Oberkirn liegt oberhalb des Zusammenflusses von Eschenbach und Kyr, geschützt von bewaldeten Hügeln. Zwei Themen prägen den Ort besonders deutlich: die Geschichte seiner Kirchen und die Spuren des Schieferbergbaus. Hinzu kommt eine mittelschwere Halbtagstour mit Wiesenwegen, Waldabschnitten und Blicken auf den Idarkopf. Damit stehen für die Reise sowohl örtliche Kulturgeschichte als auch eine Wanderung mit klarer Zeitangabe im Mittelpunkt.
Kirchen und Ortsgeschichte
Oberkirn hat zwei markante Kirchen. Die evangelische Kirche steht am oberen Dorfrand über den Fundamenten eines römischen Landhauses, einer villa rustica. Der heutige Bau entstand wenige Jahre vor 1400 in schlichter gotischer Form und diente den Schenken zu Schmidtburg als Begräbnisstätte. An der Außenwand befindet sich die figürliche Grabplatte für Franz Brune von Schmidtburg, der 1573 starb. Die Bezeichnung villa rustica erklärt den römischen Bezug der Fundamente; die schlichte Gotik beschreibt den späteren Kirchenbau.
Die katholische Kirche wurde 1794 geweiht und steht mitten im Dorf auf einem massiven Schieferhang. So lassen sich die beiden Kirchen anhand unterschiedlicher Bezugspunkte einordnen: Bei der evangelischen Kirche stehen Bauzeit, Begräbnisgeschichte und Lage am oberen Dorfrand im Vordergrund, bei der katholischen Kirche Weihedatum und Standort im Ortszentrum.
Spuren des Schieferbergbaus
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der Dachschieferabbau in 21 umliegenden Gruben Oberkirns wichtigste Erwerbsgrundlage. Am Hang des Kyrbachtals sind zahlreiche Halden und mehrere Dutzend Stollenmundlöcher als Spuren dieser Geschichte erhalten. Der Bergbau lässt sich damit nicht nur als früheres Gewerbe, sondern auch an konkreten Resten in der Landschaft nachvollziehen.
Jenseits der Kyrbachbrücke steht in einer Felsnische eine Figur der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Ein großes Wegkreuz steht auf der Anhöhe über Oberkirn neben der Straße nach Schwerbach. Die Barbarafigur verbindet einen konkreten Ort mit der Bergbaugeschichte; das Wegkreuz ist ein weiteres markantes religiöses Zeichen im Ortsbild.
Eine Halbtagstour mit Wiesen- und Waldwegen
Die Rhaunen–Oberkirn–Hausen-Wanderroute ist mittelschwer, 12,8 Kilometer lang und mit 3,5 Stunden als Halbtagstour angelegt. Die Strecke führt über Wiesenwege und durch Waldabschnitte; unterwegs eröffnen sich Blicke auf den Idarkopf. Distanz, Schwierigkeitsgrad und Dauer ergeben zusammen einen konkreten Rahmen für die Tagesplanung: Sie können dafür einen halben Tag vorsehen und die Einstufung „mittelschwer“ bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Wegbedingungen.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Birkenfeld
Im übergeordneten Reiseziel Birkenfeld zeigt das Landesmuseum Birkenfeld Dauerausstellungen zu Kelten und Römern, zu Birkenfeld und den Wittelsbachern, zum Eisenhüttenwesen im Landkreis Birkenfeld, zu einem alten Klassenzimmer um 1930 sowie zur Oldenburger Zeit. Ein weiteres eigenständiges Ziel ist die 2,5 Kilometer lange Götterallee zwischen Schwollen und Leisel. Entlang der Strecke stehen zehn lebensgroße, farbenfrohe Götterfiguren.
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