Zum Inhalt

Großlangenfeld hat ein Profil, das sich aus Ortsgeschichte und Landschaft zusammensetzt: Der jahrhundertealte Johanneswein-Brauch setzt einen konkreten Termin im Dezember, während St. Laurentius, das Backhaus und steinerne Wegekreuze unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte bieten. Zugleich prägen Wälder und die Lage zwischen Alf und Ihren den örtlichen Rahmen. So lässt sich eine Reise nach dem eigenen Schwerpunkt planen: kirchlichem Brauchtum und Baugeschichte oder der geschützten Tallandschaft.

Landschaft zwischen Alf und Ihren

Der Ort liegt durchschnittlich auf etwa 505 Metern. Fast ein Drittel der Landschaft ist bewaldet; Großlangenfeld liegt zwischen den Wasserläufen Alf und Ihren. Einen weiteren Rahmen bildet das Naturschutzgebiet Alfbachtal mit Tunenbach und Hollbach. Es umfasst rund 164 Hektar; auch Flächen innerhalb der Gemarkung Großlangenfelds liegen in diesem Schutzgebiet. Als geschützte Tallandschaft ist es für die Schneifel-Vorberge charakteristisch und enthält seltene natürliche Lebensraumtypen. So verbindet sich die Beschreibung des örtlichen Landschaftsrahmens mit einem konkret benannten Naturschutzgebiet.

Johanneswein: ein Brauch mit festem Datum

Ein wiederkehrender kultureller Schwerpunkt ist die Johanneswein-Tradition: Alljährlich am 27. Dezember wird der Wein während des Gottesdienstes gesegnet und verkostet. Der Brauch ist jahrhundertealt. Anders als die Bauzeugnisse ist diese Tradition an einen bestimmten Termin gebunden und kann deshalb die Wahl der Reisezeit prägen. Wenn Sie Ihre Planung auf den Brauch ausrichten möchten, prüfen Sie vorab, ob der Termin lokal geändert wurde.

Kirche, Backhaus und Wegekreuze

St. Laurentius ist eine spätgotische steinerne Kirche, die vermutlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstand. Zu ihrem Aufbau gehören Westturm, Langhaus und Chor. Das Langhaus bezeichnet den Hauptraum der Kirche, der Chor den Bereich des Altars. Die Ausstattung gehört einer späteren Zeitschicht an: Hochaltar und Seitenaltar wurden 1618/19 gestiftet und später restauriert.

Zum weiteren historischen Bestand zählen ein wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert stammendes Backhaus und vier alte steinerne Wegekreuze. Drei der Kreuze datieren ins 18. Jahrhundert, eines ins 17. Jahrhundert. Zusammengenommen reichen die genannten Zeitangaben vom mutmaßlichen Kirchenbau im frühen 16. Jahrhundert über das einzelne Kreuz aus dem 17. Jahrhundert bis zu den Kreuz- und Backhausdatierungen des 18. Jahrhunderts.

Ergänzungen im übergeordneten Reiseziel Pronsfeld

In Pronsfeld erinnert ein kleines, informatives Eisenbahnmuseum an die Zeit, als der Ort ein Eisenbahnknotenpunkt war. Acht Wanderwege starten am Wander- beziehungsweise Radfahrerparkplatz beim ehemaligen Bahnhof. Dieser ist außerdem Ausgangspunkt für Bahntrassentouren; ein großer Parkplatz bietet mit dem Auto anreisenden Radfahrern, Wanderern und Inlineskatern Parkmöglichkeiten.

Für Radtouren sind dort Verbindungen mit unterschiedlichen Längen beschrieben: Der Bahntrassen-Radweg Pronsfeld–Prüm ist als einfache Strecke 10 Kilometer lang und durchgehend asphaltiert. Der Enz-Radweg verläuft von Pronsfeld bis Neuerburg über 25 Kilometer auf einer ehemaligen Bahntrasse. Am Pronsfelder Radwegeknoten treffen außerdem Enz-Radweg, Prüm-Radweg und Eifel-Ardennen-Radweg aufeinander. Diese Wege und das Eisenbahnmuseum sind Themen in Pronsfeld; sie ergänzen, aber ersetzen nicht die Ortsgeschichte und Landschaft Großlangenfelds.

Weitere Reiseziele entdecken: Obermehlen, Brandscheid, Gondenbrett, Auw, Bleialf, Hersdorf, Pronsfeld, Pittenbach.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prüm.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.