Eckfeld ist eine kleine Siedlung in der Vulkaneifel. Das Eckfelder Maar zählt zu Europas bedeutendsten Fossillagerstätten und entstand vor etwa 44 Millionen Jahren in einer frühen Phase des Eifel-Vulkanismus. Dieser geologische Zeitrahmen trifft auf weitere konkrete Themen vor Ort: die Kirche St. Katharina, Waldökologie und Radreisen.
Fossilien und Schutzgebiet
Rund um das Eckfelder Trockenmaar informieren Tafeln über Fossilienfunde und die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden. So kommen konkrete Funde und ihre Deutung zusammen. Das Gebiet ist seit 1988 geschützt; eigenständiges Graben ist verboten. Für den Besuch der Ausgrabungsstätte wird empfohlen, am Sportplatz Eckfeld zu parken und die kurze Strecke zu Fuß zurückzulegen. Prüfen Sie diese Empfehlung vor der Anreise lokal, falls sich die Bedingungen ändern.
Kirchengeschichte in Eckfeld
Der Kirchturm in Eckfeld wurde um 1450 errichtet. St. Katharina wurde zunächst in den 1450er-Jahren als Ergänzung zu einem Wehrturm gebaut. Ihr Westturm stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und war ursprünglich wehrhaft. Nach einem Brand wurde St. Katharina im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut. So lässt sich die Baugeschichte als Abfolge mittelalterlicher Entstehung und späterer Wiederherstellung lesen.
Wald erleben und kreativ arbeiten
Der Määrchen-Naturwaldpfad ist eigens für Kinder konzipiert. Auf Waldwegen wird das Ökosystem spielerisch erklärt. Im Vergleich zum Fossilthema stehen hier die Zusammenhänge des Waldes und ihre kindgerechte Vermittlung im Mittelpunkt. Für Reisende mit Kindern ist diese Ausrichtung ein konkreter Anhaltspunkt bei der Auswahl eines Naturthemas.
Auch kreatives Arbeiten gehört zum Angebot: In der ehemaligen Dorfschule finden Seminare statt, in denen Teilnehmende mit Holz und Naturstein arbeiten. Die Anleitung reicht von grundlegender handwerklicher Unterweisung bis zur Unterstützung bei künstlerischer Gestaltung. Hier steht damit das eigene Gestalten im Mittelpunkt, mit Begleitung für unterschiedliche Erfahrungsstände.
Radwege und der größere Landschaftsrahmen
Der Maare-Mosel-Radweg führt direkt an Eckfeld vorbei. Für Radreisende ist das ein konkreter Ortsbezug bei der Planung. Der Lieserpfad setzt einen anderen regionalen Maßstab: Er ist 74 Kilometer lang und verbindet Eifel und Mosel. Bei der Reiseplanung liefert der Radweg den direkten Bezug zu Eckfeld, während der Lieserpfad die Verbindung zwischen den beiden Landschaftsräumen aufzeigt.
Im übergeordneten Reiseziel Bernkastel-Wittlich treffen die vulkanische Eifel, das romantische Moseltal und der wald- und wiesenreiche Hunsrück aufeinander. Auch der 816 Meter hohe Erbeskopf gehört zu diesem größeren Rahmen: Er lädt zum Wandern ein und bietet Wintersportmöglichkeiten. Am Erbeskopf informiert das Nationalpark-Tor über Natur und Umwelt; seine interaktive, multimediale Ausstellung konzentriert sich auf Wald und Moore.
Weitere Reiseziele entdecken: Wallscheid, Laufeld, Eisenschmitt, Meerfeld, Hasborn, Karl, Bettenfeld, Greimerath
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Manderscheid.