordneten Reiseziel Ahrweiler liegen auf Kreisebene auch die zertifizierten Wanderwege Rheinburgenweg, Eifelleiter und AhrSteig; der Rotweinwanderweg und zahlreiche markierte kommunale Wege ergänzen das Wanderwegenetz im Kreis Ahrweiler. Diese kreisweite Auswahl eröffnet einen breiteren Blick auf Wanderthemen als der örtliche Tuffstein-Schwerpunkt.

Besuche planen

Das Tuffsteinmuseum ist nach vorheriger Anmeldung geöffnet. Die Tourist-Information bietet regelmäßig Führungen durch Weiberner Tuffsteinbrüche an; erkundigen Sie sich vorab nach den Terminen. Die Bushaltestelle Steinmetzbahnhof, Weibern, liegt 60 Meter vom Tuffsteinmuseum entfernt. Da sich Verkehrsinformationen ändern können, prüfen Sie die aktuellen Angaben vor der Anreise.

Weitere Reiseziele entdecken: Wehr, Kempenich, Maria Laach, Oberdürenbach, Dedenbach, Hohenleimbach, Wassenach, Spessart.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brohltal.

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