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In Oberstedem stehen die Dorfkirche St. Brictius, Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten und die Glaskultur für einen kulturgeschichtlichen Blick auf den Ort. Die Themen reichen von einer mittelalterlichen Skulptur bis zu einer frühen schriftlichen Nennung. Auch der Waldanteil gehört zum Bild des Gemeindegebiets.

Dorfgeschichte und Landschaft

Oberstedems Gebiet umfasst 448 Hektar, davon sind 82 Hektar Wald. Erstmals ist der Ort 893 unter dem Namen „Stedehym“ im Prümer Urbar belegt. Die Namensform und das Datum geben der Dorfgeschichte einen konkreten historischen Bezug; die Kirche St. Brictius erzählt sie mit ihrer Baugeschichte und Ausstattung weiter.

St. Brictius: Dorfzentrum und Kunstwerke

Die katholische Filialkirche St. Brictius und ihr Kirchhof bilden Oberstedems Dorfzentrum. Die heutige Kirche wurde 1951/52 neu errichtet und ersetzte den Vorgängerbau von 1808, der am Friedhof stand. Damit lassen sich die heutige Bauphase und der Standort des früheren Kirchengebäudes zeitlich und örtlich unterscheiden.

Im Kircheninneren begegnen Werke aus verschiedenen Epochen. Eine gotische Skulptur zeigt Maria mit dem Christuskind und stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Hinzu kommt eine barocke Steinfigur des heiligen Brictius. Der neugotische Altar besitzt eine Mensa und einen Aufbau aus der früheren Dorfkirche. So verbinden sich ein mittelalterliches Kunstwerk und barocke Bildhauerei mit Teilen der älteren Kirche.

St. Brictius ist nach § 8 des Denkmalschutzgesetzes Rheinland-Pfalz als gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Ausstattung des Kircheninneren ist im Kulturdenkmälerregister des Eifelkreises Bitburg-Prüm mit Stand Oktober 2023 verzeichnet. Zu den eingetragenen Denkmälern zählen auch die Anwesen Hauptstraße 12, 14 und 16. Der Museumsstandort „Vereinigte Museen im Jacobshof“ befindet sich an der Hauptstraße 16.

Glasgeschichte in zwei Blickwinkeln

Das Glasmuseum präsentiert Exponate zur Geschichte des Glases über 2.000 Jahre. Ein zweites kleines Museum widmet sich der Geschichte der rheinischen Glashütten des vergangenen Jahrhunderts. Die in Oberstedem präsentierte Tradition der rheinischen Glashütten wird bis zur Blütezeit der römischen Glashütten zurückgeführt. Zusammen bieten die beiden Themen einen weiten zeitlichen Blick auf Glas und einen engeren Fokus auf die Geschichte der Glashütten.

Wenn Sie einen Museumsbesuch planen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm

Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm kommen weitere, thematisch unterschiedliche Ziele hinzu. Das Devonium in Waxweiler vermittelt auf spielerische Weise komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben. Das Westwallmuseum in Irrel ist in drei begehbaren Geschossen eines Bunkers eingerichtet; seine militärhistorische Ausstellung befindet sich in unterirdischen Gängen und Räumen.

Zum Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebietes. Die rund 700 Jahre alte Wasserburg Rittersdorf ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten und vermittelt ein Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissance-Wohnkultur. Diese regionalen Beispiele setzen andere Schwerpunkte als die Ortsgeschichte und Glaskultur Oberstedems.

Weitere Reiseziele entdecken: Mettendorf, Sinspelt, Auw bei Prüm, Irrel, Ammeldingen Bei Neuerburg, Prüm, Hütten, Niederweis

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.

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