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Kirchheim an der Weinstraße erschließt sich über drei sehr unterschiedliche Themen: die protestantische Andreaskirche, den barocken Fassadenabschnitt an der Weinstraße und den Eckbach-Mühlenwanderweg. Kirchenkunst und Ortsbild stehen hier neben einer Wanderroute durch Weinberge, Obstgärten und Felder. Wer ein Hotel sucht, kann zunächst überlegen, ob Baugeschichte und Musik oder Bewegung auf dem Wanderweg den Aufenthalt prägen sollen.

Andreaskirche: Gotik, Orgel und Musik

Die protestantische Andreaskirche ist überwiegend spätgotisch geprägt. Zu ihren besonderen Merkmalen zählen der ungewöhnliche Turm und die ausgeprägte Akustik. Die Orgel aus dem Jahr 1750 besitzt 24 Register und eine barocke Disposition; der gotische Altar stammt aus der Zeit um 1500. Damit stehen zwei unterschiedliche Aspekte im Kirchenraum nebeneinander: die musikalische Ausstattung und die ältere sakrale Kunst. Die Kirche ist außerdem Schauplatz von Liedersommer-Veranstaltungen und des Kirchheimer Konzertwinters. Architektur, Ausstattung und Musikprogramm bilden so verschiedene Zugänge zu diesem Ort.

Barocke Fassaden an der Weinstraße

Der nördliche Abschnitt der Weinstraße in Kirchheim gilt als eine der längsten Straßenfronten Deutschlands mit barocken Fassaden. Im Mittelpunkt steht hier nicht ein einzelnes Bauwerk, sondern ein Straßenabschnitt, dessen Fassaden das bauliche Thema prägen. Das ist ein anderer Schwerpunkt als in der Andreaskirche: Dort lenken Turm, Orgel und Altar den Blick auf einzelne Merkmale; an der Weinstraße ist es die Folge barocker Fassaden entlang der Straße.

Zu Fuß auf dem Eckbach-Mühlenwanderweg

Der Eckbach-Mühlenwanderweg kann von Kirchheim aus begangen werden. Er führt durch Weinberge, Obstgärten und Felder und passiert historische Mühlen. Nahe der Haardt kreuzt er den 3-Burgen-Wanderweg. Landschaft, Mühlen und Wegverlauf geben der Wanderung ihren eigenen Charakter und unterscheiden sie deutlich von den kulturellen Themen im Ort. Die Wegkreuzung nahe der Haardt ist dabei ein konkreter Bezugspunkt für die Tourenplanung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.

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Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Bad Dürkheim

Auch im übergeordneten Reiseziel Bad Dürkheim gibt es eigenständige Themen für Kulturinteressierte. In Deidesheim lässt sich der historische Stadtkern auf einem 2,3 Kilometer langen Rundgang erkunden. Das Museum für Weinkultur in Deidesheim widmet sich der Beziehung zwischen Mensch, Wein und Weinbau. Rundgang und Museum setzen dabei unterschiedliche Akzente: Der eine führt durch den historischen Stadtkern, das andere richtet den Blick auf die Weinkultur.

In Bad Dürkheim verfügt der Gradierbau über zwei jeweils rund 333 Meter lange Reisigwände, über die Sole zur „Pfälzer Meeresbrise“ verrieselt wird. Besucher können den Wandelgang auf eigene Faust entlanggehen; Führungen vermitteln Wissenswertes über die Geschichte der Salzproduktion. So verbindet sich die besondere Bauform des Gradierbaus mit einem geschichtlichen Zugang zur Salzgewinnung.

Die Geschichte der Hardenburg begann im 13. Jahrhundert. Später wurde die Anlage zu einer Festung und dann zum Schloss der Leininger ausgebaut. Mächtige Mauern aus Pfälzer Buntsandstein und Türme mit Aussicht auf den Pfälzerwald prägen die Anlage. Ein Augmented-Reality-Guide zeigt die Hardenburg und ihre Räume in der Blütezeit des Schlosses. Da Besuchertechnik aktualisiert werden kann, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf den aktuellen Stand des Guides.

Der Dürkheimer Wurstmarkt ist das größte Weinfest der Welt und blickt auf eine Tradition von 600 Jahren zurück. Seine lange Geschichte gibt dem Fest einen eigenen kulturellen Schwerpunkt innerhalb des übergeordneten Reiseziels Bad Dürkheim.

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