Zum Inhalt

Seiwerath liegt in der Prümer Kalkmulde der östlichen Eifel; der südliche Gemeindebereich befindet sich auf der Lascheider Hochfläche in der westlichen Eifel. Die Landschaft ist ein Einstieg in die Orientierung, doch besonders anschaulich werden die verschiedenen Zeitebenen an Kirchen, Wegekreuz und archäologischen Spuren. Auch eine Wanderroute mit konkret benannter Streckenlänge kann in die Reiseplanung einfließen.

Kirchen, Kapellen und Wegekreuz

Die katholische Filialkirche St. Wendelin und St. Lambertus ist ein kleiner Saalbau mit mittelalterlichem Kern und spitzem Dachreiter. Nahe Hauptstraße 30 steht ein spätbarockes Schaftkreuz des sogenannten Sefferner Typs aus dem Jahr 1790. Die beiden Bauwerke setzen unterschiedliche zeitliche Akzente: Beim Gotteshaus verweist der mittelalterliche Kern auf ältere Bausubstanz, während das Wegekreuz auf 1790 datiert ist.

Im nahe gelegenen Seiwerath-Dürrbach befindet sich eine Kapelle in dreiachsiger Saalbauform mit spitzem Dachreiter; sie stammt aus den Jahren 1892–93. Zusammen mit der Filialkirche lässt sie einen Vergleich zweier Kirchenbauten zu: Hier steht ein mittelalterlicher Kern, dort eine klar datierte Bauzeit im späten 19. Jahrhundert. Die genannten Merkmale geben einen konkreten Blick auf Bauform und zeitliche Einordnung, ohne dass beide Gebäude dieselbe Geschichte erzählen.

Die Bruder-Klaus-Kapelle wurde durch eine Stiftung von Pastor Wallesch errichtet; er stammte aus Dürrbach. Zur Ausstattung aus der Bauzeit gehören zwei Türblätter, ein Fliesenboden, der Altar und die Kreuzwegtafeln. So lässt sich die Kapelle nicht nur über ihre Entstehungsgeschichte betrachten: Auch die einzelnen Ausstattungsstücke gehören zu ihrem baulichen Zusammenhang.

Archäologische Spuren und Brauchtum

Die römischen Fundstellen unterscheiden sich nach Art und dokumentierter Zeit. Südlich von Dürrbach, südöstlich von Seiwerath, wurden 1925 römische Brandgräber entdeckt. Eine römische Siedlungsstelle auf dem Kirchberg östlich-südöstlich von Seiwerath wurde dagegen 1838, 1840 und 1842 ausgegraben. Die Daten bezeichnen also verschiedene Vorgänge: 1925 ist das Entdeckungsjahr der Brandgräber, die drei früheren Jahreszahlen gehören zu den Ausgrabungen der Siedlungsstelle.

Eine andere bauliche Spur ist Burgberg (2) oberhalb des Dürrbachtals östlich von Seiwerath. Die kleine Abschnittsbefestigung liegt auf einem schmalen Bergsporn; ihr doppelter Wall umschließt eine Fläche von 750 m². Damit unterscheidet sich die Anlage in ihrer beschriebenen Form deutlich von den Brandgräbern und der Siedlungsstelle: Hier stehen eine befestigte Fläche, ihre Lage und der doppelte Wall im Mittelpunkt.

An der Hertha-Quelle schöpften Mädchen aus Seiwerath einst nach einem alten Brauch Osterwasser. Diese Überlieferung ergänzt die archäologischen Befunde um eine andere Art von Ortsgeschichte: Sie handelt von einem früheren Brauch, nicht von einer Ausgrabung. Bei der traditionellen Schönecker Eierlage läuft der Läufer ins benachbarte Seiwerath und zurück. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Ereignis ausrichten möchten, prüfen Sie vorab Termine und Ablauf; Veranstaltungsarrangements können sich ändern.

Wanderroute und Reiseplanung

Die Route „Weite Sichten und tiefe Täler“ ist 12 km lang. Routenangaben und Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrer Wanderung. Berücksichtigen Sie die Streckenlänge bei der Planung Ihrer Wanderung.

Weitere Themen im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Im übergeordneten Reiseziel Eifelkreis Bitburg-Prüm ergänzen eigenständige Ziele die kulturelle Auswahl. Zum Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen Bleialf gehört ein Bergbaupfad mit zahlreichen Informationstafeln zur Bergbaugeschichte des Gebietes. Einstündige Führungen durch den Stollen vermitteln den Erzabbau in Bleialf von der Geologie bis zur angewandten Technik. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Führungstermine.

Das Devonium in Waxweiler vermittelt spielerisch komplexe Zusammenhänge der Paläontologie und der Wissenschaft vom fossilen Leben. Im Westwallmuseum ist eine militärhistorische Ausstellung in drei begehbaren Geschossen eines Bunkers sowie in unterirdischen Gängen und Räumen eingerichtet. Diese Ziele im Eifelkreis Bitburg-Prüm setzen andere thematische Akzente als die Kirchen, archäologischen Spuren und Brauchtumsgeschichte in Seiwerath. So lässt sich die Ortsbesichtigung von einer weiter gefassten Auswahl an Museums- und Bergbauthemen unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Speicher, Weinsheim, Niederweis, Krautscheid, Wawern, Arzfeld, Geichlingen, Neuerburg

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.