Die Gemeinde Windhagen mit ihren zwölf Einzelorten liegt auf 1.494 Hektar im Norden des Naturparks Rhein-Westerwald, knapp 30 Kilometer südöstlich von Bonn. Ortsgeschichte, Kapellen und markierte Wanderwege geben dem Aufenthalt mehrere mögliche Schwerpunkte. Zugleich liegt Windhagen direkt an der A3 – ein klarer Orientierungspunkt für die Anreise.
Ortsgeschichte zwischen Kirche und ehemaliger Grube
Im Ortszentrum bildet die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus den Mittelpunkt. Sie wurde 1869–1870 nach reduzierten Plänen von Vincent Statz aus Köln erbaut. Eine andere Baugeschichte erzählt die Dreifaltigkeitskapelle Hallerbach: Eine vollständige Renovierung ist bereits für 1450 überliefert; deshalb ist die Kapelle vermutlich deutlich älter. Der etwa sechs Meter lange, weiß verputzte Bau schließt mit drei Seiten eines Achtecks. Über dem Satteldach sitzt ein schiefergedeckter Glockenturm mit einer 50 Kilogramm schweren Bronzeglocke, die 1852 bei Schippang in Neuwied gegossen wurde.
Auch die frühere Silbergrube etwas außerhalb von Birkens verweist auf die Geschichte der Gemeinde. Die Eingänge der um 1790 angelegten Stollen sind noch deutlich zu erkennen. Hinweistafeln stehen am alten Günterscheider Weg unterhalb der Fischteichanlage. Einen weiteren Zugang zur Ortsgeschichte bietet der „Wanderweg der Geschichte und Geschichten“: Seit 2018 bilden Hinweisschilder an bislang acht Orten im Gemeindegebiet Stationen. Sie erläutern Bedeutung und Geschichte der jeweiligen Denkmäler.
Ein spiritueller Bezugspunkt ist die Kapelle St. Mariä Heimsuchung in Hüngsberg. Ihr Glockenruf zieht insbesondere zum Fest Mariä Heimsuchung zahlreiche Pilger an.
Wanderwege mit unterschiedlichen Verläufen
Der Ameisenweg beginnt im Ortszentrum und führt an einem kleinen Park mit Teichen und ungewöhnlichen Salweiden vorbei. Anschließend stehen drei Verläufe zur Wahl: bis ins Pfaffenbachtal, durch das Bockental oder über den Rehwinkel zurück. Der Rundweg W1 Windhagen–Stockhauser Weg startet an der Kirche in der Dorfmitte, führt nach Stockhausen und kehrt von dort in einem Bogen zum Ausgangspunkt zurück. Er verläuft über Wald- und Wiesenwege sowie durch ruhige kleine Bachtäler und verstreute Ortschaften der Gemeinde Windhagen und ihrer Umgebung.
Die Routen unterscheiden sich in ihrer Grundform: W1 ist als Runde mit Rückkehr zur Kirche beschrieben; beim Ameisenweg können Sie zwischen den genannten Verläufen wählen, darunter die Rückführung über den Rehwinkel. In Windhagen gibt es außerdem zahlreiche gut beschilderte Wanderwege mit Anbindungen an Fern- und Hauptwanderwege wie den Rheinsteig und den Westerwaldsteig.
Orientierung für Ihren Aufenthalt
Die „grüne Lunge“ von Windhagen erreichen Sie vom Parkplatz im Ortszentrum an der Sparkasse: Biegen Sie gegenüber in die Lärchenstraße ein und folgen Sie ihr bis zum unteren Ende. Der Jugendzeltplatz Kirchwies nimmt Reservierungen entgegen; prüfen Sie die Reservierungsmodalitäten vor der Buchung erneut.
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