Weyerbusch verbindet Rundwanderwege mit Rad- und Wanderangeboten sowie historischen Themen rund um Raiffeisen. Für die Planung stehen unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: zwei kürzere Rundwege mit verschiedenen Verläufen, die W4-Routen mit Informationen zur Landschaft und Einrichtungen, die einen Einblick in Ortsgeschichte und Landwirtschaft geben. So lässt sich der Aufenthalt nach gewünschter Bewegung und Interesse gestalten.
Wanderwege mit unterschiedlichen Streckenlängen
Wanderweg W1 verläuft als Rundweg um den bebauten Bereich von Weyerbusch. W2 führt nordöstlich aus Weyerbusch über Wiesen und Waldwege nach Rimbach. Beide Rundwege sind ungefähr 5 beziehungsweise 7,5 Kilometer lang; W2 ist damit rund 2,5 Kilometer länger. Die Entscheidung zwischen ihnen lässt sich vor allem an Streckenlänge und Verlauf ausrichten. Entlang von W1 und W2 gibt es mehr als 20 Bänke für Pausen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch aktuelle Hinweise zu den Wegen.
W4: unterwegs zu Landschaft und Geschichte
W4 Nord und W4 Süd sind barrierefreie Rad- und Wanderwege. Als Zielgruppen sind Wandernde, Radfahrende, E-Bike-Fahrende, Nutzerinnen und Nutzer robuster Elektrorollstühle sowie sehbeeinträchtigte Gäste genannt. Die Routen erläutern die Mühlengeschichte und Ökologie des oberen Mehrbachtals. An 19 Informationstafeln bieten QR-Codes Informationen, Bilder und Audiodateien; für diese Inhalte ist ein Smartphone erforderlich.
Der Einstieg in W4 in Weyerbusch liegt direkt an der B8. Kurz nach dem alten Rathaus bietet die Route bei geeigneter Sicht einen Blick auf den Oberwesterwald. Danach führt sie am Raiffeisen-Denkmal in Weyerbusch vorbei. Die Sicht hängt vom Wetter ab. Wer W4 einplant, sollte vor der Fahrt die aktuellen Routenhinweise prüfen.
Raiffeisen-Geschichte und Dorfmuseum
Das Raiffeisen-Begegnungs-Zentrum umfasst das historische Bürgermeisterhaus, einen Backes und ein Seminargebäude. Gruppenbesuche mit Filmvorführung sind nach vorheriger Anmeldung möglich. Das frühere Raiffeisenhaus diente Friedrich Wilhelm Raiffeisen von 1845 bis 1948 als Wohn- und Ratsstube. Der Weyerbuscher Brodverein wurde von Raiffeisen gemeinsam mit mehreren wohlhabenden Einwohnern gegründet. Im Zusammenhang mit dem Verein wurde ein Backhaus für gemeinschaftliches Brotbacken gebaut.
Im Dorf- und Schulmuseum geht es um Arbeitsweisen und Materialien aus einer Zeit, die stark von der Landwirtschaft geprägt war. Die Bilddokumentation zeigt Veränderungen in Weyerbusch, darunter die Folgen des Zweiten Weltkriegs. Das Museum öffnet nach Vereinbarung. Wer sowohl historische Themen als auch Wege einbeziehen möchte, sollte diese Besuchsvereinbarung getrennt von der Routenplanung berücksichtigen.
Anreise planen
Mit dem Regionalzug RB 90 geht es nach Altenkirchen; von dort fährt die Buslinie 250 bis zur Haltestelle Weyerbusch Sonnenhof. Verbindungen und Fahrpläne können sich ändern, daher empfiehlt sich eine Prüfung vor der Reise. Für die Anfahrt mit dem Rad ist als Orientierung der W4-Einstieg direkt an der B8 angegeben.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Altenkirchen
Auch an anderen Orten im übergeordneten Reiseziel Altenkirchen gibt es Raiffeisen-Bezüge. Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründete 1849 in Flammersfeld den „Flammersfelder Hülfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirthe“, den weltweit ersten Darlehnskassenverein. In Marienthal führt der Klosterdorfweg rund um das ehemalige Franziskanerkloster durch den schattigen Kurwald des Erzbistums Köln. Marienthal ist noch heute ein beliebter Wallfahrtsort.
Weitere Reiseziele entdecken: Kircheib, Gieleroth, Hemmelzen, Mehren, Helmenzen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Altenkirchen.