Der Gimbsheimer Altrhein, der Pfarrwiesensee und Radwege geben Gimbsheim unterschiedliche Akzente: geschützte Landschaft, Baden und Bewegung auf dem Rad stehen neben Spargel- und Weinbau. Bei der Reiseplanung hilft die Frage, ob Natur, Zeit am Wasser, eine Radtour oder regionale Erzeugnisse für Sie den Ausschlag geben.
Naturraum und Badesee
Der Gimbsheimer Altrhein umfasst 160 Hektar und wurde 1977 wegen seiner besonderen Flora und Fauna unter Naturschutz gestellt. Der Schutzgrund rückt die Pflanzen- und Tierwelt in den Mittelpunkt. Für Naturinteressierte setzt das einen eigenen landschaftlichen Schwerpunkt neben Baden und Radfahren.
Der Pfarrwiesensee grenzt an Gimbsheim. Als öffentlicher Badesee mit großem Sandstrand setzt er einen anderen Akzent als der geschützte Naturraum: Hier steht Zeit am Wasser im Vordergrund. Einrichtungen und Regeln können sich saisonal ändern; prüfen Sie diese deshalb vor einem Besuch vor Ort.
Radfahren und regionale Erzeugnisse
Gimbsheim liegt am linksrheinischen Rheinradweg. Der 42,4 Kilometer lange Mühlenradweg führt von Framersheim nach Gimbsheim. Auf den überwiegend über Wirtschaftswege führenden lokalen Radstrecken können Ihnen landwirtschaftliche Fahrzeuge begegnen. So lassen sich die Lage am Rheinradweg und die konkret benannten Endpunkte samt Streckenlänge des Mühlenradwegs unterscheiden. Prüfen Sie vor der Abfahrt den Routenverlauf und die örtlichen Bedingungen.
Gimbsheim ist außerdem mit dem Spargelanbau verbunden; dazu gehört „Gimbsheimer Spargel“. Wein wächst in den Qualitätslagen Sonnenweg und Liebfrauenthal. Diese landwirtschaftliche Seite ergänzt Natur, Wasser und Radfahren um regionale Erzeugnisse. Da landwirtschaftliche Produkte saisonal verfügbar sind, sollten Sie die Verfügbarkeit von Spargel und Wein für Ihre Reisezeit berücksichtigen.
Weitere Entdeckungen im übergeordneten Reiseziel Alzey-Worms
Im übergeordneten Reiseziel Alzey-Worms kommen weitere Perspektiven hinzu. Im Museum der Stadt Alzey zeigt die vor- und frühgeschichtliche Ausstellung die kulturhistorische Entwicklung des inneren Rheinhessens: Sie reicht von der Jungsteinzeit über die Bronze-, Eisen- und Römerzeit bis in die Merowingerzeit und dokumentiert mehr als 6.000 Jahre. Die Geologie- und Paläontologieausstellung desselben Museums widmet sich dem Mainzer Becken. Mineralien, insbesondere Fossilien, machen dessen Entwicklung über Millionen von Jahren nachvollziehbar. Zusammen eröffnen die Ausstellungen einen Vergleich zwischen menschlicher Kulturgeschichte über Jahrtausende und geologischen Entwicklungen über Millionen Jahre.
Eine andere Landschaftsperspektive bietet der Petersberg zwischen Gau-Odernheim und Bechtolsheim: Er ist 246 Meter hoch, mit Wein bewachsen und eröffnet weite Ausblicke in den Wonnegau und das Hügelland. Auch die regionalen Radwege unterscheiden sich nach Landschaft: Der Selztal-Radweg führt entlang der Selz durchs rheinhessische Hügelland, die Rheinterrassenroute durch Weindörfer und Weinberghänge. Der Mühlen-Radweg verbindet historische Mühlen und sehenswerte Weindörfer. Bedingungen und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie beides vor der Fahrt.
Weitere Reiseziele entdecken: Hamm am Rhein, Eich, Wallertheim, Westhofen, Gau-Bickelheim, Wahlheim, Osthofen, Framersheim
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