Rodenbach lässt sich über zwei unterschiedliche Routen entdecken: zu Fuß auf dem NR6 – Märkerwaldweg oder mit dem Rad auf Tourtipp 2. Hinzu kommen kulturhistorische Spuren und ein eigener Naturaspekt: Der Name Rodenbach erscheint in einer auf den 24. Juni 773 datierten Schenkung; im Forstrevier Rodenbach gibt es auf größerer Fläche Waldmeister-Buchenwälder.
Wandern am Märkerwaldweg
Der NR6 – Märkerwaldweg ist eine 10,7 km lange Rundwanderung mittleren Schwierigkeitsgrads. Nach dem Abschnitt im Buchbachtal bei Rodenbach verläuft die Route gemeinsam mit dem Limeswanderweg an der historischen römischen Grenzbefestigung Limes nach Nordwesten. Außerdem führt der Weg hinab in das Buchbachtal zu einer Grillhütte bei Rodenbach. So stehen sowohl der gemeinsame Verlauf am Limes als auch der Abstieg ins Tal als konkrete Orientierungspunkte der Wanderung fest.
Tourtipp 2 mit dem Rad
Tourtipp 2 ist eine 44,1 km lange, anspruchsvolle Rundroute zum Radfahren. Vom Sportplatz in Rodenbach trifft die Route auf den Limesradweg und folgt ihm bis zur Wied in Segendorf. Bei Feldkirchen verlässt sie den Radweg und führt auf der K112 bergauf in Richtung Rodenbach. Mit 44,1 km ist die Radrundroute mehr als viermal so lang wie der NR6; verglichen werden dabei unterschiedliche Aktivitäten: eine anspruchsvolle Radrundroute und eine Wanderung mittleren Schwierigkeitsgrads.
Historische Spuren und Bräuche
Die historischen Angaben zu Rodenbach beziehen sich auf unterschiedliche Gegenstände. In einer auf den 24. Juni 773 datierten Schenkung erscheint der Name Rodenbach. Die ehemalige Siedlung Auf dem Roth im Buchbachtal ist seit 1209 urkundlich belegt. Damit stehen eine Namensnennung und der Beleg einer ehemaligen Siedlung als zwei eigene Zeitmarken nebeneinander. Eine weitere Tradition pflegt der Burschenverein von 1835 mit rheinischen Mai- und Pfingstbräuchen. Diese Bräuche bilden einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte als die frühen schriftlichen Bezüge.
Wald im Forstrevier Rodenbach
Im Forstrevier Rodenbach gibt es auf größerer Fläche Waldmeister-Buchenwälder. Für die Naturperspektive ist dabei nicht nur der Waldtyp, sondern auch seine Verbreitung im Revier ein markanter Aspekt: Er kommt dort auf einer größeren Fläche vor.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Neuwied
Im übergeordneten Reiseziel Neuwied setzt das Roentgen-Museum einen eigenen kulturhistorischen Akzent. Es besitzt eine weltweit einmalige Sammlung von Roentgen-Möbeln und Kinzing-Uhren. Abraham Roentgen (1711–1793) und sein Sohn David Roentgen (1743–1807), die bedeutendsten Möbelkünstler des 18. Jahrhunderts, belieferten mit ihren damals hochmodernen Luxusmöbeln, den sogenannten „Neuwieder Möbeln“, europäische Fürstenhöfe zwischen Paris und Sankt Petersburg. Die Sammlung und die Geschichte der Möbel eröffnen so einen eigenen Zugang zur Kulturgeschichte Neuwieds.
Auch die Abtei Rommersdorf gehört zum übergeordneten Reiseziel Neuwied. Die ehemalige Prämonstratenserabtei ist heute Aufführungsort für Theater, Konzerte und Lesungen, unter anderem im Englischen Garten, im Kreuzgang und in der Abteikirche. Jährlich kann sie von Ostern bis Anfang November sonntags von 13 bis 18 Uhr besichtigt werden. Informationen zu Geschichte und Kunstgeschichte sowie Führungen durch versierte Rommersdorf-Kenner stehen kostenlos zur Verfügung. Prüfen Sie die saisonalen Besuchszeiten vor Ihrer Reise.
Weitere Reiseziele entdecken: Asbach, Straßenhaus, Ratzert, Bad Hönningen, Kleinmaischeid, Neustadt, Rheinbreitbach, Döttesfeld
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