Leienkaul bietet einen Ausgangspunkt für die Wanderschleife in der Schieferregion Kaulenbachtal. Im Tal stehen frühere Bergbauspuren, geschützte Natur und erhaltene Zeugnisse des Schieferabbaus nebeneinander. Für die Reiseplanung spielen außerdem geführte Wanderungen und die Anfahrt mit dem Auto eine Rolle. So erhält ein Aufenthalt einen klaren Schwerpunkt auf Landschaft und Geschichte.
Wandern und Schieferbergbau im Kaulenbachtal
Die Wanderschleife der Schieferregion Kaulenbachtal ist 14,2 Kilometer lang und kann in Leienkaul beginnen. Zusätzlich bietet der Verein zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte geführte Wanderungen durch die Schieferbergbaulandschaft an. Sie können also eine eigene Wanderplanung entlang der Schleife erwägen oder sich nach einer Führung erkundigen. Prüfen Sie die örtlichen Absprachen zu den geführten Wanderungen vor der Anreise. Für weitere Vorhaben ist die Länge der Runde ein konkreter Planungswert: Berücksichtigen Sie bei Ihrer Tagesplanung die Zeit, die Sie selbst für die Strecke ansetzen.
Das Kaulenbachtal zwischen Leienkaul, Laubach und Müllenbach war früher ein Schieferabbaugebiet. 1988 wurde es Naturschutzgebiet, 1993 geschützter Denkmalbereich. Abraumhalden und Stollen bieten seltenen Arten Lebensraum, darunter Mauereidechsen und überwinternden Fledermäusen. Frühere Bergbauspuren sind damit zugleich Teil eines Landschaftsraums, der unter Natur- und Denkmalschutz steht. Wer sich für den Wandel von Abbaugebieten und ihre heutige Einordnung interessiert, findet im Tal beide Aspekte nebeneinander.
Die Schieferbergbaugeschichte zeigt sich auch an konkreten Elementen: Im Kaulenbachtal gibt es erhaltene Bergbaureste, Informationstafeln, historische Grubenwagen und ein rekonstruiertes Spalthaus. Sie geben dem Ausflug eine anschauliche kulturelle Seite neben der Landschaft und ihren Lebensräumen. Ein weiterer Höhepunkt der Route ist Maria Martental. Das Kloster und die Wallfahrtskirche reichen geschichtlich bis 1140 zurück und ergänzen die Industriegeschichte um ein religiöses Thema.
Anfahrt mit dem Auto
Die Besucherroute im Kaulenbachtal erreichen Sie mit dem Auto von der A48 über die Ausfahrt Kaisersesch. Von dort führt die Anfahrt über die L98, L100, L52 und Breitenbruch bis zu einem Parkplatz. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob Baustellen oder Verkehrsbeschränkungen die Route beeinflussen. So können Sie die Anreise anhand der genannten Straßen planen und bei Bedarf Ihre Anfahrt anpassen.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Cochem-Zell
Im übergeordneten Reiseziel Cochem-Zell kommen weitere kulturelle und landschaftliche Themen hinzu. Die mittelalterliche Reichsburg Cochem wurde im 19. Jahrhundert im Zuge der Burgenromantik von Louis Ravené im neugotischen Stil restauriert und wiederaufgebaut. Zu den besuchbaren Innenräumen gehören unter anderem Rittersaal, Speisesaal, Jagdzimmer und Kemenate. Das ist ein anderer kultureller Schwerpunkt als die Bergbauspuren im Kaulenbachtal: Hier stehen Burg und Innenräume im Mittelpunkt, dort die Geschichte des Schieferabbaus und die erhaltenen Relikte.
Auch die Naturthemen in Cochem-Zell unterscheiden sich. Der Jungferweiher ist ein bedeutendes Brut- und Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten, besonders während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst. Die Hängeseilbrücke Geierlay bietet einen weiteren, eigenständigen Themenpunkt: Sie ist 360 Meter lang und liegt 100 Meter über dem Mörsdorfer Bachtal, zwischen Sosberg im Landkreis Cochem-Zell und Mörsdorf im Rhein-Hunsrück-Kreis. Diese Beispiele gehören zum übergeordneten Reiseziel Cochem-Zell und sind vom örtlichen Thema Leienkauls zu unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Kaifenheim, Müllenbach, Illerich, Landkern, Laubach
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kaisersesch.