Baustert lässt sich über zwei unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: Der Themenweg Denkmäler Baustert-Brimingen führt zu historischen Bauwerken und Wegekreuzen, während die waldreiche Umgebung zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Besonders anschaulich wird der kulturelle Reichtum an der Pfarrkirche St. Maximin und der Gnadenkapelle: Beide erzählen auf unterschiedliche Weise von Bauphasen, erhaltenen Ausstattungsstücken und Veränderungen im Ortsbild.
Denkmäler und Aussicht auf dem Themenweg
Der Themenweg Denkmäler Baustert-Brimingen führt zu denkmalgeschützten Gebäuden und zahlreichen Wegekreuzen. Entlang der Strecke informieren 13 Tafeln über die jeweiligen Objekte. Auch die Pfarrkirche St. Maximin liegt am Weg; außerdem erreicht er die Kapelle Baustert. So stehen auf der Route unterschiedliche Formen des Kulturerbes im Mittelpunkt: Kirchenbau, kleinere Kapellen, Wegekreuze und weitere geschützte Gebäude.
Nach dem Aufstieg bietet sich ein Panoramablick über Baustert. Die Route verbindet damit Informationen zu einzelnen Denkmälern mit einem Blick über den Ort. Wenn Sie bei einem Spaziergang gern mehr über die Objekte am Weg erfahren, geben die Tafeln dafür konkrete Anhaltspunkte.
Pfarrkirche St. Maximin: Bauphasen und Ausstattung
Die heutige Pfarrkirche St. Maximin wurde 1965 bis 1967 als breit gelagerter Saalbau an den Turm angebaut. Dieser stammt noch von der Erweiterung der Kirche von 1900 bis 1910. Am Bau treffen somit zwei deutlich auseinanderliegende Bauphasen aufeinander: der Saalbau aus den 1960er Jahren und der ältere Turm. Der Begriff „Saalbau“ beschreibt die breite, saalartige Form des Kirchenschiffs.
Im Inneren sind Teile der neuromanischen Ausstattung des Vorgängerbaus erhalten. Dazu gehören Taufbecken, Stallen, Figuren und Kapitelle. Zum älteren Inventar zählen außerdem ein Sandsteinretabel aus dem Jahr 1823 mit der Darstellung der Grablegung sowie Holzfiguren aus dem 18. Jahrhundert. Die Ausstattung umfasst damit Stücke aus verschiedenen Jahrhunderten und ergänzt die Baugeschichte um eine eigene zeitliche Ebene.
Gnadenkapelle: versetzt und wiedererrichtet
Die Gnadenkapelle wurde 1766 oder möglicherweise 1769 aus Dank für die Geburt eines Kindes errichtet. Die Datierung bleibt bewusst offen. Im Jahr 1981 wurde die Kapelle einige hundert Meter weiter in Richtung Hütterscheid versetzt: an den Waldrand zu einer Wegegabelung. Dort wurde sie als exakte Kopie wiedererrichtet, unter Verwendung alter Werksteine und des ursprünglichen Türeingangsgewändes. Ihre Geschichte umfasst also sowohl den ursprünglichen Bau als auch die spätere Versetzung und den Wiederaufbau.
Auf dem Themenweg können Wandernde in das Innere der Kapelle schauen und die Sitzecke zum Verweilen nutzen. Deren Ausgestaltung kann sich ändern. Auch ein Eintrag ins Gästebuch ist möglich. Diese Besuchsdetails unterscheiden die Kapelle von den Denkmälern, die Sie vor allem entlang der Strecke und über die Informationstafeln kennenlernen.
Brunnenstraße und waldreiche Umgebung
Eine andere Perspektive auf Bausterts Ortsbild bietet die kleine Denkmalzone Brunnenstraße, im Volksmund auch „Hilt“ genannt. Zu ihr gehören kleine Höfe entlang der Straße, die in einem Bogen ansteigt. Die Bebauung stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und hat ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bis heute im Großen und Ganzen bewahrt. Während bei der Pfarrkirche verschiedene Bauphasen und Ausstattungsstücke auffallen, ist hier das Zusammenspiel von Höfen und Straßenverlauf prägend.
Baustert verfügt über eine 100 Hektar große, waldreiche Umgebung am Rand des Naturparks Südeifel, die zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Einen weiteren Landschaftseindruck bietet der Ortsteil Berghausen: Dort weist der Mühlbach einen sehr schönen mäandrierenden Verlauf auf. Kulturdenkmäler und Natur sind damit zwei klar unterscheidbare Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt: Auf dem Themenweg stehen Geschichte und Bauwerke im Vordergrund, während die Umgebung Raum für Spaziergänge bietet.
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