Die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung wurde 1502 eingeweiht; zugleich treffen in Klausen Pilgerwege aufeinander. Für die Reiseplanung bietet der Ort eine Mischung aus sakraler Kunst, historischen Spuren und Wegen zu Fuß oder mit dem Rad.
Wallfahrtskirche, Kunst und Klosterbibliothek
Der 6,20 Meter hohe Antwerpener Hochaltar stammt aus der Zeit um 1480 und zeigt Szenen aus der Passion Christi. Die Gnadenkapelle der Kirche geht auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde 1902 umgestaltet. Auch die Rieger-Orgel bietet konkrete historische Details: Sie besitzt 39 Register auf drei Manualen und einem Pedal.
Die Klosterbibliothek wurde Ende des 15. Jahrhunderts oberhalb der Sakristei der Wallfahrtskirche errichtet. Zu ihrem Bestand gehören ein spätmittelalterliches Manuskript und frühe Druckwerke, die als Inkunabeln bekannt sind. Geführte Besuche der Bibliothek und der Wallfahrtskirche können über das katholische Pfarramt gebucht werden. Prüfen Sie die Buchungsmöglichkeiten vor Ihrer Reise.
Auch der Abtsgarten ergänzt die historischen Anlaufpunkte: 1769 wurde er mit einem Gartenpavillon auf drei Terrassen neu gestaltet; der Pavillon wurde 1990 restauriert. Die beiden Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen der Anlage, von ihrer Gestaltung bis zur Restaurierung des Pavillons.
Pilgerwege und Rundgänge
Der Eifel-Camino führt durch Klausen und trifft am Fuß von Maria Heimsuchung auf den Mosel-Camino. Dieser verläuft über rund 180 Kilometer von Koblenz-Stolzenfels nach Trier und führt durch Klausen und Krames. Wenn Sie auf einem der Wege unterwegs sind, prüfen Sie vorab Beschilderung und mögliche Umleitungen.
Für einen kürzeren Spaziergang bietet die zentrale Klausener Runde einen anderen Zeitrahmen: Sie dauert etwa 15 bis 20 Minuten und beginnt am Marienbrunnen. Ein Besuch der Kirche ist in dieser Rundgangsdauer nicht enthalten. Der Rundgang im Ortsteil Krames dauert etwa 60 bis 90 Minuten und startet ebenfalls am Marienbrunnen, dort vor der Wallfahrtskirche. Damit stehen zwei unterschiedliche Zeitangaben für die Ortsrundgänge zur Verfügung.
Aussicht, Natur und Radfahren
Der Aussichtspunkt Klausenkreuz bietet einen Überblick über die Wittlicher Senke und die Voreifel. Bei klaren Bedingungen reicht die Sicht bis in die Vulkaneifel. Für eine weitere Gehoption führt der Pohlbach-Spaziergang zu einem Naturlehrpfad mit zwei Abschnitten. Das Forstrevier Klausen bietet geführte Touren auf Anfrage an; klären Sie vorab, ob eine Führung zu Ihrem Termin möglich ist.
Auch für Radfahrende gibt es eine Verbindung: Klausen ist über die Wallfahrtsschleife an den Maare-Mosel-Radweg angebunden. Der Radweg verläuft 55 Kilometer zwischen Daun und Bernkastel-Kues abseits des Straßenverkehrs und hat eine maximale Steigung von 3 Prozent. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob es temporäre Umleitungen gibt.
Krameser Landhaus und Backofenfest
Ein Gebäude des Trierer Landhaustyps gehört zum Krameser Rundgang. Wohnräume, Stall und Scheune liegen bei diesem Gebäudetyp unter einem Dach. An dem Beispiel lässt sich nachvollziehen, wie verschiedene Nutzungen in einem Bau zusammengefasst sind.
In Krames steht außerdem ein restaurierter Backofen im Mittelpunkt des wiederkehrenden Backofenfests Anfang September. Angeboten werden dort ofengebackenes Brot mit traditionellen Belägen und lokaler Viez. Da Termine und Abläufe geprüft werden sollten, informieren Sie sich vor der Reise über die aktuelle Festplanung.
Unterwegs im Wittlicher Land
Klausen ist im Wittlicher Land über die VRT-Buslinien 321 und 322 angebunden. Weil sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die Verbindung für Ihren Reisetag vor der Abreise. So können Sie Ihre Planung auf die Besuche, Rundgänge oder eine Radetappe abstimmen, die für Sie im Mittelpunkt stehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Altrich, Dodenburg, Minderlittgen, Dreis, Plein, Osann-Monzel, Bombogen, Bruch.
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