Der Eifel-Blick „Auf dem Köpfchen“ macht Habscheids weite Landschaftsperspektive greifbar; in der Emischjass und an historischen Bauwerken liegen weitere, ganz eigene Themen. Wer Habscheid als Reiseziel auswählt, kann so zwischen Aussicht, Wegegeschichte und Baukultur unterscheiden.
Aussicht und Landschaft
Der Eifel-Blick „Auf dem Köpfchen“ bei Habscheid eröffnet ein weites Panorama: Vom Ourtal reicht der Blick über das Alfbachtal bis zur Schneifel und weiter über das Prümtal und die Prümer Kalkmulde in die Verbandsgemeinde Arzfeld. Hinzu kommen Aussichten auf Orte, Seen, Flusstäler, Heckenlandschaften, Heiden und Moore. Benannte Täler und unterschiedliche Landschaftsformen stehen hier nebeneinander – ein konkreter Schwerpunkt für Reisende, die gern größere Landschaftsräume in den Blick nehmen.
Emischjass und Wegegeschichte
Die Emischjass ist eine tiefe Schlucht zwischen Bäumen und Hecken. Geformt wurde sie durch Fuhrwerksverkehr und einen natürlichen Wasserlauf in Richtung Bierbach. Zugleich war sie früher eine Hauptverbindung zwischen Lichtenborn, Kesfeld und Habscheid; auch die Bezeichnungen Römerstraße und Militärstraße wurden für sie verwendet. Bei der Emischjass kommen damit zwei Aspekte zusammen: eine von Verkehr und Wasser geprägte Landschaftsform und die frühere Bedeutung als Verbindung zwischen drei Orten.
Ein Gemeindeentwicklungsbericht aus dem Jahr 2016 schildert eine Prozession zum Donatuskreuz am ersten Sonntag im August. Dabei wurde um Schutz vor Unwettern gebetet.
Kirche, Mühle und Kulturdenkmale
Die St.-Luzia-Pfarrkirche in Habscheid ist als Kulturdenkmal geschützt. Die Südwände des Langhauses und des Chors sowie der dreiseitige Chorabschluss stammen spätestens aus dem 15. Jahrhundert. Zwei weitere Kulturdenkmale lassen sich an ihren Formen und Datierungen unterscheiden: Das Wegekreuz an Hauptstraße 18 ist ein nachbarockes Schaftkreuz von 1806. An der Einmündung von Hauptstraße und Neustraße ist der Torso eines spätgotischen Nischenkreuzes aus dem Jahr 1554 als Kulturdenkmal gelistet. Die beiden Jahreszahlen liegen 252 Jahre auseinander.
Nordöstlich von Habscheid liegt die Habscheider Mühle, ein als Kulturdenkmal gelisteter, stattlicher dreiflügeliger Komplex aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. An der Habscheider Mühle mündet der Hollbach in den Alfbach; dieser ist ein rechter Zufluss der Prüm. Auch für Radfahrende ist die Ortslage ein konkreter Bezugspunkt: Die Prüm–St. Vith-Radroute führt durch die Habscheider Mühle. Wenn Sie diesen Verlauf einplanen, prüfen Sie die aktuelle Beschilderung vor Ort.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm
Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es im Prümer Land sieben Eifel-Blicke, jeder mit einer eigenen Aussicht. Andere kulturelle Schwerpunkte setzen das Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf und das Devonium in Waxweiler. Zum Besucherbergwerk gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebiets. Einstündige Führungen vermitteln den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik; informieren Sie sich vor einem Besuch über die saisonalen Betriebsangaben. Im Devonium werden komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben spielerisch vermittelt. Damit stehen im Eifelkreis neben Habscheids Aussicht, Wegegeschichte und Baukultur auch Bergbaugeschichte und Fossilienwissen als eigene Themen zur Auswahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Fleringen, Bleialf, Brandscheid, Nimsreuland, Büdesheim, Orlenbach, Auw, Hersdorf
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