Nußbaum verbindet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Weinbau und markanten Spuren der Ortsgeschichte. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Themen im Vordergrund: erholsame Wanderungen, ein Blick über das Nahetal, Weinlagen und historische Bauzeugnisse. Auch eine Einkehr ist im Ort möglich.
Wandern und Landschaft rund um Nußbaum
Die abwechslungsreiche Landschaft eignet sich für erholsame Wanderungen. Vom Wanderparkplatz Friedenseiche reicht der Blick über das Nahetal in Richtung Donnersberg. Einen anderen Naturbezug bietet das Naturdenkmal Matzpfuhl: Es besteht aus einer Pflanzung von Pappeln aus der Napoleonzeit. Aussichtspunkt und Naturdenkmal geben so zwei konkrete Anhaltspunkte für die Landschaft, die Sie bei einem Aufenthalt in Nußbaum entdecken können.
Der Weinwanderweg in Nußbaum präsentiert die Landschaft des Nahetals. Auf dem Hildegard-Weg kommen thematische Stationen hinzu: Die Tafel 19 mit dem Titel „Heilkräutern“ steht am Dorfplatz. An der Ortsausfahrt behandelt Tafel 20 Hildegards Buch über „Landtiere“. Die beiden Tafeln setzen unterschiedliche Schwerpunkte und sind an verschiedenen Stellen im Ort verortet.
Eine Etappe des Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderwegs verbindet Monzingen, Nußbaum, Bad Sobernheim, Staudernheim und Disibodenberg. Wenn Sie diese Route für Ihre Planung in Betracht ziehen, prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Wegebedingungen.
Weinbau und Einkehr
Der Wein aus Nußbaum reift auf 20 Hektar Rebfläche in den Weinlagen Rotfeld, Höllenberg und Sonnenberg. Diese drei Namen geben dem örtlichen Weinbau eine konkrete räumliche Gliederung. In Nußbaum gibt es außerdem Winzer und ein Gasthaus, das Besucher zur Einkehr einlädt. Weinbau und Einkehr sind damit neben den Wander- und Geschichtsthemen weitere örtliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseentscheidung.
Ortsgeschichte und historische Bauzeugnisse
Bis 1400 war Nußbaum Sitz der Ritter von Nußbaum. Im Jahr 1504 wurde der Ort fast vollständig niedergebrannt; etwa ein Jahrhundert später wurde er aus Überresten des alten Ortskerns wieder aufgebaut. Diese Daten unterscheiden zwei wichtige historische Abschnitte: die Zeit als Sitz der Ritter und den späteren Wiederaufbau nach der Zerstörung.
Der stattliche Turm der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, und die Kirche wird von beiden Konfessionen genutzt. Im Kirchhof der Simultankirche steht ein barockes Grabkreuz. Das Nußbaumer Schloß wurde im 18. Jahrhundert erneuert und ist in Privatbesitz. Diese Bauzeugnisse stehen jeweils für unterschiedliche Zeitschichten der Ortsgeschichte.
Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach
Im übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach kommen eigenständige Kultur- und Naturthemen hinzu. In der Stadt Bad Kreuznach wurden die Brückenhäuser ab 1480 aus Platzmangel erbaut. Die Fachwerkgebäude stehen auf Pfeilern der alten Nahebrücke, die um etwa 1300 errichtet wurde. Die Museen der Stadt Bad Kreuznach sind seit 1985/86 im denkmalgeschützten ehemaligen Rittergut Bangert in einem historischen Park untergebracht.
In Bretzenheim liegt die Felseneremitage, eine vollständig in den Fels eingehauene Kultstätte. Sie entstand vermutlich bereits in der Vorzeit und wurde in frühchristlicher Zeit umgewidmet. Von außen kann sie ganzjährig und ohne Führung besichtigt werden; der Eintritt in die Felswohnung ist derzeit wegen eines Felssturzes nicht möglich. Diese Beispiele gehören zum übergeordneten Reiseziel Bad Kreuznach und sind von den Sehenswürdigkeiten und Landschaftsmerkmalen Nußbaums zu unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Schloßböckelheim, Roth, Schöneberg, Bruschied, Lauschied, Kirn, Hargesheim, Altenbamberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Kreuznach.