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Stipshausen lässt sich über zwei markante Ziele erschließen: die Evangelische Kirche mit ihrer Ausstattung und den nahe gelegenen Idarkopf-Turm. Beide setzen unterschiedliche Akzente: In der Kirche stehen Baugeschichte und Kunst im Mittelpunkt; beim Turm sind Aussicht und der Fußweg Teil der Planung. Wer beides verbinden möchte, sollte den Turm nicht als direkt anfahrbaren Halt behandeln, sondern den Weg zu Fuß mitberücksichtigen.

Evangelische Kirche: Bauernbarock und Achatfenster

Die Evangelische Kirche wurde 1778–79 erbaut. Ihr Innenraum ist im Hunsrücker Bauernbarock gestaltet; Gemälde finden sich an Altar, Decke und Empore. Die Stumm-Orgel wurde 1861 eingeweiht. Diese Details setzen unterschiedliche Zeitmarken: Die Bauzeit bezeichnet die Kirche, 1861 die Einweihung der Orgel. So lässt sich die Ausstattung nicht auf eine einzelne Epoche oder ein einziges Kunstwerk reduzieren.

Die beiden Fenster wurden 2014 eingesetzt und bestehen vollständig aus Achat. Gestaltet wurden sie von den Edelsteinkünstlern Bernd und Tom Munsteiner; sie gelten als weltweit einzige Fenster, die ganz aus diesem Material gefertigt sind. Das macht sie zu einem klaren Schwerpunkt der Kirche neben den Malereien und der Orgel. Wenn Sie sich für Handwerk oder Kunst interessieren, stehen hier sehr unterschiedliche Techniken und Zeitpunkte nebeneinander: Malerei, Orgel und die Bearbeitung von Achat.

Idarkopf-Turm: Aussicht mit Fußweg

Der Idarkopf-Turm nahe Stipshausen ist 31,1 Meter hoch und bietet Ausblicke über das EdelSteinLand und die Hunsrückhöhen. 170 Stufen führen nach oben; neun Ruhepodeste gliedern den Aufstieg. Damit unterscheidet sich der Turm als Aussichtsziel deutlich von der Kirche, deren besondere Akzente in Baugeschichte und Ausstattung liegen.

Mit dem Auto ist der Turm nicht erreichbar. Vom Idarwald-Wanderparkplatz oder vom Stipse-Parkplatz nahe Stipshausen sind es jeweils etwa zwei Kilometer zu Fuß. Planen Sie den Fußweg daher als eigenen Teil des Besuchs ein und prüfen Sie vorab die Zugangsbedingungen. Die Wegverhältnisse können variieren. Die beiden genannten Ausgangspunkte bieten Orientierung für den Weg zum Turm; die Strecke selbst wird zu Fuß zurückgelegt.

Weitere Kulturziele im übergeordneten Reiseziel Birkenfeld

Im übergeordneten Reiseziel Birkenfeld kommen weitere, klar davon zu unterscheidende Themen hinzu. Das Landesmuseum Birkenfeld zeigt Dauerausstellungen zu Kelten und Römern, zu Birkenfeld und den Wittelsbachern, zum Eisenhüttenwesen im Landkreis Birkenfeld, zu einem alten Klassenzimmer um 1930 sowie zur Oldenburger Zeit. Das ist ein anderer Zugang zur Kulturgeschichte als in Stipshausen: Das Museum bündelt mehrere Themen in Ausstellungen, während die Kirche mit ihrer Ausstattung und den Achatfenstern einen einzelnen Bau in den Mittelpunkt rückt.

Einen weiteren Akzent setzt die 2,5 Kilometer lange Götterallee zwischen den Ortsgemeinden Schwollen und Leisel. Entlang der Strecke stehen zehn lebensgroße, farbenfrohe Götterfiguren. So verbindet sich dort eine Route mit Kunst im Freien; der Idarkopf-Turm setzt dagegen auf Höhe und Ausblicke über die Landschaft. Für die Auswahl Ihrer Ziele können Sie daher unterscheiden, ob Sie sich vor allem für Kirchenkunst, thematische Geschichtsausstellungen, Figuren entlang einer Strecke oder eine Aussicht mit Fußweg interessieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Sonnenberg-Winnenberg, Fischbach, Abentheuer, Allenbach, Hammerstein, Niederhambach, Leisel, Frauenberg

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Birkenfeld.

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