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Wederath verbindet archäologische Spuren Belginums mit der Geschichte der Kirche Kreuzauffindung und einer funktionsfähigen Schrotmühle. Für die Planung stehen zwei sehr unterschiedliche Wanderoptionen im Mittelpunkt: ein knapp 1.000 Meter langer Weg im Außengelände des Archäologieparks und der längere Belginum-Wanderweg zwischen Moselorten und Hunsrück. So können Sie entscheiden, ob Sie archäologische Fundorte auf einem kurzen Weg erschließen oder eine längere Wanderstrecke mit einem klar gewählten Startpunkt planen möchten.

Belginum: Gräberfeld, Siedlung und Museum

Der mit Wederath verbundene archäologische Komplex Belginum umfasst ein keltisch-römisches Gräberfeld, die römerzeitliche Siedlung Belginum mit mehreren Tempelbezirken und ein frührömisches Militärlager. Damit reicht der Blick vom Bestattungsplatz über Siedlungs- und Kultbereiche bis zu einer militärischen Anlage. Diese unterschiedlichen Bestandteile geben Ihnen mehrere Zugänge zum archäologischen Thema, statt Belginum auf eine einzelne Fundgruppe zu verkürzen.

In Wederath ist der Archäologiepark Belginum mit einem Museum verbunden. Es präsentiert archäologische Forschungsergebnisse sowie Funde des eisenzeitlichen Gräberfelds von Wederath und der provinzialrömischen Bevölkerung im antiken Belginum. So stehen Funde aus dem Gräberfeld und Zeugnisse der provinzialrömischen Bevölkerung in Beziehung; die genannten Themen reichen von der Eisenzeit bis in die römische Epoche. Wer sich für Archäologie interessiert, findet hier sowohl die Forschung als auch unterschiedliche Fundgruppen als Schwerpunkte.

Zwei Wanderwege, zwei Maßstäbe

Im Außengelände des Archäologieparks führt ein knapp 1.000 Meter langer Wanderweg mit anschaulichen Tafeln durch verschiedene Teile der Siedlung und des Gräberfelds. Die Tafeln begleiten den Weg durch genau jene Bereiche, die den archäologischen Komplex prägen. Damit steht neben dem längeren Belginum-Wanderweg eine klar umrissene Wegstrecke zur Verfügung, die sich auf die Siedlung und das Gräberfeld konzentriert.

Der 2005 eröffnete Belginum-Wanderweg bietet eine andere Maßstabsebene: Er verbindet die Moselstädte Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach mit dem Archäologiepark Belginum auf den Höhen des Hunsrücks. Oberhalb des Ortsteils Kautenbach führt er durch das Trabenerbachtal, ein urwüchsiges Moselseitental, zum Archäologiepark bei Wederath.

Für die gesamte Wanderstrecke sind zwei ungefähre Längen angegeben: Von Bernkastel-Kues nach Belginum sind es rund 14 Kilometer, vom Moselufer in Traben-Trarbach nach Belginum rund 16 Kilometer. Die Ausgangspunkte unterscheiden sich ebenso wie die Streckenlängen. Wählen Sie die Variante daher anhand Ihres gewünschten Startpunkts und prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.

Kirchengeschichte und Mühlentechnik

Die heutige, größere Barockkirche Kreuzauffindung wurde 1756–1758 erbaut, nachdem die Kapelle 1669 nach einem Brand erneuert worden war. Die Daten markieren getrennte Bauphasen: Auf die Erneuerung der Kapelle folgte später der Bau der größeren Kirche. So lassen sich die beiden Schritte der Wederather Kirchengeschichte zeitlich auseinanderhalten.

Im Inneren befinden sich eine Kanzel, eine Pietà von 1766, ein Gusswandbild der vierzehn Nothelfer und verschiedene Heiligenfiguren. Hinzu kommt ein schöner barocker Altar mit hohem Tabernakel, der erst im 20. Jahrhundert nach Wederath gelangte. Seine spätere Ankunft ergänzt die Baugeschichte um eine eigene Ausstattungsgeschichte.

Gegenüber der Kirche steht eine alte, funktionsfähige Schrotmühle, die bei Mühlenwanderungen im Hunsrück gerne vorgeführt wird. Damit kommen zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte zusammen: die Bau- und Ausstattungsgeschichte der Kirche sowie die Mühlentechnik, die bei einer Vorführung erlebbar wird.

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